Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 19.06.2015, 09.00 Uhr

Big Game: Samuel L. Jackson war dem Tode nah

Samuel L. Jackson ist einer der Schauspieler, die man gern auf der Leinwand sieht. Ob "Pulp Fiction", "Captain America" oder jetzt "Big Game", der Entertainer ist im Film genauso wie im echten Leben: Einfach nur unterhaltsam!

In der deutsch-finnischen Produktion "Big Game", in der Samuel L. Jackson den Präsidenten der Vereinigten Staaten spielt, gerät die Air Force One in das Fadenkreuz eines wahnsinnigen Terroristen. Dem Präsidenten bleibt nur der Abwurf in einer Rettungskapsel, die mitten in den finnischen Bergen landet. Dort findet ihn ein kleiner Junge, der sich gerade auf einem Männlichkeits-Ritual befindet. Gemeinsam versuchen Sie, den Fängen des Terroristen zu entkommen und geraten dabei von einem Abenteuer ins nächste.

News.de-Redakteurin Susett Queisert traf Samuel L. Jackson in Berlin und sprach mit ihm über die Dreharbeiten in Berlin, Mut und die Arbeit mit Quentin Tarantino.

Die Kommunikations-Möglichkeiten sind für den Präsidenten Moore (Samuel L. Jackson) äußerst begrenzt. Bild: © 2015 Ascot Elite Filmverleih GmbH

Haben Sie sich den Film angesehen?

Samuel L. Jackson: Nein, hab ich nicht. Wie ist er so?

Der Film ist eine deutsche Produktion und wurde nicht - wie zu erwarten wäre – in Finnland, sondern in Bayern gedreht. Welchen Eindruck hatten Sie von Bayern?

Jackson: Beim Dreh bekommt man nicht so mit, was drumherum geschieht. Ich habe es genossen, dort zu sein und jeden Tag mit dem Lift in die Berge zu fahren. Es war inspirierend. Man sah Menschen beim Wandern, mit ihren Hunden und sogar Menschen im Rollstuhl. Wir übernachteten – wie die Teilnehmer beim G7 Gipfel – drei Wochen auf Schloss Elmau und es war sehr schön, dort jeden Abend heimzukehren. Kein schlechter Ort.

Haben Sie auch Ihre Deutschkenntnisse aufgebessert?

Jackson: Sie meinen mehr als "Guten Tag"? Nein. Es war nicht nötig.

Was hat Sie letztlich dazu bewegt, bei "Big Game" mitzuspielen? Zögerten Sie zunächst, da es sich um eine europäische Produktion handelte?

Jackson: Ich mag die Geschichte, ich dachte, es wäre eine gute Möglichkeit, eine Geschichte über das Erwachsenwerden innerhalb eines Actionfilms zu zeigen. Es ist ein Familienfilm über ein Kind, das etwas über sich selbst lernt und einen Typen, der der mächtigste Mann der Welt ist, aber in eine Situation gerät, in der er entmachtet wird. Er gerät dabei in die Hände des Jungen, der ihm quasi das Leben rettet. Dieses hat, wie der Präsident, zwar eine Meinung von sich, aber er weiß auch, dass die Leute in seinem Dorf denken, dass er fehlschlagen wird, egal was er tut. Zudem wollte ich schon immer einen Film in Deutschland drehen also dachte ich mir, auf nach Deutschland, mal schauen, wie es dort ist.

War es auch physisch sehr anstrengend?

Jackson: Für meinen Stuntman schon (lacht).

Und was war für Sie die gefährlichste Situation?

Jackson: Sie steckten mich in diese Kühltruhe und töteten mich beinahe. Das dachte ich zumindest. Leider bin ich nicht ganz unbeschadet da rausgekommen. (Er zeigt uns eine Beule auf seiner Schulter, die nicht wieder wegging)

Präsident Moore (Samuel L. Jackson, links) hatte sich seinen Aufenthalt in Finnland nicht ganz so aufregend vorgestellt. Auch Oskari (Onni Tommila, rechts) hat etwas anderes von seinem Ausflug erwartet. Bild: © 2015 Ascot Elite Filmverleih GmbH

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