Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 03.09.2014, 11.12 Uhr

Dwayne Johnson: «Zwischen Daniel Radcliffe und mir war es ganz eng»

Wrestlingstar Dwayne «The Rock» Johnson ist das, was man einen Quereinsteiger nennt. Nachdem es mit der Football-Karriere und der Kriminologie nicht klappte, stieg er in die Fußstapfen seines Vaters und wurde Wrestler, nur um zu erkennen, das Schauspielerei seine wahre Berufung ist.

Der in Hawaii aufgewachsene Dwayne Johnson hat in seiner Wrestlingkarriere alles erreicht, was man erreichen kann. Doch seine wahre Leidenschaft ist die Schauspielerei. Nach seinem Kinodebüt in Die Mumie kehrt zurück und The Scorpion King war es um ihn geschehen. Kein noch so heißer Actionfilm kann auf das 1,96 Meter große Kraftpaket verzichten. Mit der Verfilmung von Hercules, der am 4. September 2014 in die Kinos kommt, hat er sich nun einen Traum erfüllt.

Dwayne, wie ist es, erneut in Deutschland zu sein?

Dwayne Johnson: Es ist toll, hier zu sein. Wir haben einen wirklich langen Flug hinter uns, kommen direkt aus Mexiko City. Und als wir am Flughafen ankamen, standen doch tatsächlich eine Flotte Cadillacs mit Hercules-Schriftzug für uns bereit. Das war richtig cool! Das sind meine Lieblingsautos.

Wieso denn das?

Dwayne Johnson: Sie müssen meine Lieblingsautos sein, denn meine Mutter und mein Cousin waren in einen Unfall mit einem betrunkenen Fahrer verwickelt. Beide saßen in dem Cadillac, den ich meiner Mutter zu Weihnachten schenkte. Zum Glück war dieser so robust, dass er den Aufprall abfing und beide unverletzt blieben. Daher mag ich diese Autos. Selber fahre ich aber einen Ford Pick-Up-Truck mit großem Motor.

In Hercules mussten Sie statt einem Pick-Up vier Pferde vor einem Streitwagen lenken. Hat Ihnen der Ausflug in die Antike gefallen?

Dwayne Johnson: Ich habe es geliebt! Als ich den Regisseur Bratt Ratner das erste mal traf, sagte ich zu ihm, es muss verrückt klingen und du wirst das sicher schon von anderen Schauspielern gehört haben, aber ich denke, ich bin für diese Rolle geboren worden. Schon immer wollte ich Hercules spielen. Dafür werde ich tun, was notwendig ist für diese Rolle, und wie noch nie ein Schauspieler zuvor. Und ich wusste, mit welchen Stars er schon gearbeitet hatte.

Sie wollten also schon immer Hercules sein?

Dwayne Johnson: Klar. Mit sechs oder sieben sah ich das erste Mal ein Gemälde von Steve Reese als Hercules, mit diesem unglaublichen Körper. Auf dem Bild zerbrach er Säulen, das habe ich nie vergessen. In der Schule lernte ich dann die griechische Mythologie besser kennen. Als ich mit 15 das erste Mal nach Hollywood kam und mich mit Studiobossen unterhielt, war natürlich stets Hercules die Figur, die ich unbedingt einmal spielen wollte. Selbstverständlich hatte ich zu dieser Zeit keine Chance darauf. Die dachten sicherlich: «Hercules? Als Big-Budget-Movie? Niemals! Was sonst noch?»

Aber es hat geklappt. Was denken Sie, wer außer Ihnen hätte noch eine Chance gehabt, Hercules spielen zu können?

Dwayne Johnson: Also zwischen mir und Daniel Radcliffe war es ganz eng. Zum Glück bin ich es geworden. (lacht)

Was war die größte Herausforderung bei Hercules?

Dwayne Johnson: Erstmal musste mein Körper in Topform sein. Es gibt ja ungefähr 40 Hercules-Versionen und ich wollte unbedingt einen schaffen, dem man seine Vergangenheit ansieht. Das andere war die Schwierigkeit, eine Figur zu schaffen, an die sich die Zuschauer auch gern erinnern. Aber ich denke, das ist mir geglückt.

VIDEO: Hercules - Trailer 1

Was unterscheidet Hercules von anderen Helden?

Dwayne Johnson: Wir wollten den Mythos anders aufbauen. Zur Zeit kommt jede Woche ein neuer Superhelden-Film in die Kinos - die sind natürlich toll! Aber das wirklich Faszinierende an diesem Superhelden und seiner Geschichte ist, dass er keine Superkräfte hat. Vielleicht ist er der Sohn von Zeus, aber wir zeigen ihn als Mann, der auch mal blutet, weint und wütend wird. Er ist ein Vater und Ehemann und inspiriert die Menschen.

Es gibt ja das heiße Gerücht, dass Sie demnächst den Comichelden Shazam oder dessen Erzfeind Black Adam spielen sollen...

Dwayne Johnson: Ja, in den letzten Wochen wurde viel darüber geschrieben, dass wir uns noch nicht entschieden hätten. Aber DC, Warner Brothers und ich sind uns einig. Und als kleinen Tipp am Rande: Es geht um den gleichen Charakter, über den wir uns bereits 2007 unterhalten hatten. Es ist toll, ein Teil des DC-Universum zu werden und es war auch ein langer Weg dorthin. Es dauert seine Zeit, bis man den richtigen Autor gefunden hat, der die richtige Geschichte für Shazam findet und seine Verbundenheit mit Black Adam zeigt. Das muss einfach passen!

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