Von news.de-Volontären Eric Mittmann und Anne Schier - 14.04.2016, 14.09 Uhr

Kinostart von "Hardcore": "Man hofft, dass es aufhört, aber die ziehen das durch!"

Ein film-gewordener Ego-Shooter? Was bereits als Idee verrückt klingt, hat nun der russische Regisseur Ilya Naishuller realisiert. "Hardcore", so der Titel des Actionkrachers, startet heute in den Kinos - und das sagt unsere Volontärin.

Eigenwillige Perspektive: In "Hardcore" verfolgt man das Geschehen permanent aus der Sicht des Protagonisten Henry. Bild: dpa

Protagonist Henry hat es nicht leicht. Sein linker Arm und sein linkes Bein fehlen, als er in einem futuristischen Labor erwacht. Auch das Sprechen scheint ihm nicht mehr vergönnt zu sein. Glücklicherweise steht Henry eine geniale Ehefrau zur Seite, die den armen Kerl schnurstracks in eine Art Cyborg verwandelt. Dumm nur, dass sie ihn damit zur Zielscheibe einer geheimnisvollen Organisation macht, die die holde Maid kurzerhand entführt und sogleich Jagd auf Henry macht.

Kinostart von "Hardcore": "Ein Film ohne Kompromisse"

Am 14. April startet "Hardcore" in den deutschen Kinos. Ein film-gewordener Ego-Shooter, in dem der Zuschauer das Geschehen permanent aus der Sicht des Protagonisten erlebt. Bereits in den vorab veröffentlichten Trailern sorgte die eigenwillige Kameraführung für gemischte Gefühle. Und auch news.de-Volontärin Anne Schier, die den Film vorab gesehen hat, konnte sich dieses Urteil nicht verkneifen. "Es wird einem mega-schlecht von der Kameraführung. Man hofft ja am Anfang noch, dass es aufhört, aber die ziehen das durch!"

Doch nicht nur die Kameraführung, auch das rasante Tempo des Films sorgen für ein flaues Gefühl im Magen. "Man hat den Anfang und danach ist es eigentlich nur noch Geballer", so unsere Volontärin. Dabei macht "Hardcore", der im Original "Hardcore Henry" heißt, offenbar keine halben Sachen. So schreibt die "Bild" in ihrer Kritik: "Ein Film ohne Kompromisse und voller Gewalt" und die Deutsche Presse-Agentur urteilt: "'Hardcore' ist wie ein Punkkonzert: sehr laut, sehr schnell und sehr brutal - und auch ein wenig geschmacklos." Auch an dieser Stelle Zustimmung seitens der Volontärin: "Die Gewalt ist sehr grafisch, sehr brutal."

"Hardcore" in der Filmkritik: "Man sollte versuchen, die Toten zu zählen"

Trotz aller Kritik konnte jedoch auch Anne dem Film etwas abgewinnen. "Der finale Bosskampf [eine Anspielung auf Videospiele wie "Call of Duty" oder "Far Cry", Anm. d. Red.] untermalt von Queens 'Don't stop me now' war schon sehr witzig". Und so fällt auch ihr generelles Urteil nicht allzu harsch aus: "Es war schon etwas Neues, aber ein wenig mehr Handlung wäre dann doch schön gewesen."

Auch "Bild" kommt in der Kritik zu einem ähnlichen Schluss, sagt dem Film bereits Kult-Qualitäten wie dem Überraschungshit "Pulp Fiction" von Quentin Tarantino zu. Ganz so weit würde unsere Volontärin dann wohl nicht gehen. Einen Tipp, der den Film vielleicht zum Hit machen könnte, hat sie dann allerdings doch noch: "Man sollte versuchen, die Toten zu zählen. Das wäre auch ein gutes Trinkspiel - wenn einem nicht sowieso schon schlecht wäre."

Kurz-Info:

Film: "Hardcore"
Kinostart: 14.04.2016
Altersfreigabe: Ab 18 Jahren
Dauer: circa 90 Minuten

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

mie/lvo/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser