Johnny Depp: "Into the Woods": Rotkäppchen und Co. auf Schnitzeljagd

Musikalische Leckerbissen dargeboten von Hollywood-Stars: Regisseur Rob Marshall weiß, wie traditionelle Märchen zeitgemäß umzusetzen sind. Johnny Depp und Co. gelingt in "Into the Woods" eine charmante Darbietung - nur ein Riese erscheint fehl am Platz.

Der Bäcker (James Corden) und seine Frau (Emily Blunt) lassen sich auf einen Deal mit der Hexe (Meryl Streep) ein

Bild: © 2014 Disney Enterprises, Inc./spot on news

"Into the Woods" ist nicht das erste Musical, das Rob Marshall (54) auf die Leinwand bringt. Schon 2002 landete der Regisseur mit "Chicago" einen Hit: Der Streifen erhielt Oscars in sechs Kategorien. Dank eines großen Star-Ensembles und einer magischen Geschichte lässt auch Marshalls neuester Streich kaum zu wünschen übrig.

Ein märchenhaftes Abenteuer beginnt

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Der Bäcker (James Corden) und seine Frau (Emily Blunt) sehnen sich nach einem Kind. Einer Schwangerschaft steht allerdings ein Fluch der bösen Hexe (Meryl Streep) im Weg. Die finstere Magierin schlägt dem Paar einen Deal vor: Wenn die beiden bestimmte Gegenstände von einigen märchenhaften Gestalten beschaffen, will sie den Bann aufheben. Um ihren Traum vom Familienglück zu verwirklichen, lassen sich die verzweifelten Bäckersleute auf das turbulente Abenteuer ein. In dessen Verlauf treffen sie unter anderem auf Rotkäppchen (Lilla Crawford) und den listigen Wolf (Johnny Depp), Rapunzel (Mackenzie Mauzy), Cinderella (Anna Kendrick) und ihren Prinzen (Chris Pine) sowie dem mit magischen Bohnen ausgestatteten Jack (Daniel Huttlestone).

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Musical-Liebhaber kommen bei "Into the Woods" voll auf ihre Kosten: Der musikalisch unterlegte Streifen hat nicht einfach nur tolle Schauspieler zu bieten, sondern wartet auch mit Gesangstalenten auf. Während Anna Kendrick (29, "Pitch Perfect") nicht zum ersten Mal ihr gesangliches Können unter Beweis stellt, überraschen auch ihre Schauspielkollegen, allen voran Pine (34, "Das gibt Ärger"), mit ordentlichen Stimmen. Regisseur Marshall scheint nichts dem Zufall überlassen zu haben, als er den Cast mit Multitalenten anreicherte.

Ein riesiger Makel

Doch neben all dem Lob lässt Rob Marshalls Film auch Kritik zu: Nachdem die ersten zwei Drittel des Streifens den Betrachter noch in ihren Bann ziehen, verliert der Film schließlich durch den Auftritt eines Riesen seine Magie. Diese trampelt der Koloss im wahrsten Sinne des Wortes nieder. Im Gegensatz zur humorvoll-bösen Hexe sorgt der Gigant mit seiner verstörenden Stimme für die ein oder andere schlaflose Nacht bei den Kindern im Publikum und ist unnötig düster dargestellt. Die Tatsache, dass eigentlich nur seine Beine zu sehen sind, lassen den Riesen zudem fehl am Platz wirken.

Fazit

"Into the Woods" lässt durch die Verknüpfung verschiedener Märchen nicht nur Kinderherzen höher schlagen - auch Musical-Fans kommen auf ihre Kosten. Wer sich von übergroßen Gestalten nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt und auch nicht zwingend auf ein klassisches Happy End aus ist, der sollte sich das singende Schauspiel-Ensemble nicht entgehen lassen.

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