Von news.de-Volontärin Maria Gregor - 02.12.2016, 08.01 Uhr

"Deep Water Horizon": Die wahre Geschichte hinter der Bohrinsel-Explosion

Am 22. April 2010 hielt die Welt den Atem an, als die Bohrplattform "Deep Water Horizon" explodierte. Nur sechs Jahre später wird die Geschichte der schwersten Umweltkatastrophe, die die Welt je gesehen hat, verfilmt. Was damals wirklich geschah, erfahren Sie bei news.de.

"Mein Dad heißt Mike. Er arbeitet auf einer Bohrinsel im Meer, wo das Öl aus der Erden gepumpt wird.", erklärt Sydney die Arbeit ihres Vater auf der Bohrinsel "Deep Water Horizon". Vermutlich eher für den unwissenden Zuschauer als für ihre Klasse, zeigt sie anschließend mit Hilde einer Cola-Dose, einem Strohhalm und etwas Honig, wie nach Öl gebohrt wird. Stolz jubelt Mike und lobt seine Tochter für das gelungene Experiment. Als die Dose kurz darauf explodiert, lachen noch alle...

"Deep Water Horizon" explodiert 2010

Der Film um den Cheftechniker Mike Williams basiert auf einer wahren Begebenheit: Am 20. April

2010 kommt es auf der Bohrinsel zu einem Blowout. Dadurch geriet die Plattform in Brand, explodierte und versank nur zwei Tage später im Meer. Sie befand sich im Golf von Mexiko etwa 60 Kilometer südöstlich der Küste von Louisiana. Dort hatte man 2001 Ölvorkommen entdeckt.

Zum Zeitpunkt der Explosion befanden sich 126 Menschen auf der Bohrinsel. Elf davon starben. Ihre Leichen wurden teilweise nie entdeckt, da die Bohrinsel nach vergeblichen Löschversuchen 36 Stunden später im Meer versank. Erst Ende September konnte der darauf folgende Ölaustritt gestoppt werden.

"Deep Water Horizon": Faktische Daten

  • Besitzer der Bohrinsel: Transocean's Triton Asset Leasing GmbH (weltweit größtes Offshore-Bohr-Unternehmen mit Sitz in der Schweiz)
  • Mieter der Bohrinsel: BP p.l.c (britisches Mineralölunternehmen)
  • Inbetriebnahme von "Deep Water Horizon": Februar 2001
  • Standort: Macondo-Feld (ca. 60 Kilometer südöstlich der Küste von Louisiana)
  • Tiefe der Bohrung: 10.685 Meter
Am 22. April 2010 explodiert die Bohrinsel "Deep Water Horizon" im Golf von Mexiko. Bild: dpa

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