Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 14.01.2015, 09.00 Uhr

Baymax-Special-Week: So wurde Baymax Leben eingehaucht

Die größte Verantwortung für die Eigenheiten der einzelnen Charaktere von Baymax - Riesiges Robowabohu lag in den Zeichnern und Designern. Damit Baymax seine Gestalt erhalten konnte, reisten Sie sogar bis ins ferne Japan.

Die Designer von Baymax - Riesiges Robowabohu standen vor einer großen Aufgabe: Sie mussten es schaffen, eine eigene Welt zu kreieren, in der sowohl große luftgefüllte Roboter als auch normale Menschen leben konnten. Dabei haben Sie es sich zur Vorgabe gemacht, eine Zukunftsstadt zu gestalten, in der es erneuerbare Energien wie Windenergie geben soll.

Die vier Designer erklären den anwesenen Journalisten, nach welchen Gesichtspunkten die Welt von Baymax erschaffen wurde. Bild: Walt Disney Pictures

Paul Felix, Production Designer, hat unter anderem schon an Bolt, Winnie Pooh und Bärenbrüder mitgearbeitet. Für die ersten beiden Filme wurde er sogar für einen Annie Award, der Auszeichnung in der Animationsbranche, nominiert. Er erklärte, dass man sich bei der Wahl der Stadt auf einen Mix aus San Francisco und Tokio einigte. So ist in verschiedenen Einstellung einen Golden Gate Bridge zu sehen, die unter starkem japanischen Einfluss steht. Bei der Anordnung der einzelnen Gebäude und Grünflächen wurde sich dagegen stark an der Geographie der amerikanischen Großstadt orientiert.

VIDEO: 'Baymax - Riesiges Robowabohu'

Um sich noch mehr mit der japanischen Kultur und der Differenzierung zur bekannten Westkultur vertraut zu machen, fuhren die Designer nach Tokio. Shiyoon Kim, Lead Character Designer, und sein Team fuhren daraufhin in die japanische Metropole und machten zahlreiche Fotos, die sie dann mittels Skizzen und Skripts in erste animierte Objekte für den Baymax-Film umwandelten. Dabei stießen sie auch auf die entscheidenen Objekte, die Baymax sein charakteristisches Gesicht gaben: große japanische Glocken. Baymax einmalige Mimik war geboren: Zwei Kreise verbunden mit einem Strich. Doch auch das Aussehen von Baymax fanden die Designer in Japan. Eine Exkursion zu Softrobotics und ein Designstudium von Sumoringern gaben den finalen Input.

San Fransokyo ist ein Mix aus San Francisco und Tokyo, gemixt mit erneuerbarer Energie und Zukunftsvisionen. Bild: Walt Disney Pictures

Character Design Supervisor Jin Kim war entscheidend für das Aussehen von Hiro verantwortlich und zögerte nicht, hierfür auch den Facebook-Account seiner Tochter auszuspionieren. Um eine Vorstellung des 14-jährigen Hauptakteurs Hiro zu gewinnen, musste auch er schauen, wo könnte der Junge herkommen, welcher Teenager sieht im ähnlich und konnte als Referenz dienen. Fündig wurde er auf dem Facebook-Account seiner Tochter, wo er einen China-Amerikaner fand, der Hiro als Vorbild diente. Ob seine Tochter von seinem Social Media Ausflug weiß, verriet er allerdings nicht.

Doch auch die anderen Charaktere in Baymax erhielten duch den Trip nach Tokio inspiration. So war Wasabi, ein Muskelprotz mit dem Gemüt einer Mimose, zunächst an das Aussehen eines Sushi-Koch angelehnt, was sich jedoch im Laufe der Zeit änderte. Lorelay Bove gab als Visual Development Artist unter anderem der Welt Sugar Rush in Ralph Reichts ihr Aussehen und war ebenso eine Inspiration für den Charakter von Honey Lemon im Film Baymax. Sie ließ sich für das Aussehen von Callaghan, dem Professor der Uni, an der Hiro die Robotik studieren will, von Schauspieler Tommy Lee Jones anregen. Aber auch die Sprecher und Stimmen der jeweiligen Figuren gaben den Designern eine Idee, was sie noch an dem einen oder anderen ändern könnten.

FREITAG geht es weiter: Vom Skript zum Storyboard

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News.de-Redakteurin Susett Queisert war einen Tag im Walt Disney Animation Studio in Burbank/CA zu Gast, um sich die Arbeit für den neuen Disney Animationsfilm Baymax anzuschauen. Eine ganze Woche berichtet sie von allem vor und hinter den Kulissen des neuen Disney-Krachers.

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