Heike Makatsch im Interview: Eine Wolfsmutter mit Gesangstalent

News.de sprach mit Schauspielerin Heike Makatsch, die im Kinofilm "The Jungle Book" der Wölfin Raksha ihre Stimme leiht, über die Arbeit am Film, ihre ganz eigene Erfahrung mit Disney sowie ihre künftigen Projekte für Film und Fernsehen.

Schauspielerin Heike Makatsch im Synchronstudio für die Aufnahmen zu Disneys "The Jungle Book". Bild: Walt Disney Pictures

Fantastische Dschungelwelten, detailgetreue Fellanimationen und eine bekannte Story, fertig ist ein Animationsabenteuer, was seinesgleichen sucht. Mit der Realverfilmung "The Jungle Book" nach der bekannten Vorlage "Das Dschungelbuch" zeigt Walt Disney einmal mehr, was mit dem Computer machbar ist.

In der deutschen Fassung des Films haben sich zahlreiche bekannte Schauspieler ins Tonstudio begeben, um Mogli, Balu und Shir Khan ihre Stimme zu verleihen. Auch Heike Makatsch, bekannt aus Film und Fernsehen, ließ es sich nicht nehmen, die Wölfin Raksha zu synchronisieren. News.de sprach mit ihr über die Arbeit am Film, ihre Beziehung zu Disney und ihre kommenden Projekte.

Frau Makatsch, Sie spielen in "The Jungle Book", welcher am 14. April 2016 in die Kinos kommt, die Wolfshündin Raksha, die Mogli als Baby bei sich aufnimmt und großzieht. Wie sind Sie an die Rolle als Synchronsprecherin der Wölfin gekommen?

Heike Makatsch: Ich habe eine Anfrage für das Casting bekommen, ob ich ein paar Sätze für die Figur der Wolfshündin Raksha einsprechen möchte. Und es hat glücklicherweise geklappt.

Wenn Sie die Wahl gehabt hätten, hätten Sie auch gern eine andere Rolle des Animationsfilms gesprochen?

Makatsch: Es gibt viele Rollen in "The Jungle Book", aber nicht alle von denen hätte ich sprechen können. Die Wölfin Raksha passt genau.

In "The Jungle Book" wird auch gesungen, wie man bei King Louie (gesprochen von Christian Berkel) sehen kann. Hätten Sie sich aufgrund Ihrer kleinen Gesangskarriere gewünscht, auch etwas in singender Form beisteuern zu dürfen?

Makatsch: Was man sich nicht alles wünschen würde (lacht). Hier geht es ja um etwas, was bereits besteht und was auch eine Vorlage hat. Und da sang nun mal keine Wölfin. Ich denke auch nicht in den Kategorien, was wäre wenn.

Sie synchronisieren ja eine Wölfin. Ist es generell schwieriger, Tiere zu synchronisieren oder ist es egal, ob es sich dabei um ein Tier oder einen animierten Menschen handelt?

Makatsch: Es ist eigentlich die gleiche Arbeit, auch wenn man je nach Rolle anders an den Charakter herangeht. Natürlich gehe ich bei einer Wölfin mit einer anderen Haltung heran als zum Beispiel an eine Mutter in einem nicht animierten Film. Der Prozess ist aber immer der Gleiche. Letztlich ist alles Schauspielerei.

Sie kennen ja sicherlich auch die Trickfilmvariante aus dem Hause Disney. Wie gefällt Ihnen persönlich die Umsetzung als Realfilm? Was hätte man besser machen können?

Makatsch: Ich kenne natürlich den Trickfilm, finde aber nicht, dass der eine Film den anderen ersetzt. Beide können absolut nebeneinander existieren und sprechen jeder für sich ein anderes Publikum an. „Das Dschungelbuch" ist eher für kleine Kinder, sehr beschwingt und leicht. Bei „The Jungle Book" handelt es sich um einen Familienfilm, der eher für ältere Kinder und Erwachsene gedacht ist. Ich finde die Realverfilmung eine sehr gelungene Weiterentwicklung von "Das Dschungelbuch".

Haben Sie beim Anschauen von „The Jungle Book" eine Lieblingsszene für sich entdeckt?

Makatsch: Ich liebe die Szene, in der Raksha Mogli verabschiedet. Das ist sehr emotional. Man spürt, wie sehr Mogli bereits Teil des Rudels geworden ist. Aber auch alle Szenen mit Balu finde ich sehr entzückend. Die Szenen mit Shir Khan sind auch eindrucksvoll und haben mir tatsächlich Furcht eingeflößt.

Mogli und seine Ziehmutter Raksha, die von Heike Makatsch synchronisiert wird. Bild: Walt Disney Pictures

"The Jungle Book" ist nach "Tarzan" Ihre zweite Kooperation mit Disney. Welche Beziehung haben Sie persönlich zu Disney?

Makatsch: Bereits in meiner Jugend habe ich sehr viele Disneyfilme im Kino gesehen, die mich allesamt stark berührt haben. Da wurde schon sehr auf der emotionalen Klaviatur gespielt. "Bambi" war der erste Film, den ich je im Kino sah. Aber auch heutzutage schaue ich die alten Klassiker noch gerne an.

Sie sind mittlerweile 20 Jahre im Filmgeschäft. Gibt es noch irgendwelche Ziele, die Sie unbedingt in Ihrer Karriere erreichen möchten?

Makatsch: Da gibt es noch viel. Ich lasse mich immer gerne überraschen, aber da kann noch einiges kommen (lacht).

Sie erwähnen gerade, dass noch einiges kommen kann: Können Sie uns einen kurzen Ausblick auf Ihre kommenden Projekte geben?

Makatsch: Am 17.4. kommt im ZDF ein Film mit Jessica Schwarz, Benno Fürmann und mir, "Zweimal zweites Leben". Ins Kino kommt dann noch "Rico, Oskar und der Diebstahlstein", in dem ich eine kleine Rolle spiele. Und jetzt fange ich in Mannheim mit Dreharbeiten zum Kinofilm "Fremde Tochter" an. Darin geht es um eine junge Frau, meine Tochter, die zum Islam konvertiert.

Vielen Dank für das sehr nette und interessante Interview.

"The Jungle Book" läuft ab dem 14. April 2016 in den deutschen Kinos.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

qus/news.de

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

0 Kommentare
Kommentar schreiben

noch 600 Zeichen übrig

Empfehlungen für den news.de-Leser