Er wurde im 19. Jahrhundert geboren und ist im 21. gestorben: Der bisher älteste Mann der Welt ist tot, 113 Jahre wurde Tomoji Tanabe alt. In Japan haben die Menschen die höchste Lebenserwartung - es soll mehr als 36.000 über Hundertjährige geben.
An Herzversagen ist Tomoji Tanabe am Morgen (Ortszeit) in der Stadt Miyakonojo auf der südlichen japanischen Hauptinsel Kyushu gestorben. Er stand seit 2007 im Guinness Buch der Rekorde als ältester Mann der Welt. Sein Geburtsdatum war der 18. September 1895.
Nach dem Tod Tanabes rückt nun der Brite Henry Allingham zum Ältesten auf. Der seit dem 6. Juni ebenfalls 113 Jahre alte Allingham lebt in einem Altenheim in der Nähe von Brighton. Ältester Mensch der Welt ist die Afroamerikanerin Gertrude Baines. Die 115-Jährige (Geburtsdatum: 6. April 1894) wohnt bei Los Angeles.
An seinem letzten Geburtstag hatte Tomoji Tanabe als Geheimnis seines langen Lebens Verzicht auf Alkohol und Zigaretten genannt. Auf die Frage, wie lange er noch leben wolle, sagte er im September: «Ich möchte noch nicht sterben».
Tanabe lebte zuletzt bei einem seiner Söhne und seiner Schwiegertochter. Er war Vater von acht Kindern. Bekannt war er dafür, jeden Tag um 5.30 Uhr aufzustehen, vor dem Frühstück Zeitung zu lesen und am Nachmittag ein Glas Milch zu trinken. Er legte Wert darauf, jeden Tag drei Mahlzeiten in Ruhe zu sich zu nehmen. Die letzten drei Tage vor seinem Tod war er dem Bericht von Jiji Press zufolge jedoch bereits zu schwach, um zu essen.
In Japan leben die Menschen mit im Schnitt 85 Jahren weltweit am längsten. Als Grund für die besonders hohe Lebenserwartung gilt die gesunde traditionelle Küche. Jüngsten Erhebungen zufolge hat der «Club der Hundertjährigen» in Japan mehr als 36.000 Mitglieder, davon 86 Prozent Frauen.
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