Phil Collins: Lily Collins: "Liebe ist wie ein gutes Paar Schuhe"

Sie liebt mich, sie liebt mich nicht. Er liebt mich, er liebt mich nicht. "Love, Rosie" erzählt die Geschichte zweier Freunde, deren Liebesglück nur einen Wimpernschlag entfernt zu sein scheint.

Lily Collins bei der Premiere zu "Love, Rosie" in London

Bild: Joel Ryan/Invision/AP/spot on news

Sie ist jung, sie ist talentiert, und sie ist die Tochter von Phil Collins. Doch auch wenn sie als Kind gerne mit ihrem berühmten Vater im Aufnahmestudio war, verschlug es Lily Collins (25) ins Schauspielfach. Gemeinsam mit Sam Claflin (28) spielt sie nun in der britischen Liebeskomödie "Love, Rosie", die Adaption des Buchs "Für immer vielleicht" von Cecelia Ahern. Mit der Nachrichtenagentur spot on news spricht die 25-Jährige über ihren neuen Film, die Tücken der Liebe und der Beziehung zu ihrem Vater und der Musik.

Was hat Sie an dem Skript überzeugt?

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Lily Collins: Ich habe mich für "Love, Rosie" entschieden, weil ich schon immer eine britische Romantic-Comedy machen wollte. Es ist eine ganz besondere Art des Humors, darum liebe ich auch "Notting Hill", "Tatsächlich Liebe" und "The Holiday" so sehr. Rosie zeigt das Thema der Teen-Schwangerschaft in einem anderen Blickwinkel als die ganzen Reality-Sendungen. Häufig werden schwangere Teenager in einem negativen Licht dargestellt. Hier ist es dagegen eine sehr ermutigende Geschichte über eine junge Frau, die sich davon nicht definieren lässt. Stattdessen hilft es ihr, ihren ganz eigenen Weg zu finden.

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Was hätte denn ihr Vater gesagt, wenn Sie als Teenager schwanger geworden wären?

Collins: Ich weiß es nicht genau, aber ich hätte sicherlich die Unterstützung meiner Familie gehabt, egal welche Entscheidung ich getroffen hätte. Ich musste nie Angst haben, meinen Eltern gegenüber etwas zu sagen. Wir haben immer offene Gespräche miteinander. Ehrlichkeit ist der Schlüssel, und die Hilfe deiner Familie.

"Love, Rosie" erzählt von Alex und Rosie, die ganz klar füreinander bestimmt sind, sich aber irgendwie immer verpassen. Warum ist Liebe so kompliziert?

Collins: Das ist eine gute Frage, auf die wohl niemand eine Antwort kennt. Es gibt so viele verschiedene Definitionen und Arten von Liebe. Wenn wir uns nicht die Zeit nehmen, um herauszufinden, welche Art der Liebe es ist, wird es verwirrend. Du kannst jemanden als Freund oder Partner lieben, oder einfach nur die Tatsache, dass dich jemand zum Lachen bringt.

Stimmt es, dass man immer nur die Sachen haben will, die man nicht bekommen kann?

Collins: Liebe ist wie ein gutes Paar Schuhe: Wenn sie dir jemand wegschnappt, obwohl du sie unbedingt wolltest, wirst du sie daraufhin nur noch mehr haben wollen. Es gibt schon eine gewisse Jagdlust in dem Versuch, etwas zu erhalten, das schwer zu bekommen ist. Aber wenn du es wirklich haben willst, dann ändert sich das Gefühl auch nicht, wenn es dir gehört.

Alex und Rosie bleiben stets in Kontakt, egal wie groß die Distanz zwischen ihnen ist. Kennen Sie das auch privat?

Collins: Die meisten meiner Freunde aus der High School zogen nach New York, DC oder studierten in London. Und wenn ich an einem bestimmten Ort drehen muss, bin ich auch von meinen Freunden und Familie getrennt. Skype ist dafür eine wirklich tolle Möglichkeit, in Kontakt zu bleiben. Es ist aber auch eine ziemliche Qual, weil man die Leute zwar sieht, aber nicht bei ihnen sein kann. Aber ich bin ein großer Fan vom geschriebenen Wort, daher verfasse ich ellenlange Emails von meinen Abenteuern. Manchmal habe ich das Gefühl, mehr Kontakt mit den Leuten zu haben, die weit weg wohnen.

Wie das?

Collins: Man gibt sich mehr Mühe als bei den Freunden, die direkt die Straße runter wohnen. Man hält es für viel zu selbstverständlich, dass sie so nahe bei einem wohnen.

Was ist der beste Liebesfilm aller Zeiten?

Collins: Das ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen: "Stolz und Vorurteil", "Funny Face" und "Tatsächlich Liebe".

Viele Kinder berühmter Eltern treten in deren Fußstapfen. Schon einmal über eine Musikkarriere nachgedacht?

Collins: Ich liebe es zu singen. Ich schrieb einige Songs und ging mit meinem Vater ins Aufnahmestudio, das hat unheimlich Spaß gemacht. Ich sehe mich in nächster Zeit aber nicht dabei, ein Album aufzunehmen. Vielleicht schaffe ich es irgendwann einmal, es mit einem Film zu verbinden. Bei einem Musical oder einem Theaterstück.

spot on news

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