Knut kostet 430.000 Euro
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Der berühmteste Eisbär Deutschlands bleibt in Berlin. 430.000 Euro zahlt der Hauptstadtzoo dem Tierpark Neumünster, der Ansprüche auf Knut angemeldet hatte: Man hatte seinen Vater Lars zur Zeugung an Berlin ausgeliehen.
Damit wird der monatelange Streit mit dem Tierpark Neumünster über die Lizenzeinnahmen aus der Vermarktung des international beliebten Bären beendet. Er sei ein Symbol, mit dem man werben wolle, erklärte der kaufmännische Vorstand des Berliner Zoos, Gabriele Thöne. Man hoffe, die Investition amortisiere sich.
Damit seien alle möglichen Ansprüche im Zusammenhang mit Knut abgegolten, hieß es weiter. Zudem werde der Zoo Berlin Eigentümer des mittlerweile zweieinhalb Jahre alten Jungtiers. Der Tierpark Neumünster hatte zuvor Ansprüche auf die Einnahmen aus dem Geschäft mit Knut angemeldet, weil Knuts Vater Lars den Berlinern lediglich zu Zuchtzwecken bereitgestellt wurde. Als erstes Jungtier aus dieser Zucht gehöre Knut laut Vertrag angeblich dem Tierpark Neumünster.
Der Direktor des schleswig-holsteiner Zoos, Peter Drüwa, war über das Ergebnis des Vergleichs dennoch zufrieden. «Der Großteil des erzielten Betrags soll jetzt für dringend notwendige Umbau- und Renovierungsarbeiten im Tierpark Neumünster verwendet werden», kündigte er an. Der Tierpark erhält die 430.000 Euro in drei Raten: Die erste von 350.000 Euro soll noch diese Woche bezahlt werden, zwei Raten von je 40.000 Euro 2010 und 2011.
Knut hatte im Berliner Zoo für einen wahren Publikumsansturm gesorgt: 2007 zählte der Zoo mehr als drei Millionen Besucher, 27 Prozent mehr als 2006. Der Bilanzgewinn betrug insgesamt rund 6,8 Millionen Euro. Im Jahr 2007 soll der Berliner Zoo nach Angaben der Kläger aus Neumünster allein eine Million durch die Vermarktungsrechte eingenommen haben.
Der Eisbär-Star selbst war heute im Zoo nicht zu sehen. Sein Gehege wird gesäubert. Ab Donnerstag könne Knut aber wieder bewundert werden, sagte Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz.
Er präsentierte den Fotografen dafür seine verbundene Hand, an der ein Finger fehlte. Dieser war dem Zoodirektor vor einem Monat nach einem Affenbiss amputiert worden. Blaszkiewitz hatte versucht, einen Schimpansen durch die Gitterstäbe mit Walnüssen zu füttern.
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