Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 11.06.2015, 00.11 Uhr

"Jurassic World" Filmkritik: Größer! Schneller! Lauter! Und noch mehr Zähne!

Der Fortschritt ist auch im urzeitlichsten Themenpark, den die Kinoleinwände erschaffen haben, nicht stehen geblieben. Mehr als zwanzig Jahre nach "Jurassic Park" wurde der Traum von John Hammond endlich Wirklichkeit: Der Park ist eröffnet. Es git nur einen kleinen Haken...

Über 20 Jahre ist es her, seit Steven Spielberg die Urzeitmonster in "Jurassic Park" zum Leben erweckte. In "Jurassic World" wurde der Park endlich eröffnet. Doch statt friedlicher Themenparkatmosphäre hängt das Überleben der Menschen am seidenen Faden.

Owen Grady (Chris Pratt), der Dinoflüsterer, in Aktion. Bild: Universal Pictures Germany

Als wären Dinosaurier nicht schon spannend genug, lechzen die Besucher des Parks nach immer aufregenderen, gefährlicheren Urzeitmonstern. Daraufhin kreiert der Genetiker Dr. Heny Wu (BD Wong) einen "Superdinosaurier" aus einer großen Brise T-Rex und würzt diesen mit weiteren tödlichen Zutaten. Heraus kommt der gentisch erschaffene Indominus Rex. Als diese tödliche Bedrohung durch - wie sollte es anders sein - einen menschliche Fehler ausbricht, steht das Leben aller auf der Insel auf dem Spiel, denn der Designerdino mordet aus reiner Lust am Töten.

Claire Dearing (Bryce Dallas Howard), die für die Überwachung des Parks zuständig ist, bleibt nur die Wahl, diesen zu evakuieren, während der Indominus Rex eine Schneise der Verwüstung und des Todes hinterlässt. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, befinden sich auch noch ihre zwei Neffen Zach (Nick Robinson) und Gray (Ty Simpkins) mitten im Urwald und geraten in die Fänge des Sauriers. Jetzt kann nur noch der Raptoren-Flüsterer und Militärexperte Owen Grady (Chris Pratt) helfen, die Jungs zu finden und dem Superdino das Handwerk zu legen. Dabei nutzen sie auch die Hilfe eines alten Freundes...

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VIDEO: Jurassic World - Trailer 2 (Deutsch) HD

Die Ära der Dinosaurier

Die 90er Jahre, in denen "Jurassic Park" erschien und Millionen in die Kinos lockte, war die Ära der Dinosaurier. Zeitschriften, Figuren und allerhand Merchandise rund um die ausgestorbenen Urzeitviecher füllten damals die Wohnzimmer. Lange Zeit war es ruhig um die beliebten Saurier und der Computer schlug wie ein Asteroid in die Kinderzimmer ein und vernichtete alles, was einmal an die ausgestorbenen Echsen erinnerte.

Umso erstaunlicher ist es, dass 22 Jahre nach dem ersten Film erneut versucht wird, an diese Epoche und den Erfolg anzuknüpfen. Der noch wenig bekannte Regsiseur Colin Trevorrow erkannte das Potential der Echsen, entwickelte zusammen mit Altmeister Steven Spielberg eine packende Story, holte sich frische Schauspieler ins Boot und drehte einen Actionblockbuster, der einem den Atem stocken lässt.

Parallel wird die Geschichte der beiden Jungs Zach und Grey erzählt, die zugleich die Neffen von Parkchefin Claire sind. Bild: Universal Pictures Germany

Groß! Größer! Indominus!

Trevorrow ist gelungen, was niemand für möglich hielt: Er packte den Geist von "Jurassic Park" in ein Dinoei, brütete über zwanzig Jahre darüber und erschuf ein gigantisches Actionspektakel mit saurierstarken Effekten.

Bis zum Showdown glänzt "Jurassic World" mit einem riesigen Aufgebot an Dinosauriern, einer Menge Witz und Charme, was vor allem Newcomer und Überflieger Chris Pratt zu verdanken ist, sowie einer Story, die sich am roten Faden des Franchise orientiert, dabei aber nicht altbacken oder abgedroschen daher kommt.

Chris Pratt in der Jojo-Falle!

Auf die elektrischen Attrappen, die Naivität der Schauspieler und die Faszination der Urzeitmonster dieser Tage kann man heute leider - oder zum Glück - nicht mehr zurückgreifen, aber dennoch vermag "Jurassic World" eine neue Ära der Dinosaurier einzuläuten. Nur dieses Mal viel größer, lauter - und mit mehr Zähnen! Unbedingt reinschauen!

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qus/news.de

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