The Interview: Abgeordneter will "The Interview" im US-Kongress zeigen

Der erste Schock über Hacker-Angriffe und Terrordrohungen ist überstanden. Nun wollen immer mehr US-Amerikaner die skandalumwitterte Komödie "The Interview" retten - auch zum Wohle der Meinungsfreiheit.

Doch was zu lachen? Regisseur Evan Goldberg, James Franco und Seth Rogen (v.l.n.r.) bei der Weltpremiere von "The Interview"

Bild: Eric Charbonneau/Invision/AP/spot on news

Am Freitag hatte Sony die Reißleine gezogen: Hacker drangsalierten den Konzern mit Computerattacken und Terrordrohungen. Und sie bekamen ihren Willen. Die Komödie "The Interview" bleibt vorerst in der Schublade. Seitdem gärt es in den USA - darf man Erpressern gegen alle Grundregeln der Kunst- und Meinungsfreiheit ihren Willen geben und einen Film einstampfen?

Nun wächst täglich die Zahl der Angebote für alternative Veröffentlichungswege. Am Donnerstag mit einem spektakulären Angebot: Ein Abgeordneter des US-Repräsentantenhauses will den Film im Kapitol, dem Sitz des US-Kongresses, zeigen lassen, wie "The Hollywood Reporter" berichtet. Brad Sherman, Demokrat aus Kalifornien, bot Sony das symbolträchtige Haus in einem offenen Brief an. "'The Interview' zu zeigen, wird die Unterstützung des Kongresses für die Meinungsfreiheit demonstrieren", schreibt Sherman.

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Kurz zuvor hatte bereits eine Gruppe von Besitzern unabhängiger Kinos in den USA angeboten, den Film zu zeigen - mehrere große Ketten hatten vergangene Woche angesichts der Terrordrohungen einen Rückzieher gemacht. Ohnehin gibt es eine lange Liste von mehr oder minder ernsthaften Unterstützern: Bestseller-Autor Paulo Coelho (67, "Der Alchimist") hatte angeboten, den Streifen auf seinem Blog zu zeigen. "Von nun an entscheiden Terroristen, was wir sehen dürfen", hatte er enttäuscht geschrieben, nachdem Sony sein Angebot ignorierte. Erotik-Heftchen-Chef Larry Flint ("Hustler") will einen "Porno" aus dem Film machen.

In "The Interview" werden die Klatschjournalisten Seth Rogen (32, "Das ist das Ende") und James Franco (36, "127 Hours") vom CIA angeheuert, um den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un umzubringen. Die Satire hatte das Missfallen einer Gruppe von Hackern erregt, die sich selbst "Guardians of Peace" nennt und mit markigen Worten Gewalttaten für den Tag der offiziellen Kino-Premiere ankündigte. Unklar ist nach wie vor, ob die Gruppe mit dem Regime Kim Jong-uns in Verbindung steht.

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