Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 11.07.2015, 13.07 Uhr

Jason Clarke in "Terminator Genisys": "Ja, es wird zwei weitere Terminator-Filme geben!"

In jedem "Terminator"-Film ist John Connor die Schlüsselfigur der Ereignisse, weshalb die Terminatoren danach trachten, ihn oder seine Mutter in jedem Zeitstrom auszulöschen. 2015 durfte der Australier Jason Clarke die Rolle des Rebellen übernehmen. News.de traf den Schauspieler in Berlin zum Interview.

Die Sonnenbrille tief ins Gesicht gezogen betritt Jason Clarke das Interviewzimmer. Man merkt ihm den Hangover nach der vorangegangenen Premierennacht an. Aber kein Grund, ihn nicht mit spannenden Fragen zu löchern. Würde nicht plötzlich Arnold Schwarzenegger in der Tür stehen und seine Späßchen machen. So animierte er die Journalisten, Jason zu fragen, ob er sich zu Hause manchmal wie ein Sklave fühlt. Mal sehen, ob sich jemand traut, die Frage zu stellen.

News.de-Redakteurin Susett Queisert traf den Australier Jason Clarke, der John Connor in "Terminator Genisys" spielt, in Berlin. Bild: Paramount Pictures

Mister Clarke, wie geht es Ihrem Hangover nach der Premierenfeier?

Jason Clarke: Es ist ok. Arnold ist unglaublich, oder? Erst trifft er sich mit Politikern wie Gorbatschow und im nächsten Augenblick unterhält er sich mit dir über Schuhe.

Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie ihn das erste Mal trafen? Waren Sie nervös?

Clarke: Es ist Arnold Schwarzenegger! Ich war in der High School, als er der größte Filmstar der Welt wurde. Ich denke, er ist einer der wenigen echten Filmstars da draußen.

Aber für einen Schauspieler ist er kein richtiges Vorbild?

Clarke: Aber klar! Es hängt davon ab, nach was man strebt. Daniel Day Lewis ist großartig, und Gary Oldman war schon immer einer meiner Vorbilder. Arnold ist einfach eine andere Art Schauspieler. Aber die Karriere die er machte, die Entscheidungen, die er traf, ist bewundernswert. Und er liebt das Filmbusiness, so dass es ihm nie langweilig wird. Er erschuf sogar ein eigenes Genre.

John Connor und Kyle Reese (Jay Courtney) im gemeinsamen Kampf gegen die Maschinen. Bild: Paramount Pictures

War es befriedigend oder erschreckend, ihn im Film verprügeln zu dürfen?

Clarke: Es war gut! Es macht Spaß, mit Arnold zu arbeiten. Er weiß, wie man sich in Kampfszenen bewegt und hilft einem dabei.

Arnold Schwarzenegger will Präsident werden

Wie war es für Sie, sich das erste Mal neben Arnold Schwarzenegger auf der Leinwand zu sehen?

Clarke: Ich habe den Film bis heute nicht gesehen, nur immer ein paar Szenen. Gestern war ich zu müde, um mir den Film anzuschauen, und vor der Premiere war er einfach noch nicht fertig gestellt. Haben Sie den Film gesehen? In Deutsch oder synchronisiert?

Synchronisiert.

Clarke: Es ist immer witzig, wenn man es synchronisiert hört. Vor allem mit japanischer Stimme. Meine französische Stimme kenne ich, die ist etwas höher als ich. Ich denke mir dann immer: "Mensch, sprich tiefer!" Spanisch ist auch sehr lustig, es ist eine so schnelle Sprache. Schade, ich hätte gern meine deutsche Stimme gehört.

Jason Clarke in seiner Rolle als John Connor - sehr überzeugend! Bild: Paramount Pictures

Was hat Sie angetrieben, bei diesem Film mitzuwirken?

Clarke: Selbstverständlich Teil eines solch großen Blockbuster zu sein. Aber auch der Science-Fiction-Aspekt sprach mich an... Ich habe für drei Filme unterschrieben, und wenn der jetzt erste erfolgreich wird, werde ich auch in den anderen dabei sein. Jetzt habe ich die Katze aus dem Sacke gelassen, was?! (lacht)

Welcher "Terminator"-Film gefällt ihnen von den jetzt fünf am besten?

Clarke: Die ersten beiden. Sie sind beide so gut, vor allem der Zweite.

Lesen Sie hier: So ist "Terminator Genisys"

Nehmen wir an, Zeitreisen wie in den "Terminator"-Filmen, wären möglich. Wohin würden Sie reisen und warum?

Clarke: Aktuell arbeite ich an einen Film über den Zweiten Weltkrieg. Ich las Bücher über die Zeit in Berlin. Ich denke, ich würde an das Kriegsende des Zweiten Weltkriegs reisen wollen.

Dann bliebe ja nur noch eine Frage offen: Fühlen Sie sich zu Hause wie ein Sklave?

Clarke: Am Ende des Tages fühlen wir uns alle wie Sklaven, ist es nicht so?! Was Arnold mit der Frage meinte, war, dass ich ihn mal zu mir einlud und dann absagen musste, weil meine Schwiegermutter in der Stadt war und sie mir nie verziehen hätte, wenn ich sie hätte ausladen müssen. Das fand er wahnsinnig lustig!

Bevor Jason Clarke endlich zu Bett gehen und seinen Kater ausschlafen kann, muss er noch eine Interviewrunde überstehen. Wir hoffen, er hat es geschafft.

VIDEO: Terminator mit Perücke | Jason Clarke Filmcheck

„Terminator Genisys" läuft seit dem 9. Juli 2015 auf den deutschen Kinoleinwänden.

qus/Ife/news.de

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