Vermittler zwischen Studenten und Unis
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Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Artikel vom 20.07.2009
Vor wenigen Tagen endete die Bewerbungsfrist für zulassungsbeschränkte Studiengänge an deutschen Hochschulen. Die Bewerber müssen nun bangen und hoffen. Sie können aber schon jetzt nach Alternativen suchen.
Anfang September startet die virtuelle Studienplatzbörse der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Eine Konsequenz aus dem Chaos vergangener Semester, in denen jeder fünfte Studienplatz unbesetzt blieb. Doch während die Börse, die über den Hochschulkompass und das Portal Freie Studienplätze aufrufbar sein soll, noch aufgebaut wird, gibt es bereits einen unabhängigen Mitstreiter.
Seit dem 15. Juli bietet das Studienberatungsportal studieren.de eine eigene Börse an. Unabhängig von den Querelen um HRK und Zentralstelle für die Studienplatzvergabe. Das 1997 gegründete Portal, hinter dem seit 2007 das Unternehmen xStudy SE steht, sieht sich als Vermittler.
«Unser System lebt vom Dialog. Die Hochschulen melden ihre freien Plätze. Studienwillige bewerben sich über unser Portal», sagt Firmengründer Valentin Peter gegenüber news.de. Dazu bedürfe es gültiger Telefonnummer und E-Mail-Adresse, des korrekten Namens und der Angabe des jüngsten Abschlusses. Potenzielle Studenten suchen sich favorisierte Studiengänge heraus und übertragen diese mit einer Priorisierung per Klick an die Betreiber.
«Wir schicken die Daten an die zuständigen Verantwortlichen der Hochschulen», erklärt Peter. Um Spaßbewerber und Spamer auszuschließen, würden die Daten vorab durch studieren.de geprüft. «Dann liegt es in der Hand der Zuständigen an den Hochschulen, Kontakt zu den Bewerbern aufzunehmen und mit ihnen ein Beratungsgespräch zu führen.»
Die Idee dahinter: «Vielen Hochschulen fehlt das Geld, um Studiengänge zu vermarkten. Da greifen wir ein», betont Peter. Die persönlichen Gespräche, die über die Studienplatzbörse zustande kommen sollen, könnten dazu beitragen, potenziellen Studienabbrüchen früh entgegen zu wirken. «Die Hochschulen haben, genauso wie die Studenten nichts davon, wenn letztere nach zwei Semestern aussteigen.» Vernünftige Beratung, statt bloßer Meldeformulare, steigere die Chancen, erfolgreich zu studieren. So ließe sich etwa im direkten Gespräch klären, ob die Voraussetzungen eines Bewerbers ausreichen, um die Anforderung eines Studiengangs zu bewältigen.
Garantien, dass jeder Bewerber einen Studienplatz bekommt, gebe es nicht. «Die Hochschulen entscheiden, ob sie Bewerber kontaktieren. Doch sie werden sich bemühen», ist der Portalgründer überzeugt. «Wer uns freie Plätze meldet, hat in der Regel die Erfahrung gemacht, dass diese ohne entsprechende Reichweite in der Zielgruppe zu wenig bekannt und deshalb kaum zu besetzen sind.»
Warum das Portal jetzt schon vorprescht, liege auf der Hand, sagt der Unternehmensgründer: «Es gibt in Deutschland 12.000 verschiedene Studienangebote. In aller Regel werden nur die zulassungsbeschränkten wahrgenommen. Das sind etwa die Hälfte der rund 8000 Bachelorstudiengänge.» Studieren.de sehe seine Aufgabe aber auch darin, die zulassungsfreien Studiengänge zu vermarkten.
Die konnten akademische Einrichtungen dem Unternehmen bereits Anfang Juli übermitteln. Das Ergebnis: «110 Hochschulen haben sich gemeldet. Damit können sich Interessierte inzwischen auf mehr als 5500 freie Plätze bewerben», so Peter. Anders als erwartet, hatten sich vorrangig nicht die privaten, sondern auch viele renommierte öffentliche Hochschulen wie die Freie Universität Berlin oder die Bauhausuniversität Weimar beteiligt und freie Bachelor- und Masterstudiengänge offeriert.
Dabei wird es nicht bleiben. Ende August, nachdem die Hochschulen ihre Direktbewerbungen gesichtet und Plätze vergeben haben, werden die noch freien, zulassungsbeschränkten Plätze hinzukommen. Letzter Meldetermin für freie Plätze ist der 15. Oktober. Dann hat an den meisten Hochschulen das Semester bereits begonnen.
Obwohl sich studieren.de als Vermittler sieht, bleibt die Studienplatzbörse sowohl für sich bewerbende Studenten als auch für die Hochschule, die freie Plätze melden, kostenlos. «Wir finanzieren uns über Vermarktung von Studiengängen, sind also eine Plattform für Hochschulen, die ihre Angebote bekannter machen wollen», erklärt Peter. Dafür zahlten die akademischen Bildungseinrichtung 90 Euro pro Semester. Wollen sie das nicht, sind die Hochschulen und ihre statistischen Daten dennoch auf dem Portal zu finden, allerdings ohne Informationen zu den Studiengängen.
Angst, dass persönliche Daten über dubiose Wege in Umlauf kommen, müssen Bewerber nicht haben. «Diese werden ausschließlich den Hochschulen übermittelt und von uns für interne Auswertungen verwendet», sagt der Portalgründer. «Wir werden aber stichprobenartig bei den Bewerbern nachfragen und um ein Feedback bitten. Einfach um zu erfahren, ob die Vermittlung erfolgreich war und welche Studiengänge in welchem Bundesland besonders gefragt sind.»
Weiterführende Links:
Zulassungschaos: Jeder fünfte Studienplatz unbesetzt
Studienplatzvergabe: Das Internet soll's richten
Hochschulzulassung: Das Chaos ist hausgemacht
Ja sehr schön, und was intressiert mcih das? ich mein warum bekomm ich meine Email Adresse mit diesem Rotz zugemüllt? Behaltet das doch für euch oder schickt es an leute dies intresiert ;-) P.S. Spamen kann cih auch^^
jetzt antwortenKommentar meldenJa sehr schön, und was intressiert mcih das? ich mein warum bekomm ich meine Email Adresse mit diesem Rotz zugemüllt? Behaltet das doch für euch oder schickt es an leute dies intresiert ;-)
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