Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 17.06.2015, 22.43 Uhr

Jurassic World: Regisseur Colin Trevorrow will keine Fortsetzung

Bereits am ersten Wochenende spielte sich "Jurassic World" mit über 500 Millionen Dollar in die Rekordlisten und Hauptdarsteller Chris Pratt verriet jüngst in einem Interview, bereits für weitere Filme unterschrieben zu haben. Sollte alles umsonst sein?

Sie kennen Colin Trevorrow nicht? Dem 38-jährigen Regisseur ist einer der rekordverdächtigsten Kinostartwochenenden überhaupt gelungen. Sein Film "Jurassic World" spielte an nur einem Wochenende über 500 Millionen Dollar ein. Ansonten ist der Filmemacher noch recht unbekannt, seine aktuelle Leistung wird dies aber zügig ändern.

News.de-Redakteurin Susett Queisert traf den Kalifornier auf der Pressetour in Berlin und sprach mit ihm über Schauspieler Chris Pratt, Regie-Legende Steven Spielberg und die Möglichkeiten einer Fortsetzung.

Regisseur Colin Trevorrow und Schauspieler Chris Pratt sprachen mit news.de über "Jurassic World". Bild: Universal Pictures Germany

Jurassic World auf Rekordjagd

Es wurde ja schon länger über einen weiteren "Jurassic Park"-Film gesprochen. Wie kamen Sie zu dem Projekt?

Colin Trevorrow: Seit zwölf Jahren sprach man darüber, einen neuen "Jurassic Park"-Film zu machen und es gab auch immer diverse Drehbücher. Bei Steven Spielberg keimte dann so langsam die Idee, dass der Park in einem neuen Film wirklich existieren sollte. Mich rief Frank Marshall (Anm.d.Red.: Produzent) an und fragte, ob ich nicht daran Interesse hätte, mitzuwirken. Meine erste Reaktion war zunächst Angst. Aber nicht, weil ich dachte, ich könnte das nicht schaffen, sondern eher die Angst davor, ein Phantom zu erschaffen, immerhin sind die Filme sehr erfolgreich gewesen. Wir sprachen über das Drehbuch und es gab viele interessante Themen, die er vorschlug. Nicht nur der Themenpark an sich, sondern auch das Raptorentraining und unsere Beziehung zu Tieren, wenn Geld im Spiel ist, waren darin ein Thema. Da dachte ich, das könnte ein Film werden, der sowohl spannend als auch erschreckend sein wird.

Wie erschreckend war es denn, dass Ihnen Steven Spielberg während des Drehs über die Schulter guckt?

Trevorrow: Das wäre wirklich erschreckend gewesen (lacht). Aber das ist nie passiert. Er war sehr hilfreich und sehr ins Drehbuch involviert. Als das Drehbuch soweit fertig war, dass er meinte, ok, so könnt ihr drehen, hat er sich zurückgezogen und hat seinen Film (Anm.d.Red.: Bridge of Spies – Der Unterhändler) weiterverfolgt. Er schrieb mir während der Dreharbeiten Mails und gab mir Tipps, wenn ich beim Dreh etwas anders machen könnte, als er es gesehen hat. Aber im Großen und Ganzen fand er gut, was ist tat und ließ mich machen.

VIDEO: Jurassic World - Trailer 3 (Deutsch) HD

Lief Ihnen ein eiskalter Schauer über den Rücken, als Steven Spielberg und Sie den Film das erste Mal auf der Leinwand sahen?

Trevorrow: Ich dachte mir, er wird den Film schon mögen. Es liegt in meinem Ermessen, darüber zu urteilen, was er wohl denken wird. Was ich an seiner Rückmeldung mochte, war, dass er zu mir meinte, die ersten zwanzig Minuten habe er als Produzent gesehen und danach vollkommen vergessen hat, dass er der Produzent ist und hat angefangen, den Film zu schauen. Steven war sehr zuvorkommend und er ist ein "großartiger Produzent, gemixt mit einem riesigen Fan".

Es war nicht Spielberg, der Chris Pratt für die Rolle des Owen Grady wollte, zumal er auch noch nicht mit "Guardians oft the Galaxy" fertig war. Was sahen Sie in ihm?

Trevorrow: Ich sah jemanden, mit dem sich die Leute identifizieren können. Jemanden, den sie kennen. Da ist etwas an ihm, dass dich entwaffnen und dich wohlfühlen lässt als wäre er ein Freund. Das passiert im Leben und das passiert auch auf der Leinwand. Manche große Filmstars werden sehr distanziert in ihrer Präsenz auf der Leinwand. Er aber strahlt diese Wärme aus, nach der ich gesucht habe. Die Filme, die ich schon als Kind mochte, zeigten immer Menschen, mit denen man abhängen wollte, mit denen man Abenteuer erleben und zu denen man gehören wollte. Bryce Dallas Howards Charakter hatte diese Ausstrahlung erst nicht, aber umso mehr sie gezeigt wird, umso mehr identifiziert man sich mit ihr. Ich fand es sehr mutig, dass sie die Rolle übernahm, denn ich mag es, Charakter zu sehen, die man erst nicht mag und in die man sich langsam verliebt, während sie sich verändern. So war es mit Bryce Charakter und mit Nick Robinsons' (Anm.d.Red.: Spielt einen der Neffen im Film). Das ist sehr nah am Leben, denn wir alle kennen Menschen, wo wir uns wünschen würden, sie würden sich ändern.

Chris Pratt als Dinoflüsterer war ein Risiko

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