Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 23.04.2015, 23.54 Uhr

Avengers - Age of Ultron: Jetzt im Kino - Top oder Flop?

Drei Jahre sind vergangen, seit sich die Helden aus dem Marvel-Universum verbündeten, um Loki, einen nordischen Gott Asgards und Thors Bruder, von seinen teuflischen Plänen abzuhalten. Dieses Mal müssen sich die Avengers einem mächtigeren Gegner stellen.

Die Gruppe der "Avengers", bestehend aus Hulk (Mark Ruffalo), Ironman (Robert Downey Jr.), Thor (Chris Hemsworth), Captain America (Chris Evans), Black Widow (Scarlett Johansson) und Hawkeye (Jeremy Renner) hat sich in der Welt der Menschen einen Ruf erarbeitet und wird seit ihrem Aufeinandertreffen in New York in "Avengers" von jederman gemocht - oder oben auch gehasst. Ihre Technologien haben sich seitdem weiterentwickelt und es haben sich mitunter Freundschaften zwischen den einzelnen Helden entwickelt.

Doch wie immer hat Tony Stark, alias Iron Man, abstruse Ideen und so kommt es, wie es kommen musste: Er erschafft eine künstliche Intelligenz, Ultron. Dieser entwickelt in der in ihm upgeloadeten Verstand den Plan, die Menschheit vor den Avengers zu beschützen und so kommt es - mal wieder - zu einer riesige Schlacht, in der die Avengers zusammen versuchen, die Pläne Ultrons zu vereitelt und die globalen Auswirkungen seines Handelns zu stoppen.

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Liebesgeflüster im Actionwirrwarr

Der Film "Avengers - Age of Ultron" liefert schon zu Beginn alles, was der Greenscreen und die Computeranimation hergeben: Mitten in einem verschneiten Wald metzeln die Superhelden alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt. Ob ein springend animierter Thor, ein alles niederrennender Hulk oder Hawkeyes unwirkliche Treffsicherheit, Marvel möchte schon zu Beginn das ganze Pulver verschießen und zeigen, wie sie sich über die Jahre weiterentwickelt haben. Man wird förmlich von Action überrumpelt und muss zudem noch den ersten Liebesschwüre zwischen Black Widow und Bruce Banner, alias Hulk, lauschen - das ist wirklich zuviel des Guten.

Die Avengers sind zurück: The Hulk, Captain America, Thor, Ironman, Black Widow und Hawkeye. Bild: Walt Disney Pictures

Zum Glück fängt sich der Film dann wieder und brilliert, wie für Marvel typisch, mit fantastischen Aufnahmen und tollem Schauspieler, vor allem einem hervorrangenden James Spader als Ultron, der - mit Hilfe von Performance Capturing - durch seine menschlichen Züge und seine redegewandte Art gar nicht mehr wie eine künstliche Intelligenz wirkt. Hier zeigt sich die Qualität des Ausnahmeschauspielers, der aktuell in der Fernsehserie "The Blacklist" zu sehen ist.

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Neulinge bringen frischen Wind

Eine Brise Frische und Lebendigkeit bringen auch die beiden Neuzugänge Scarlett Witch (Elizabeth Olsen, die kleine Schwester der bekannten Olsen-Zwillinge aus "Full House") und Quicksilver (Aaron Taylor-Johnson) in den Film, welche mit ihren Kräften aber auch mit ihrer zurückhaltenden Art zu schauspielern einen guten Gegenpol zu den alten Hasen wie Robert Downey Jr. oder Jeremy Renner bilden. Gerade ersterer, so könnte der Eindruck entstehen, spult sein Können in jeder Szene einfach nur ab, in der Gewissheit, dass ihm die Rolle des Ironman bis auf weiteres sicher ist.

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Schauspieler und Hollywood-Größe James Spader verkörpert mittels Performance Capturing "Bösewicht" Ultron. Bild: Walt Disney Pictures

Eher befremdlich wirkt zunächst Vision, der von Paul Bettany verkörpert wird. Dieser "Über-Held" scheint wahrlich über den Dingen zu fliegen, ein höheres Bewusstsein zu besitzen und mit seiner kindlich naiven aber doch intellektuellen Art allen anderen Avengers überlegen zu sein. Es wird - auch für weitere Verfilmungen mit den Avengers-Darstellern - interessant bleiben, wie sich dieser Charakter in den weiteren Abenteuern der Superhelden entwickeln wird.

VIDEO: Avengers Age of Ultron - TV Spot Die Hammer-Szene (Deutsch) HD

Top oder Flop?

Wer auf actionreiches Popcorn-Kino mit den gewohnten Superhelden-Schauspielern, zahlreichen Stunts und einer erstklassigen Animation steht, wird mit "Avengers - Age of Ultron" definitiv zufrieden gestellt werden. Der Film kann sich wahrlich als Blockbuster bezeichnen, glänzt wie immer mit Witz und Charme und lässt auch den Neulingen im Film Raum, sich zu entfalten.

An der einen oder anderen Stelle hätten wir uns etwas mehr Zurückhaltung mit den zur Verfügung stehenden Mitteln gewünscht und gerade die sehr animationsgeladene Anfangssequenz oder auch die Liebelei innerhalb des Heldenteams hätten die Köpfe hinter dem Film gern außen vor lassen können. Den Erfolg des Vorgängers wird dieser Film wohl nicht erreichen, aber er ist auf jeden Fall eine äußerst gelungene Fortsetzungen der bisherigen Marvelfilme. Fans müssen ihn sich unbedingt anschauen!

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qus/news.de

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