Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 06.10.2014, 20.38 Uhr

Sarah Gadon: Draculas bessere Hälfte hat Angst in fremden Betten

Sie ist nicht nur die Muse von David Cronenberg, sondern gewann auch schon einen Award für ihre Rolle in Enemy an der Seite von Jake Gyllenhaal ein. Bei uns ist Sarah Gadon noch unbekannt - bis jetzt. 

News.de- Redakteurin Susett Queisert traf Sarah Gadon in Berlin, um sie über ihren neuen Film Dracula Untold, ihre Ängste sowie ihre schauspielerischen Anfänge zu befragen.

Was ist Ihre Theorie: Warum stehen junge Mädchen auf Vampire?

Sarah Gadon: Lassen Sie uns ehrlich sein, darauf stehen nicht nur junge Frauen. Es gibt massig erfolgreiche Franchises, sowohl für Männer und Frauen als auch über sie. Ich glaube, die Menschen werden davon angezogen, da es sehr menschliche Themen wie Liebe, Vertrauen, Kontrolle, das Verbotene behandelt. Und das macht es für uns Menschen so interessant.

Sarah Gadon und Luke Evans beim Photocall zu Dracula Untold in Berlin. Bild: Universal Pictures Germany

Und es geht ja auch bei diesem Thema um Furcht. Vor was fürchten Sie sich?

Gadon: Ich mag es überhaupt nicht, woanders zu schlafen. Wir reisen sehr viel und jedes Mal flippe ich fast aus, wenn ich ein neues Appartement betrete und dort ins Bett gehen musste. Die Folge ist, dass ich nicht sehr viel Schlaf bekomme (lacht). In Hotels fühle ich mich mehr in einer kontrollierten Umgebung. Ich habe eine wilde Fantasie und wenn ich ein neues Appartement komme, denke ich an Filme wie «Scream». Ich muss wirklich lernen, damit zurecht zu kommen – und ich schaue zu viele Horrorfilme.

Dracula Untold wurde viel mit Green Screen und CGI gedreht. War es für Sie das erste Mal?

Gadon: Absolut. Wir drehten in Nordirland. Das Tolle an meinen Szenen war, dass wir 60 Prozent der Szenen direkt an den Orten drehten. Wir waren also auf der Bergspitze, der Wind blies, es regnete, und wir waren im Wald und rannten durch den Schlamm. Aber es war gar nicht so viel Green Screen. Man kreierte wunderschöne Setbilder. Aber all die vampiristischen Themen wurden natürlich alle mit CGI gemacht. Ich erinnere mich an eine emotionale Szene mit Luke. Er hatte überall Punkte im Gesicht kleben und das war wirklich seltsam, diese zu ignorieren. Das war was völlig neues. Ich habe den Film vor eine paar Tagen gesehen und es ist fantastisch zu sehen, welch tolle Arbeit das Visual Effects Team geleistet hat.

Würden Sie Dracula Untold als Ihren ersten actiongeladenen Blockbuster bezeichnen?

Gadon: Auf jeden Fall. Es war das erste Mal, dass ich bei einem Studiofilm mitwirkte und Teil eines Action-Abenteuer-Films bin. Ich habe versucht, viele verschiedene Dinge in den letzten Jahren zu machen. Es gibt so viele verschiedene Wege, Filme zu machen, und ich möchte gern alle erleben.

VIDEO: Dracula Untold - Trailer 2

Sie würden also auch in Betracht ziehen, an einer romantischen Komödie mitzuwirken?

Gadon: Ja, das tat ich sogar schon. Die nannte sich «Girls' Night Out» und ich drehte den Film in London Anfang diesen Jahres. Ich spielte Prinzessin Elisabeth und der Film handelt von Prinzessin Elizabeth und Margaret, die einen Abend am V.E. Day in London verbringen und mit den Leuten feiern.

Sie spielten also schon Prinzessinnen und Königinnen. Das sieht nach einem Mädchentraum aus. Hatten Sie als Kind je daran gedacht, in solche Rollen zu schlüpfen?

Gadon: Ich wusste schon immer, dass ich eine Darstellerin werden wollte. Mit zehn ging ich auf die Kunstschule und lernte Ballett. Und wenn man dies lernt, merkt man, wie schwierig alles ist und wie man sein Leben danach ausrichten muss. Ich hatte keine Vorstellungen von Erfolg und Berühmt sein, ich wollte einfach nur eine Schauspielerin werden. Und das ist auch weiterhin mein Ziel, an Projekten beteiligt zu sein, die ich liebe.

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