Planet der Affen: Andy Serkis: "Ich will einen Affen-Moses kreieren"

Wann immer ein computeranimierter Held über die Leinwand schreitet, stehen die Chancen gut, dass Andy Serkis der Figur Leben eingehaucht hat.

Andy Serkis hat sich einen Namen mit der Verkörperung von Computer-Figuren gemacht

Bild: Joel Ryan/Invision/AP/spot on news

Seit 15 Jahren ist Andy Serkis (50) der Meister darin, fiktive Darsteller via "Motion Capture" zum Leben zu erwecken. Als "Gollum" aus "Herr der Ringe" oder als "King Kong" aus dem gleichnamigen Film wurde der gebürtige Engländer weltberühmt.

Die Rolle des Oberprimaten "Caesar" aus den Filmen "Planet der Affen: Prevolution" und "Planet der Affen: Revolution" war es schließlich, die Serkis zum unumstrittenen Megastar seiner Zunft machte. Die Nachrichtenagentur spot on news traf Serkis jetzt bei einem Promotion-Termin für den DVD-und Bluray-Release der Sci-Fi-Fortsetzung in Los Angeles.

Die Stars aus "Planet der Affen: Revolution" stehen in diesem MyVideo-Beitrag Rede und Antwort

Serkis verriet, dass er Caesar, den Anführer der Affen, nur deshalb so gut porträtieren konnte, weil er mit ihm "eine Art Weltpolitiker kreieren wollte, der eine natürliche Veranlagung spürt, so zu führen, wie es einst Nelson Mandela tat".

VIDEO:
Video: spot on news

Auch glaubt der Darsteller mit armenischen Wurzeln, dass sich durch "Motion Capture Performance" die Schauspielerei "für immer verändert" habe und erklärt: "Die Zeit des Type-Casting ist vorbei. Ich habe einen ein Meter großen 'Ring-Junkie' in Herr der Ringe und einen Riesengorilla in 'King Kong' gespielt. Durch Motion Capture spielt deine Hautfarbe, dein Geschlecht oder deine Größe keine Rolle mehr. Solange du Talent hast, wirst du in diesem Bereich auch immer Arbeit finden", so Serkis.

In Hinblick auf die dritte Ausgabe des weltweit so erfolgreichen Franchises (allein "Planet der Affen: Revolution" spielte weltweit knapp 574 Millionen Euro ein) verriet Serkis, dass er die Entwicklung Caesars noch weiter antreiben will und "eine Art Moses aus ihm machen möchte". Bleibt die Frage, ob Regisseur Matt Reeves diese Entwicklung zur praktischen Heiligsprechung des Primaten-Anführers genauso sieht.

Auf die Frage, ob er sich schon heute auf ein baldiges Verabschieden von Ceasar vorbereitet habe, entgegnet Serkis: "Damit beschäftige ich mich in dem Moment, in dem es wirklich passiert. Aber ich weiß schon jetzt, dass es kein leichter Abschied sein wird."

spot on news

Empfehlungen für den news.de-Leser