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Paul Verhoeven: Der Skandalregisseur ist Chef der Berlinale-Jury 2017

Kinofans in aller Welt denken bei Paul Verhoeven sofort an eine Filmszene: Sharon Stones skandalösen Auftritt im Thriller "Basic Instinct". Der umstrittene Regisseur hat eine Weltkarriere gemacht. Jetzt leitet er die Jury der Berlinale.

Der holländische Regisseur Paul Verhoeven ist Chef der diesjährigen Berlinale-Jury. Bild: Remko De Waal/ANP/dpa

Ursprünglich wollte der 1938 in Amsterdam geborene Paul Verhoeven der Wissenschaft dienen, studierte Mathematik und Physik. Als seine damalige Freundin und spätere Ehefrau 1966 ungeplant schwanger wurde, dachte er daran, den Beruf des Lehrers zu wählen. Doch er war, wie er selbst einmal sagte, "vom Kino-Virus infiziert". Seit 30 Jahren gehört er zu den erfolgreichsten Hollywood-Regisseuren. Jetzt leitet er die Jury der Berlinale.

Paul Verhoeven: Filme wie "Basic Instinct" machten ihn zum Kult- und Skandal-Regisseur

Paul Verhoeven hat bei vielen Hits Regie geführt. Derzeit sorgt sein Vergewaltigungsdrama "Elle" (ab 16. Februar in den deutschen Kinos) für Furore. Hauptdarstellerin Isabelle Huppert bekam bereits einen Golden Globe und darf auf einen Oscar hoffen. Doch Filmfans verbinden seinen Namen vor allem mit der Schlüsselszene des Erotik-Thrillers "Basic Instinct" (1992): Hauptdarstellerin Sharon Stone schlägt bei einem Verhör ihre Beine übereinander - und unter dem knappen Kleid trägt sie, weithin sichtbar, keine Unterwäsche.

Dem in Den Haag aufgewachsenen Sohn eines Lehrers und einer Hutmacherin brachte "Basic Instinct" endgültig den Ruf eines Skandal-Regisseurs ein. Die Ursache für seine Lust am Schockieren hat er bei sich selbst ausgemacht: Die ungewollte Schwangerschaft habe ihn verwirrt, weshalb er sich einer sehr gläubigen Pfingstgemeinde angeschlossen habe. Diese Zeit nannte er später "religiöse Psychose". Er habe dabei die dunklen Seiten in sich entdeckt, erklärte er in einem Interview: "Meine Arbeit wurde zu einem Anker in der Wirklichkeit, darum hatte ich das Bedürfnis, alles so explizit darzustellen."

Karriere von Paul Verhoeven: Das Besessensein von Extremen

Das Besessensein vom Extremen durchzieht sein gesamtes Werk. So erzählt er in "RoboCop" (1987), seinem ersten großen Hollywood-Erfolg, die Geschichte eines zum Roboter geklonten Ex-Polizisten, der mit seiner Vergangenheit als Mensch ringt. Die Darstellung brutaler Gewalt löste heftige Kontroversen aus. Der Schocker kam erst nach vielen Schnittauflagen in die Kinos. Kritiker allerdings lobten den Film für seine unterschwellige Kritik an einer ganz auf Profitsucht ausgerichteten Gesellschaft.

Bekannt geworden war Paul Verhoeven schon 1973 in seiner Heimat, den Niederlanden, durch die erotisch aufgeheizte Liebesgeschichte "Türkische Früchte". Mit mehr als 3,3 Millionen Kinobesuchern gilt der 1974 für einen Oscar nominierte Film noch heute als einer der größten Hits der niederländischen Kinos und öffnete Verhoeven die Tore in Hollywood. Nach "RoboCop" gelangen ihm mit "Total Recall" (1990) mit Arnold Schwarzenegger und "Basic Instinct" mit Michael Douglas enorme Kassenerfolge.

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zurück Weiter Lars von Trier (60) ist bekannt für seine provokanten Filme. Dieses Bild zeigt eine Szene aus dem Film "Nymphomaniac" (2013). Verstörend ist darin vor allem die Kombination aus Sex und Gewalt. (Foto) Foto: Concorde Filmverleih GmbH/spot on news Kamera

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