Von news.de-Redakteurin Julia Zahnweh
Hollywoodschauspieler Stephen Baldwin ist pleite. Der Bruder von Alec Baldwin befindet sich dabei in guter Gesellschaft: Ob Scheidungen, Finanzkrise oder Shopping-Sucht – bei vielen Promis steht plötzlich der Pleitegeier vor der Tür.
Schwere Zeiten für Stephen Baldwin: Der Schauspieler, der in Filmen wie Die üblichen Verdächtigen mitgewirkt hat, steht mit zwei Hypotheken im Umfang von 1,2 Millionen Dollar in der Kreide, schuldet dem Fiskus noch über eine Million Dollar an Steuern und muss außerdem noch 70.000 Dollar an Kreditkartenschulden zurückzahlen.
Da half auch sein Auftritt in der NBC-Show Ich bin ein Star... Holt mich hier raus! im vergangenen Monat nichts mehr. Doch so schlecht kann es um den 43-Jährigen gar nicht stehen – denn lang hielt es der Schauspieler in der amerikanischen Dschungelcamp-Version nicht aus. Nachdem er nach eigenen Worten in acht Tagen über 125 Mal von Insekten gestochen wurde, stieg er aus. Mit einem reichen Bruder im Rücken muss ein pleiter Promi also nicht alles durchstehen.
Dass auch ein Ex-Boxweltmeister K.o. gehen kann, hat Mike Tyson bewiesen. Obwohl er als Profi mindestens 300 Millionen US-Dollar verdiente, gab Tyson 2003 seine Pleite bekannt – Ergebnis eines verschwenderischen Lebensstils und falscher Freunde und Berater. «Nur Sex macht so viel Spaß wie Geldausgeben», sagte der Boxer über seine beiden liebsten Hobbys. 2004 und 2005 wagte Tyson ein Comeback, um von seinen Schulden runter zu kommen. Beide Kämpfe verlor er, von den angeblich 13 Millionen Dollar Gage sah er jedoch nicht viel – sie gingen direkt an seine Ex-Frau und an seine Gläubiger.
Auch Playboy Hugh Hefner soll die Finanzkrise hart getroffen haben. R&B-Sängerin Rihanna soll aufgrund schlecht ausgehandelter Verträge 2008 gerade mal 20.000 Dollar auf dem Konto gehabt haben und Lindsay Lohan soll dank Party-Exzessen, Drogen und der ein oder anderen Entziehungskur schon mächtig in den Miesen gewesen sein.
Doch nicht nur US-Stars, sondern auch deutsche Promis kämpfen mit finanziellen Problemen. Ob Wildecker Herzbube Wolfgang Schwalm, No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa, Schmusesänger Nino de Angelo oder Bestseller-Autorin Hera Lind – sie alle haben es nicht geschafft, ihr Geld erfolgreich zusammenzuhalten.
So etwa Ex-Schlagerstar Michelle, die seit Jahren zudem mit privaten Besziehungspleiten und Depressionen zu kämpfen hat. Schon 2006 hatte die dreifache Mutter einen Schuldenberg von über 500.000 Euro angehäuft, ihre Kölner Villa musste zwangsversteigert werden, 2008 dann die private Insolvenz. Die ehemalige Sängerin, die zwischenzeitlich sogar versuchte mit einem Hundesalon in Köln ihr Geld zu verdienen, soll nun eine halbe Millionen Euro Schulden haben.
Etliche Bühnen-Comebacks, die das Konto der 37-Jährigen aufbessern sollten, scheiterten an ihren psychischen Problemen. Dafür steht ihre Tochter Celiné neuerdings im Rampenlicht – beim Casting der RTL-Show Das Supertalent. Es ist nur zu hoffen, dass Michelles Tochter jetzt nicht die Millionen-Pleite für ihre Mutter wegsingen soll.
Doch wie konnte es zu Michelles Bankrott kommen? «Meine Männer haben mich ausgenutzt. Sie wollten nur mein Geld», erklärte sie einmal in der Bild. Einer dieser Männer ist Matthias Reim. Auch der Verdammt, Ich Lieb Dich-Sänger, der mit Michelle die gemeinsame Tochter Marie-Louise (9) hat, konnte sein Geld aus seinen erfolgreichen Schlagerzeiten nicht zusammenhalten. 1999 soll er durch Immobilien-Steuersparmodelle rund 15 Millionen Euro verloren haben. Aber: «Ich bin pleite, aber total glücklich», sagte Reim in einem Interview.
Der deutsche Promi, der mit seiner finanziellen Pleite bisher für die größte Aufregung sorgte, ist Franjo Pooth. Der Ehemann von Verona Pooth galt als erfolgreicher Geschäftsmann, 2008 gab dann die Insolvenz seiner Firma Maxfield. Finanziell musste Verona für ihren Mann nicht einstehen, aber an Marktwert hat die Werbeikone durch Franjos Pleite verloren und versucht momentan fleißig wieder ins Geschäft zu kommen. Konnte man Verona früher stets in Designkleidern bewundern, wirbt sie jetzt für einen Textildiscounter.
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