Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 11.06.2015, 17.17 Uhr

Chris Pratt im Interview: "Es ist erfrischend, ein Sexsymbol zu sein"

Mit "Guardians of the Galaxy" stieg Chris Pratt in den Hollywood-Olymp auf. Doch im Gegensatz zu seinen Kollegen ist der Schauspieler auf dem Boden geblieben und weiß mit Witz und Charme im Interview zu begeistern.

Hollywood-Liebling Chris Pratt war in Berlin zu Gast und stellte dort seinen neuen Film "Jurassic World" vor. In diesem spielt er die Rolle von Owen Grady, einem Militärexperte, der sich der Kommunikation mit den Raptoren verschrieben hat. Als der wohl gefährlichste Saurier des Parks ausbricht und die Touristen Gefahr laufen, sein nächstes Mittagsmahl zu werden, hilft er mit, den Dino zur Strecke zu bringen.

News.de-Redakteurin Susett Queisert traf den sympathischen Schauspieler zum Interview und sprach mit ihm über seine Rolle in "Jurassic World", seine Schauspielanfänge und seine Familie.

Als Sie für "Jurassic World" gecastet wurden, war "Guardians of the Galaxy" noch gar nicht im Kino, stimmt das?

Chris Pratt: Ja, das stimmt. Der Marvel-Film war zwar abgedreht, aber noch nicht draußen. Sie sind mit mir also ein ganz schönes Risiko eingegangen.

Chris Pratt ist Hollywoods neuer Liebling

Chris Pratt war in Berlin zu Gast, um seinen Film "Jurassic World" vorzustellen. Bild: Universal Pictures International Germany

Die wussten also damals schon, dass Sie der nächste große Hollywood-Star werden?

Pratt: Nein, das wussten sie nicht. Ich denke, niemand hätte damals gedacht, dass "Guardians of the Galaxy" so erfolgreich werden würde. Ich wusste es zumindest nicht, Marvel wohl auch nicht. Wir wussten zwar, dass wir etwas Großartiges geschaffen hatten, ebenso wie mit diesem Film (Jurassic World), aber bis man den Film und dessen Reaktionen nicht komplett auf der Leinwand sieht, weiß man nicht, ob man richtig liegt.

Fühlt es sich für Sie so an, als wären Sie nun im Hollywood-Olymp angekommen?

Pratt: Ich glaube, das muss ich erst noch beweisen und noch mehr arbeiten. Ich habe die Möglichkeit, mit großartigen Filmemachern zusammenzuarbeiten und bekomme Zugang zu tollem Material. Und gerade solche Pressetouren können dein Ego gewaltig zum Platzen bringen. Aber ich versuche, mir auch künftig treu zu bleiben.

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Vin Diesel hat von Steven Spielberg den entscheidenden Tipp bekommen, auch mal "Nein" zu sagen. Können Sie sich dem anschließen?

Pratt: Ja. Ich habe zwar nie den Ratschlag von Steven Spielberg bekommen, aber ich kann bestätigen, wie wichtig es ist, auch mal nein zu sagen. Das ist nicht leicht, besonders, da es lange Zeit jemand anderen gabe, der ja oder nein sagte. Das war letztlich nicht ich, sondern jemand anderes. Ich sprach für wirklich alles vor und die Filme, die ich machen wollte, bekam ich nicht. Jetzt habe ich das zu meinem eigenen Bereich gemacht und kann es mir leisten, auch mal nein zu etwas zu sagen, da ich nicht mehr vorsprechen muss. Man sendet mir das Material und fragt mich, was ich dazu denke. Aber klar, mein erster Instinkt ist immer noch: 'Jaaaa! Ja, ich mache alles.' Aber ich habe tolle Menschen und einen wunderbaren Manager mit gutem Geschmack um mich, die mich darin unterstützten.

In den 90ern haben Sie sich "Jurassic Park" zweimal am Startwochenende angeschaut. Wie war Ihre Reaktion, als Sie hörten, Sie machen einen weiteren Film. Musste man da nicht skeptisch werden?

Pratt: Ja, das war ich auch. Es hat mich nicht überrascht, dass man wieder einen Film drehen wollte, aber es machte Sinn, denn die anderen waren ja sehr erfolgreich. Ich war dennoch skeptisch. Bei meinem ersten Treffen mit Colin (Trevorrow, Regisseur) dachte ich nur, wieso machst er das? Ich glaube, während ich "Zero Dark Thirty" drehte, fragt ich ihn das erste Mal diese Frage. Er antworte darauf: "Du musst dir die Geschichte anhören!" Er erzählte mir von den Charakteren und dass der Park eröffnet wurde. Welche Themen der Film behandelt und wie sich unsere Beziehung zur Wissenschaft nach 22 Jahren verändert hat. Und als er mir die Ideen erzählte fühlte es sich total originär an. Es fühlte sich an, als würde der Film für sich selbst stehen, auch wenn er auf dem Franchise aufbaut. Und man muss die vorherigen Filme nicht gesehen haben, um diesen zu verstehen.

VIDEO: Schauspieler Chris Pratt wog mal 136 Kilo
Video: zoomin.tv

Kann man die Idee von "Jurassic World", dass alles größer und atemberaubender sein muss, auch auf die Filmwelt, speziell Hollywood beziehen?

Pratt: Aber total! Größer, lauter, schneller, mehr Zähne! Man versucht eine Generation zu faszinieren, die schwer zu fesseln ist. Und alles hängt vom Profit ab. Aber ich denke, Colin hat diese Tatsache nicht ignoriert und nutzt den Film selbst, um die Maschinerie widerzuspiegeln. Indominus Rex ist nicht nur eine gute Idee für den Film, sondern auch eine Spiegelfigur für Hollywood.

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