Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 05.03.2015, 09.22 Uhr

Hugh Jackman: Vokuhila-Alarm! Sexiest Man Alive mit Horrorfrisur

Vorne-kurz-hinten-lang ist die richtige Bezeichnung der 80er Jahre Trendfrisur Vokuhila. Und wer dachte, sie sei ausgestorben, wird im neuen Film "Chappie" mit Hugh Jackman überrascht sein, wie grauenvoll diese Frisur auch heute noch an einem Sexsymbol aussehen kann.

Die Tür des Saals im Hotel de Rome geht auf und ein freudestrahlender und gut gelaunter Hugh Jackman betritt das Zimmer. In seinem neuen Film "Chappie" spielt er einen miesen Ex-Soldaten, der alles daran setzt, den Roboter mit menschlichem Wesen den Garaus zu machen. Mit news.de sprach er an diesem Tag über seine Horrorfrisur, seine Kinder sowie seine Krebserkrankung.

In "Chappie" spielen Sie die Figur des Vincent, stilecht mit Vokuhila, kurzen Shorts und Kniestrümpfen. Stört dies nicht Ihrem Status als Sexsymbol?

Hugh Jackman: (lacht) Nein, das war mir völlig egal, ich fand es eher witzig. Schon als mir Neill (Anm.d.Red.: Blomkamp, Regisseur) eine Skizze der Figur schickte, sah ich, dass sich mein Haar wohl ändern wird. In der Skizze trug Vincent komplett blonde Haare, ich dann nur blondierte Spitzen. Im Ganzen betrachtet war das Outfit von ihm echt lächerlich, aber passend zum Charakter. Und als Schauspieler verliert man ohnehin irgendwann die Beziehung zum eigenen Haar. Die Frisur, die für die Rolle erforderlich ist, trägt man. Ich kann mich zumindest nicht daran erinnern, wann ich das letzte mal privat beim Friseur war.

Im Film selbst spielen Sie ja eine sehr misstrauisch und zuweilen gemeine und böse Figur. Wurden Sie auch schon im wahren Leben so genannt?

Jackman: Ja klar, fast täglich von meinen Kindern, denn daheim bin ich eher streng. Mein Vater hielt sehr viel von Disziplin. Dagegen bin ich zwar sehr entspannt, aber eben auch rigoros. Und auf jeden Fall strenger als meine Frau.

Sie spielen Ihnen also auch gelegentlich etwas vor?

Jackman: Wer macht das nicht? Es sind Kinder und die erzählen viel und machen Blödsinn. Ich muss dann eben so tun, als wäre ich völlig verärgert, dabei will ich nur nach nebenan gehen und mich kaputt lachen. Besonders, wenn meine Tochter irgendetwas sagt.

FOTOS: Chappie-Fanevent Hugh Jackman im Selfierausch
zurück Weiter Sony Pictures ließ sich nicht lumpen und organisierte ein riesiges Fanevent zum Kinostart von "Chappie" in der Mall of Berlin. (Foto) Foto: news.de/Verena Kuhlau Kamera

Wird es einfacher, wenn die Kinder älter werden?

Jackman: Die meisten Leute sagen, es wird mit dem Alter schwieriger. Mein Sohn ist 14 und ich empfinde das gar nicht so, er ist ganz pflegeleicht und interessiert sich eben für viele Dinge, entdeckt die Welt und lernt neue Freunde kennen.

... oder Mädchen...

Jackman: Ach ja. Da könnte ich Ihnen jetzt eine tolle Geschichte erzählen, aber mein Sohn hat mir verboten, über ihn in der Presse zu sprechen (lacht)

Ach kommen Sie, hier in Deutschland kriegt er das doch nicht mit.

Jackman: Glauben Sie mir: Auf der Welt gibt es keine Grenzen. Wenn ich Ihnen diese Geschichte erzähle, steht sie heute Nachmittag im Internet.

Und wie ist es für Ihre Kinder, so einen berühmten Vater zu haben?

Jackman: Mein Sohn findet das nicht so toll, meine Tochter ist da entspannter. Sie hat mir auch nicht nicht untersagt, Geschichten von ihr zu erzählen. Aber wenn ich aus dem Haus gehe und links steht ein Paparazzi, dann gehe ich natürlich nach rechts. Sie sagt dann immer: "Dad, die Paparazzi sind auf der anderen Seite." (lacht)

Denken Sie, "Chappie" würde Ihren Kindern gefallen?

Jackman: Meinem Sohn auf jeden Fall. Auch meiner Tochter, denn beide stehen auf Roboter und haben "Wall-E" ins Herz geschlossen. Aber für die Kleine ist "Chappie" dann doch etwas zu brutal.

Wieso sind Sie als Schauspieler nach New York gezogen und leben nicht - wie viele andere - in Los Angeles?

Jackman: Zwei Wochen, nachdem ich meine Frau kennenlernte, sagte sie zu mir: "Wenn dir etwas an unserer Beziehung liegt, solltest du darauf vorbereitet sein, in New York zu leben." Mit war das gleich, ich komme überall klar, solange meine Familie mit dabei ist.

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