Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 14.08.2014, 09.26 Uhr

Simon Pegg aus Hectors Reise: «Die Haufen meines Hundes will ich selbst aufheben»

Man kennt ihn als Zombiekiller, abgewichsten Polizisten und als Weltraumschrauber Scotty auf der USS Enterprise: Simon Pegg. In «Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück» schlüpft der Brite erstmals in eine ernsthafte Rolle.

Mit seinem Best Buddy Nick Frost kämpfte sich Simon Pegg durch die Zombieapokalypse in «Shaun of the Dead», in «Hot Fuzz» spielt er einen verpeilten Dorfpolizisten auf der Suche nach einem entlaufenen Schwan und in «The World's End» hat er nichts als Saufen im Kopf. Kein Wunder, dass man Simon Pegg stets in Komödien, voll gespickt mit schwarzem Humor sieht. Dass der Brite aber nicht nur lustig kann und möchte, demonstriert er in dem am 14. August 2014 anlaufenden Kinofilm «Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück».

Der 44-jährige spielt den Psychiater Hector, der eigentlich alles hat: eine tolle Freundin, einen erfüllenden Job und genug Geld, um sein Leben zu leben. Doch er will einfach nicht so richtig glücklich werden. Wie in der Romanvorlage von Francois Lelord begibt er sich auf eine Reise um die Welt, um sein persönliches Glück zu finden. Vor allem Peggs sympathisch trockener Charme machen den Film zu einem philosophisch angehauchten Kinoerlebnis mit vielen amüsanten Elementen.

Psychiater Hector (Simon Pegg) ist reif für einen Tapetenwechsel. Bild: 2014 Egoli Tossell Film

News.de traf Simon Pegg in Berlin und sprach mit ihm über sein persönliches Glück, große Hollywood-Karrieren, aufregende Safarierlebnisse und seinen hoffentlich nächsten Film mit Best Buddy Nick Frost.

Unmögliche Missionen

Noch mitten in der PR für «Hectors Reise» geht es Ende August für den Schauspieler nach Wien. Dort steht er mit Hauptdarsteller Tom Cruise erneut für die «Mission Impossible»-Reihe vor der Kamera. «Ich weiß noch nichts darüber. Ich habe weder das Skript gesehen noch kenne ich die Story. Ich weiß nur, dass wir in Wien mit Dreh beginnen.»

In Berlin dagegen war er schon öfter. Zwar hatte er keine Zeit, sich die Hauptstadt in Ruhe anzuschauen, dafür hat er Afrika direkt vor dem Fenster seines Hotelzimmers: «Ich habe eine tolle Aussicht aus meinem Fenster. Ich schaue direkt auf die Elefanten aus dem Zoo. Das letzte Mal sah ich Elefanten beim Dreh in Afrika und ich dachte nie, dass mir dies gerade in Berlin erneut widerfährt.»

VIDEO: Hectors Reise - Kinotrailer

Dieses Mal in sicher Entfernung hatte Pegg auch während des Drehs zu «Hector» besonders tierische Szenen. Die aufregendste Szene während des Drehs war mit ein paar Löwen. Bis er mitbekam, dass sich der restliche Cast und die ganze Crew vorsichtshalber in einen Bus zurückzogen, fühlte er sich noch ganz sicher beim Dreh. Zum Glück hatten die Raubkatzen schon gefrühstückt und ließen den Schauspieler links liegen.

Magnum-Saga

Pegg versucht bei der Wahl seiner Rollen immer einen Mix zwischen kleineren Filmen und gigantischen Blockbustern zu finden. So sei er auch nur eher zufällig in die Weltraumabenteuer der USS Enterprise geschlittert. Aber immerhin: Sowohl bei Stark Trek als auch bei Misson Impossible ist er bereits ein drittes Mal zu sehen - das schaffen sonst nur die Hauptdarsteller der Filme.

Doch keine Angst, auch mit seinem besten Kumpel Nick Frost wird er demnächst wieder drehen: «Ich sehe Nick dauernd, er ist mein bester Freund. Für mich ist es also nicht unbedingt so wichtig, dass wir bald einen neuen Film zusammen machen.» Ob es dann nach der «Cornetto-Trilogie» eine«Magnum-Saga» geben wird, bleibt abzuwarten.

#roswatch

Auf Twitter tobt sich der Brite gehörig aus. Da wird schon einmal Schauspielkollegin Rosamund Pike beim Schlafen beobachtet. Und auch sonst nutzt er den Kurznachrichtendienst, um sich vor allem den Fans mitzuteilen. Denn seine Privatsphäre ist ihm heilig: «Man schafft sich ein Alter Ego für Twitter und schafft so Abstand zur Privatperson.»

Doch die alles entscheidende Frage stellt sich am Schluss: Was macht ihn glücklich? «Zeit, mit meiner Familie und mit Freunden zu verbringen, das macht mich glücklich». Und auch wenn er mal den Haufen seines Hundes wegräumen muss, so sind es doch die kleinen Dinge im Leben, die den Comedian glücklich machen. Sein wahres Glück hat er gefunden, als er das erste Mal Vater wurde, «denn seien wir ehrlich, dass ist es, weshalb wir letzlich auf der Welt sind.»

Simon Pegg können Sie sich ab heute, den 14. August 2014, in «Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück» im Kino erleben.

koj/news.de

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