Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 12.05.2015, 08.22 Uhr

Pitch Perfect 2: Die Sache mit dem "N-Wort"

Wie hat sich die Arbeit während der Dreharbeiten geändert, nachdem im ersten Film ein Mann, nun mit Elizabeth Banks eine Frau die Fäden in der Hand hielt?

Rebel: Es waren zwei sehr verschiedene Erfahrungen. Jason Moore ist ein sehr bekannter Produzent, der auch Musicals macht. Er hat uns alle gecastet und keiner hatte irgendwelche Erwartungen an den Film. Es hat einfach nur Spaß gemacht. Im zweiten Film gab es dagegen viel mehr Druck und auch die Erwartungen waren höher. Elizabeth hatte einen ganz anderen Stil und war auch viel direkter als wir dachten, dass sie es sein wird. Sie machte es uns nicht leicht, wir filmten auch mitten im Sommer unter sehr heißen Bedingungen. Aber weil sie eben eine Frau ist, hat sie auch sehr viel Wert auf eine gute emotionale Geschichte gelegt, mit der sich die Menschen identifizieren können. Die Charaktere haben sich eben weiterentwickelt. Sie war auch diejenige, die das Buch damals fand, auf dem der Film basierte.

Wie war und wird wohl die Reaktion der Fans auf den zweiten Teil sein? Immerhin kennen diese ja viele bekannte Sätze von Ihnen und Ihren Kolleginnen.

Rebel: Ja, Menschen tragen sogar T-Shirts mit meinen Sprüchen drauf. Und Social Media macht es natürlich einfacher, Rückmeldung von den Fans zu bekommen. Als ich das Drehbuch für "Pitch Perfect" las, dachte ich mir, cool, das ist ein Film, den ICH mir anschauen würde. Aber es war nur ein 14 Millionen Dollar Film, wir hätten also nie mit dem Erfolg gerechnet. Wir wussten nicht mal, ob er auf der ganzen Welt gezeigt wird.

Sie sind also schon eine Art Vorbild?

Rebel: Ja, irgendwie. Ich ging sogar zurück zu meiner alten Schule, traf auf meine Mathelehrerin und sie meinte, ich wäre viel besser mit meinem Schauspiel geworden (lacht). Und ich fragte nur: "Ist das jetzt ein Kompliment?!" Australier können in dieser Hinsicht echt komisch sein. Aber meine Eltern bringen mich immer wieder auf den Boden zurück.

Die Dialoge von Fat Amy, sind die rein improvisiert oder stehen sie so haargenau im Drehbuch?

Rebel: Es gibt bereits im Drehbuch viele gute Witze, da aber Adam DeVine (spielt "Bumper" in den beiden "Pitch Perfect"-Filmen) und ich viel Standup-Comedy gemacht haben, haben wir etwas Freiraum bekommen, was die Dialoge angeht. Wir improvisierten also recht viel.

Wir würden Sie selbst Ihren Sinn für Humor beschreiben?

Rebel: Ich denke, er ist sehr trocken. Und auch sehr frech. (lacht) Meine Witze sind manchmal echt hart an der Grenze, so dass sie es teilweise auch nicht in den Film geschafft haben. Zum Beispiel sagte ich in einer der Anfangsszenen: "Es ist nicht so, dass meine Vagina das 'N-Wort' gewürdigt hätte." Aber gerade die N-Wort-Witze sind sehr heikel, so ließen wir dies weg.

"Pitch Perfect 2" läuft ab dem 14. Mai 2015 in den deutschen Kinos. Bild: Universal Pictures Germany

Sind Sie mit Ihrem Humor also auch schon einmal über das Ziel hinausgeschossen?

Rebel: Ich mache keine Witze über Vergewaltigungen oder schwere Krankheiten. Es kommt immer auf den Witz an. Auch wenn es nicht die eigene persönliche Meinung ist kann er doch eine Reaktion hervorrufen.

Aber im Film machen Sie sich auch über die Deutschen lustig!

Rebel: Nein, aber ich mag doch die Deutschen. Sie sind sexy und mögen es zu tanzen (lacht).

Sie bringen in Kürze auch Ihre erste Modelinie auf den Markt, wie vereinbart sich diese Mode mit Ihrem privaten Stil?

Rebel: Die Linie wird eine Plus-Size-Kollektion mit etwas Couture sein. Privat trage ich am liebsten Jogginghose und T-Shirt. Aber da ich viel reise und auch oft in der Öffentlichkeit stehe, versuche ich, mich etwas modischer zu kleiden.

Welche Aspekte sind für Sie bei der Wahl eines Films wichtig? Was würden Sie gern einmal drehen?

Rebel: Ich würde gern einen Action-Hongkong-Film drehen. Ich haben Martial Arts trainiert und ich liebe diese chinesischen Filme. Ich war ein riesiger Fan von Jackie Chan und all seines Humors und seiner Kraft, die er in die Filme einbrachte.

Aber den Eröffnungsstunt haben Sie im Film nicht selbst gemacht?

Rebel: Doch, das war ich. Ich habe fünf Wochen trainiert, damit ich diesen Stunt selbst machen konnte. Allerdings nur dreimal, da ich doch sehr Angst hatte, verletzt zu werden. Aber es gibt eine Dokumentation über mein Training, welches später auf der DVD zu sehen sein wird, da sieht man, wie anstrengend es war.

Vielen Dank für das nette Interview.

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qus/loc/news.de

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