Keine Reue hat die Münchner Polizei bei den drei Schülern feststellen können, die einen Passanten in der Münchner Innenstadt grundlos halb tot geschlagen haben. Die Beamten ermitteln wegen Mordversuches. In der Schweiz sind die Schüler polizeibekannt.
Nach dem lebensgefährdenden Angriff auf einen Passanten in München sucht die Polizei nach weiteren Opfern und Zeugen. Die drei tatverdächtigen 16-jährigen Schüler aus der Schweiz seien im Untersuchungsgefängnis München-Stadelheim und hätten bisher keinerlei Reue gezeigt, sagte Polizeisprecher Andreas Ruch: «Sie zeigten sich in den ersten Vernehmungen völlig unbeeindruckt.» In der Schweiz seien sie polizeibekannt und hätten offenbar auch schon Jugendarrest verbüßt.
Die Schüler aus dem Kanton Zürich hatten nach eigenen Angaben aus Spaß «Leute wegklatschen» wollen und in der Nacht zum Mittwoch einen 46-jährigen Passanten mit Tritten gegen den Kopf schwer verletzt. Er habe möglicherweise bleibende Augenverletzungen, einen doppelten Kieferbruch und einen Jochbeinbruch erlitten, sagte der Polizeisprecher. Zudem sollen ein Student und weitere drei Männer niedergeschlagen oder angegriffen worden sein.
Die Eltern der drei Schüler hätten sich inzwischen bei der Mordkommission gemeldet und bekämen eine Besuchserlaubnis, sagte der Polizeisprecher. Sobald die Ermittler weitere Opfer und Zeugen ausfindig gemacht habe, werde sie die Tatverdächtigen erneut vernehmen.
Ermittler halten die brutalen Überfälle für noch alarmierender als den Fall der Münchner U-Bahn-Schläger vor eineinhalb Jahren. «Das hat noch einmal eine höhere Dimension», sagte Oberstaatsanwalt Anton Winkler. «Es ist natürlich das Bedenklichste überhaupt, wenn man nur aus ‹Lust am Klatschen› einen Mann fast zu Tode prügelt», sagte Polizeisprecher Andreas Ruch.
Im Fall der U-Bahn-Schläger hatten Ende 2007 zwei junge Männer einen Rentner hinterrücks niedergeschlagen und lebensgefährlich verletzt, nachdem er sie aufgefordert hatte, in der U-Bahn nicht zu rauchen. In dem jüngsten Fall mit mehreren beliebig ausgesuchten Opfern hingegen gab es überhaupt kein Motiv.
Mit Entsetzen hat die Schweizer Öffentlichkeit auf die brutalen Übergriffe reagiert. Max Heberlein, Direktor der Weiterbildungs- und Berufswahlschule Küsnacht, mit der die Schläger auf Kassenfahrt waren, sagte im Fernsehen, die Probleme mit Jugendlichen an der Schule seien bekannt. Daraus könne man aber nicht schließen, dass alle sozial geschädigt sind. Seine Schule liegt an der sogenannten Goldküste von Zürich am See. Dort wohnen in der Regel die Reichen und Gutsituierten. An der Schule werden Jugendliche unterrichtet und weitergebildet, die bisher keine Lehrstelle gefunden haben.
Die Schweizer Zeitung Blick berichtet, dass einer der Schläger seinen Vater habe anrufen können. Der Vater erklärte der Zeitung, sein Sohn habe ab August endlich eine Lehrstelle als Autoersatzteile-Logistiker gefunden. Es sei schade, dass das Ganze in Deutschland passiert sei. «In der Schweiz würde Mike nicht so hart bestraft. Hier bekäme er eine zweite Chance.» Eine Augenzeugin aus der Schulklasse berichtete dem Blick, dass sie alle in einem Park unter anderem Wodka-Redbull getrunken hätten. Einer der späteren geständigen Täter sei «ausgerastet», weil er sein Portemonnaie verloren habe.
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iwi/seh/news.de/ap/dpaWollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?
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Ich höre, oder lese wohl nicht richtig. Wie kann ein Vater sowas überhaupt nur sagen. Egal ob Deutschland oder Schweiz.Was diese Schlägertypen angerichtet haben, ist ja der absolute Wahnsinn. Ich hoffe das diese Schläger ihre gerechte Strafe verdienen. Was für eine Chance hatten denn die Opfer? Gar keine. Ich wünsche den Opfern allerbeste Geneesung.
jetzt antwortenKommentar meldenDas was da passiert ist tut mir unheimlich leid. Leider werden in der kleine Schweiz solche Attacken immer häufiger. Das ist wohl auf die total verfehlte linke Ausländerpolitik und eine Justiz die ausser Autofahrer die zu schnell fahren kaum jemanden wirklich bestraft. Das der Vater des einen Schlägers es schade findet dass das Ganze in Deutschland passiert sei weil sie in der Schweiz nicht so hart bestraft würden ist ein Skandal aber leider mittlerweile typisch für die Bewohner eines Landes in dem Worte wie Anstand, Respekt, Mitgefühl etc. nur noch in sehr Ländlichen Regionen bekannt sind.
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