Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 02.10.2014, 21.51 Uhr

Luke Evans in Dracula Untold: Auch Dracula hat Angst vor Spinnen!

Er ist der blutrünstigste Vampir aller Zeiten: Dracula. Doch hätten Sie gewusst, dass er einst ein liebende Vater und Ehemann war? Um diese Story rankt sich der neue Film Dracula Untold, in dem sexy Luke Evans die Hauptrolle spielt. News.de traf den smarten Schauspieler zum Interview.

Luke Evans, bekannt aus Der Hobbit und Die drei Musketiere, ist in Dracula Untold in seiner ersten Hauptrolle zu sehen. News.de-Redakteurin Susett Queisert traf den Briten in Berlin und sprach mit ihm über die Geschichte, seine Karriere und seine Vorliebe für Soulmusik.

Was war Ihre erste Reaktion, als Sie hörten, Sie sollen Dracula spielen?

Luke Evans: Jeder meines Alters wäre erst einmal verblüfft gewesen. Man denkt sofort an Gary Oldman und Christopher Lee. Ich dachte, ich wäre zu jung, um Dracula zu spielen. Aber dann las ich das Skript und merkte, dass es mehr um den Mann hinter der literarischen Figuren beziehungsweise den Vampir, den wir aus Bram Stoker kennen, geht. Es war also doch einfacher als ich dachte. Wir erleben einen Mann am Anfang seiner Geschichte, als er noch Anführer, König, Vater und Ehemann war.

Luke Evans beim Photocall zu Dracula Untold in Berlin. Bild: Universal Pictures Germany

Kann man also sagen, dass dies bisher Ihre größte Rolle ist?

Evans: Ja, das ist ein wirklich großer Film und er liegt voll und ganz in meiner Hand. Er zeigt mein Gesicht, meinen Name und letztlich bin ich auch die Hauptrolle, welche ich vorher nie inne hatte. Mir sind die Schritte bewusst, die man geht, wenn man erfolgreicher wird. Und das ist das bisher Größte, was ich gemacht habe. Es ist toll und ich freue mich, dass man mir die Chance gegeben hat, meine (Fledermaus-) Flügel auszubreiten und jedem zu zeigen, dass ich auch einen solchen Film stemmen kann. Es ist eine großartige Rolle und ich fühlte mich sehr wohl.

Auf Facebook posteten Sie, dass die den Film erst wenige Tage vor der Promotour selbst sahen. Was war Ihr erster Eindruck, als Sie sich im Großbild auf der Leinwand sahen?

Evans: Man setzte mich allein ins Kino, machte das Licht aus und ließ mich zurück, um den Film zu sehen. Ich habe auch schon vorher viele meiner Filme allein angeschaut. Aber hier war ich erstmals in fast jeder Szene zu sehen. Es ist eine brilliante Story und ich habe mich wirklich darin gesehen. Man wartet nicht den halben Film, ehe man diesen Meistervampir das erste Mal erlebt. In den ersten zwanzig Minuten ist man drin. Aber ich bin auch sehr gespannt, den Film das erste Mal mit einem Publikum zu sehen, das macht bestimmt Spaß.

Wie nah ist der Film an den geschichtlichen Fakten dran?

Evans: Bei den Türken lernte Vlad als Junge seine ganzen grauenvollen Fähigkeiten, für die er in seinem Heimatland berühmt und berüchtigt wurde. Das wissen nicht viele Menschen. All die Fakten, die im Film vorkommen, passierten wirklich. Aber letztlich sind die geschichtlichen Fakten so detailliert umgesetzt, wie es in einem Hollywoodfilm eben möglich ist (lacht).

VIDEO: Dracula Untold - Trailer 2

Haben Sie sich zur Vorbereitung die alten Dracula-Verfilmungen angeschaut?

Evans: Ja, ich hab mir alle angeschaut. Allein schon den Titel zu übernehmen ist eine große Verantwortung. Was ich aber gut fand, war die Tatsache, dass ich keine Story wiedergab, die es bereits gibt. Das half mir, mich von den anderen Verfilmungen zu distanzieren und nicht so unter Druck zu setzen.

Man kennt auch keinen Dracula, der so viel gekämpft hat. War es physisch sehr anstrengend?

Evans: Ja, ich habe aber auch schon in vorherigen Filmen hart gearbeitet. Aber für Dracula habe ich sieben Wochen vor dem Dreh trainiert. Ich war mit dem Trainer und dem Stuntkoordinator in Belfast bevor die anderen überhaupt anreisten. Und jeden Tag ging ich zum Stuntset und probte eine Szene immer und immer wieder. Dann gab es Mittag, danach ging ich zum Fitnesstraining. Und ich musste mir alles merken, was ich da gelernt hatte. Es war wirklich anspruchsvoll!

War es schon immer Ihr Wunsch, einen Hauptrolle zu übernehmen?

Evans: Ja. Auf jeden Fall. Am Theater spielte ich oft Hauptrollen. Und es sollte nicht beim Film damit aufhören.

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