Mark Wahlberg: Comeback in der Musikbranche?

Mark Wahlberg ist kein aufstrebender Jungstar mehr. Als ehemaliger Sänger und nun Schauspieler und Filmproduzent ist er eine feste Größe im Hollywood-Olymp. News.de traf den charmanten Schauspieler in Berlin, um mit ihm über seine Rolle in «Transformers – Ära des Untergangs 3D», seine Liebe für Independent-Filme und seine Musikkarriere zu sprechen.

Als Unterwäschemodel von Calvin Klein und singender Muskelmann wurde Mark Wahlberg berühmt. Das er aber nicht nur optisch was her macht, sondern auch ein überragender Schauspieler ist, bewies er bereits in zahlreichen Filmen wie «Boogie Nights», «Departed – Unter Feinden» oder «Pain & Gain». Im Kinoblockbuster «Transformers – Ära des Untergangs 3D» ist er, als liebender Familienvater zu sehen. Und auch im echten Leben geht ihm die Familie über alles.

Im Film spielen Sie einen liebenden Familienvater. Wie groß ist ihr Beschützerinstinkt als Vater im wahren Leben?

Mark Wahlberg: Sogar noch größer als in meiner Filmrolle, vor allem bei den Jungs. Ich verdränge es lieber, daran zu denken, dass meine Tochter eines Tages einen Freund haben könnte...

Das klingt hart. Wann dürfte Ihre Tochter denn ihren Freund nach Hause bringen?

Wahlberg: ... (nachdenklich) vielleicht, wenn ich tot bin.

Mark Wahlberg bei der Premiere von «Transformers - Ära des Untergangs 3D» in Berlin. Bild: 2014 Lucian Capellaro

Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Vater aus?

Wahlberg: Sich zu kümmern und an ihrem Leben interessiert sein, nicht nur finanziell, sondern auch emotional, das ist wichtig. Ebenso müssen mir meine Kids vertrauen und sie wissen auch, dass sie immer auf mich zählen können.

Auch in Transformers – Ära des Untergangs spielen Sie einen Vater. Sind Sie nicht zu jung, um der Vater einer 17-jährigen zu sein?

Wahlberg: Mir gefällt es, ein bisschen älter zu werden und einen Familienvater zu spielen. Dort, wo ich herkomme, ist es nicht ungewöhnlich, mit 35 Jahren schon Großvater zu sein. Das mag ich auch an meiner Rolle. Er möchte seine Tochter nur davor bewahren, den gleichen Fehler zu begehen, wie er damals. Stattdessen soll sie einen Schulabschluss machen und aufs College gehen, ehe sie etwas mit Jungs anfängt.

Sie selbst haben auch erst letztes Jahr Ihren Schulabschluss nachgeholt. Wieso?

Wahlberg: Ich habe es stets bedauert, keinen Schulabschluss zu haben. Ich möchte meinen Kindern ein Vorbild sein. Wie kann ich ihnen sonst sagen, sie müssen ihren Schulabschluss abschließen, wenn ich selbst keinen gehabt hätte.

Wollen Sie auch noch studieren?

Wahlberg: Möglich. Die Voraussetzungen hierfür hab ich ja nun. Vielleicht mach ich ein paar College-Kurse in Film oder Wirtschaft.

Und als Sie selbst ein Kind waren, haben Sie mit Transformers-Figuren gespielt oder bevorzugten Sie ein anderes Spielzeug?

Wahlberg: Nein, die gab es damals noch nicht. Mein bestes Spielzeug war mein Fahrrad, welches ich zu Weihnachten bekam. Ich erzählte stolz, ich könnte schon fahren und prompt kam die ganze Familie mit raus, um es sich anzusehen. Ich konnte zwar das Gleichgewicht halten, aber ich wusste nicht, wie man bremst. Und da wir auf einem Hügel wohnten, rollte ich runter bis ich gegen eine Wand krachte. Mein Bruder hat mir dann Stützräder ans Rad geschraubt.

Sie spielen in Film einen Hobbybastler und –erfinder. Welche Sachen hätten Sie selbst gern erfunden?

Wahlberg: Meine ganze Karriere habe ich selbst «erfunden», dass erstaunt mich immer wieder, wenn man bedenkt, wo ich herkomme. Aber auch sonst gibt es tolle Erfindungen, wie dieses iPhone (deutet auf die Smartphones vor ihm auf dem Tisch). Aber wenn ich das erfunden hätte, würde ich wohl heute nicht hier sitzen (lacht).

Welche Erinnerung haben Sie selbst an Ihren Vater?

Wahlberg: Er hat mir seine große Liebe zum Kino weitergegeben und wir gingen dort oft gemeinsam hin. Doch die meisten Filme waren nicht ganz kindgerecht. Der erste Film, den wir beide im Kino sahen, war «Ein stahlharter Mann» mit Charles Bronson.

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