Filmkritik: "Greatest Showman": Hugh Jackman und Zac Efron in ihrem Element

"Greatest Showman" ist ein Herzensprojekt von Hollywood-Star Hugh Jackman. Als Verstärkung hat er sich unter anderem Zac Efron geholt. Herausgekommen ist ein bildgewaltiges Musical mit einer wichtigen Botschaft.

Zac Efron (l.) und Hugh Jackman stellen in "Greatest Showman" einmal mehr ihr Gesangs- und Tanztalent unter Beweis Bild: 2017 Twentieth Century Fox/spot on news

Seit Jahren versucht Hollywood-Star Hugh Jackman (49, "Logan - The Wolverine") die Geschichte von P.T. Barnum (1810-1891), dem US-amerikanischen Zirkuspionier, auf die Leinwand zu bannen. Ab 4. Januar 2018 können sich deutsche Kino-Fans davon überzeugen, ob sich das jahrelange Ringen gelohnt hat, dann läuft das Musical "Greatest Showman" an. Als Verstärkung hat sich der Australier Hollywood-Hottie Zac Efron (30) geholt, der mit seiner "High School Musical"-Vergangenheit einmal mehr unter Beweis stellt, dass er singend und tanzend in seinem Element ist - ebenso wie Co-Star Jackman.

Der amerikanische Traum

P.T. Barnum (Hugh Jackman) will seiner Frau Charity (Michelle Williams) und ihren beiden Töchtern ein gutes Leben bieten. Als er seinen Job verliert, sucht er verzweifelt nach einer neuen Aufgabe. Da kommt er auf die Idee, eine einzigartige Show auf die Beine zu stellen, in der Menschen mit außergewöhnlichem Aussehen und Fähigkeiten ihr Können unter Beweis stellen. Doch seine Zirkus-Show stößt nicht nur auf Gegenliebe und das Geld wird knapp. Da gelingt es ihm, den jungen Phillip Carlyle (Zac Efron) dafür zu begeistern. Allerdings drohen P.T. Barnums Streben nach Anerkennung und Ruhm nicht nur seine Show, sondern auch seine Ehe zu zerstören...

Hugh Jackman liebt die Showbühne

Hugh Jackman ist als knallharter Action-Superheld Logan bzw. Wolverine bekannt. Da mag der eine oder andere vergessen haben, dass er bereits im Musical "Les Misérables" (2012) seine Gesangs- und Tanzkünste unter Beweis gestellt hat. "Greatest Showman" ist sein Herzensprojekt, wie er auf der Promotour des Films mehrfach erzählte. Der Australier erkennt in P.T. Barnum eigene Wesenszüge wieder. "Er verstand es, aus Nichts etwas zu schaffen, machte aus Zitronen Limonade. Diese Qualität habe ich immer schon bewundert. Er ist seinen Weg gegangen, hat in jedem seiner Rückschläge die positive Seite gesehen. Viele Dinge, nach denen ich in meinem Leben strebe, finden sich in dieser Figur", wird Jackman im offiziellen Presseheft des Films zitiert.

P.T. Barnum gilt als "Erfinder, der modernen Popkultur, des Showbusiness'. Da ist es kaum verwunderlich, dass der gebürtige Australier Jackman sein Herzblut in den Film gesteckt hat - und das spiegelt sich auf der Leinwand wider. Der 49-Jährige singt und tanzt sich die Seele aus dem Leib. Die Freude, die er dabei empfindet, ist für den Zuschauer in jeder Sekunde des Films spürbar.

Ein Hoch auf das Anderssein

Mit Musical-Veteran Zac Efron hat er einen kongenialen Szenenpartner an der Seite. Der 30-Jährige zeigt in jeder Sekunde, dass er sich pudelwohl dabei fühlt, singend und tanzend vor der Kamera zu stehen. Weibliche Unterstützung liefert Disney-Sternchen Zendaya (21), die bereits 2017 in "Spider-Man: Homecoming" erste Hollywood-Luft schnuppern durfte. Ihre Trapez-Nummer mit Zac Efron geht unter die Haut. Zudem bereichern Michelle Williams (37, "Manchester by the Sea") und Rebecca Ferguson (34, "Life") den Cast mit ihrer Grazilität und Stimmgewalt.

Das Highlight des Films sind jedoch die besonderen Showleute. Da wären zum Beispiel eine bärtige Dame, ein dreibeiniger Mann, ein zwergwüchsiger General oder siamesische Zwillinge. Als Monster in der Gesellschaft von damals verschrien, können sie bei P.T. Barnum erstmals ihr wahres Ich zeigen und ausleben. Die Botschaft: Jeder Mensch ist etwas Besonderes, ganz gleich wie andersartig er aussehen mag. Die Originalsongs von Benj Pasek und Justin Paul, die für "City of Stars" aus "La La Land" 2017 den Oscar bekommen haben, verwandeln "Greatest Showman" in ein mitreißendes Spektakel.

Fazit

Musical-Fans und alle, die Hugh Jackman und Zac Efron mögen, kommen voll auf ihre Kosten. Die Geschichte mag an der einen oder anderen Stelle etwas seicht daherkommen, doch die Lieder und die Akrobatikeinlagen entschädigen dafür. Zudem ist der Film ein Plädoyer für Toleranz und feiert das Anderssein, eine wichtige Botschaft - auch in der heutigen Zeit. Hugh Jackman liefert mit "Greatest Showman" das erste Feel-Good-Movie des Jahres 2018 ab.

spot on news

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

0 Kommentare
Kommentar schreiben

noch 600 Zeichen übrig

Empfehlungen für den news.de-Leser