Von news.de-Volontärin Maria Gregor - 22.09.2016, 16.24 Uhr

"Die glorreichen Sieben": Kopfgeldjäger: Heute noch ein ganz normaler Job?

Im Kinoblockbuster "Die glorreichen Sieben" heuern verzweifelte Dorfbewohner eine Truppe dubioser Revolverhelden an, um sich vor noch Schlimmeren zu retten. Ihr Anführer: Kopfgeldjäger Sam Chisolm. Doch wie sieht es in der Realität aus: Gibt es heute noch Kopfgeldjäger?

Kopfgeldjäger kann in Amerika jeder werden. Bild: Fotolia_denisismagilov

"Sie sinnen also nach Rache?", fragt Sam Chisolm (Denzel Washington) eine junge Frau im Trailer zu "Die glorreichen Sieben". "Mein Ansinnen ist Gerechtigkeit", gibt sie ehrenhaft zurück, bevor sie anschließt: "Aber ich nehme auch Rache!"

Damit beginnt der neue Kinohit und lässt auf einen großartigen Actionfilm im wilden Westen hoffen. Sam Chisolm - seines Zeichens Kopfgeldjäger - beginnt, eine Gruppe von sieben Männern mit fragwürdigen Geschäftsfeldern um sich zu scharen, um einen kleinen Ort vor der Vernichtung durch Banditen zu schützen. Natürlich nur gegen Geld - wie es sich für einen echten Kopfgeldjäger gehört. Doch was ist aus diesem "Beruf" geworden? Kann man heute noch gegen Bezahlung Verbrecher jagen?

Kopfgeldjäger in den USA - Geldeintreiber für "Bail Bondsmen"

Das Land, in dem nichts unmöglich ist, gibt die Antwort: In den USA ist Kopfgeldjäger heute noch ein Beruf. In Amerika nennt man sie "Bounty Hunters". Sie arbeiten für sogenannten "Bail Bondsmen" - Männer, Frauen oder Agenturen, die Kautionen stellen für Tatverdächtige, die sich bereits in Haft befinden, ihre Kaution aber nicht zahlen können. Eine Art Kreditbank für Schwerverbrecher sozusagen.

Häufiger als ihnen lieb ist, passiert es jedoch, dass die Verbrecher, ohne ihre Kaution zurückzuzahlen, untertauchen und den Gerichtstermin schwänzen. Das macht die "Bail Bondsmen" ziemlich nervös, schließlich geht es hierbei um Summen von 50.000 US Dollar und mehr.

Tot oder lebendig? An DIESEN Codex müssen sich Kopfgeldjäger halten

Kann nun auch die Familie des Tatverdächtigen nicht zahlen, müssen die Kopfgeldjäger ran und warten schon darauf Fährte aufzunehmen. Allerdings ist der Auftrag von vor gut 100 Jahren mit "Dead or Alive" (Tot oder lebendig") so nicht mehr ganz aktuell. Er wurde kurzerhand in die etwas harmlosere Variante "Bring'em back alive" (Bring mich lebend zurück) umgewandelt.

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