Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 23.12.2014, 11.19 Uhr

Christian Bale und Ridley Scott: Kinostart Exodus - Götter und Könige: Moses mit Fettbauch und Glatze

Leicht angeschlagen, aber dennoch mit einer sehr guten Laune betraten Regisseur Ridley Scott (77) und Schauspieler Christian Bale den Raum im Berliner Hotel De Rome, um ihren neuen Film Exodus - Götter und Könige vorzustellen.

Das Christian Bale auch andere Rollen als die des Dark Knight spielen kann, hat er schon oft bewiesen. In Ridley Scotts Monumentalfilm Exodus - Götter und Könige übernimmt er erstmals eine biblische Figur, die des Propheten Moses. News.de sprach im Interview mit den beiden über die Geschichte Moses, Religion und die Darstellung Gottes.

Mister Scott, wieso wollten Sie die Geschichte Moses noch einmal erzählen?

Ridley Scott: So oft wurde die Geschichte noch gar nicht im Kino gezeigt. Die bekannteste ist natürlich Die zehn Gebote mit Charlton Heston aus dem Jahre 1956. Nur dessen Berühmtheit war es zu verdanken, dass der Film überhaupt gemacht werden konnte. Mich hat der epische Umfang gereizt, und ich wollte schon immer eine monumentales Werk schaffen.

News.de-Redakteurin Susett Queisert traf Christian Bale und Ridley Scott (v.l.) zum Interview in Berin. Joel Edgerton konnte leider nicht dabei sein. Bild: 2014 Twentieth Century Fox

Und in dessen Zentrum steht ein beduetender Mann. Aber wissen wir nicht bereits alles über Moses?

Scott: Mich überraschte es selbst, dass ich während der Recherchen neue Seiten von Moses kennen lernte. Auch wenn mein Drehbuchautor Jeffrey Caine echt nervig war, aber er kannte jedes Detail des Alten Testaments. Es war schwer zu entscheiden, welche Details man zeigen wollte, welche nicht. Die Geschichte hat so viele Leitgedanken, da musste ich wählerisch sein.

Gab es einen religiösen Hintergrund, weshalb Sie diese Verfilmung angehen wollten?

Scott: Nein, gar nicht, ich bin Agnostiker.

Und wie sieht es bei Ihnen aus, Herr Bale? Man sagt, Sie würden gar nicht an die Existenz von Moses glauben?!

Christian Bale: Diese Aussage aus einem Interview wurde nur beschränkt wiedergegeben. Ich bin wirklich nicht so fit auf dem Gebiet der Bibelforschung. Aber der aktuelle Stand der Wissenschaft ist wohl, dass es den Exodus damals so nicht gegeben haben soll. Er fand statt, aber wohl in einer anderen Epoche. Forscher machen dies an Sachen wie Ziegelsteinen fest, die in der Bibel beschrieben werden, aber die es so im alten Ägypten noch gar nicht gab.

VIDEO: Götter und Könige - Trailer 1

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Und weshalb spielen Sie dann Moses?

Bale: Moses Geschichte ist einfach unfassbar - spannend, vielschichtig und überraschend, egal, ob er nun lebte oder nicht. Er ist einer der einflussreichsten Persönlichkeiten unserer Menschheitsgeschichte und ich wollte ihn als den Mann interpretieren, den es wirklich gab. Ich wollte keine Symbolfigur darstellen, sondern einen echten Menschen, schließlich ist Moses für viele Gläubige sehr real.

Welche Inspiration hatten Sie für die Rolle?

Bale: Ich fühlte mich irgendwie klein und unwichtig, als Ridley mich fragte, ob ich diese Rolle spielen würde. Erst bei der Recherche stellte ich fest, wie faszinierend Moses war. Für stand eher die Frage im Raum, wie es Ridley schaffen wollte, dieses Acht-Stunden-Material in einen Zwei-Stunden-Film zu packen.

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