Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 12.03.2014, 10.39 Uhr

EXKLUSIV-Interview: Liam Neeson: «Flugangst? Kenn ich nicht!»

In Amerika schoss «Non-Stop» direkt auf die Nummer eins und begeisterte zahlreiche Kinogänger. Der Actionfilm handelt von einer Flugzeugentführung, die Air Mashall Bill Marks zu verhindern versucht. News.de traf Hauptdarsteller Liam Neeson zum Interview.

News.de traf Actionheld Liam Neeson und Regisseur Jaume Collet-Serra zu ihrem neuen Film «Non-Stop», der ab dem 13. März 2014 in den deutschen Kinos läuft. Was die beiden über Flugangst, das Internet sowie Actionfilme im allgemeinen zu sagen haben, haben sie news.de-Redakteurin Susett Queisert in Berlin erzählt.

Weshalb haben Sie sich entschlossen, bei «Non-Stop» mitzumachen?

Liam Neeson: Aufgrund des Skriptes. Ich habe es non-stop gelesen. Ich musste einfach mitmachen.

Mögen Sie das Fliegen?

Liam Neeson: Wissen Sie, immer, wenn ich in ein Flugzeug steige, fühle ich mich total sicher und ich genieße den Flug.

Gab es mal einen erschreckenden oder beängstigenden Moment auf einem Ihrer Flüge?

Liam Neeson: Meine Frau hatte immer panische Angst vorm Fliegen. Ich habe mich also immer mehr um sie gekümmert. Ich persönlich hatte noch nie Angst vorm Fliegen, aber ich glaube, Jaume hat etwas Flugangst.

Jaume Collet-Serra: Ja, ein bisschen. Ich mag keine Flugzeuge, so habe ich versucht, damit umzugehen, indem ich den Film drehte. Aber es hat nicht so richtig geholfen.

Im Film geht es nicht nur ums Fliegen, sondern auch viel um Technik, Smartphones, Internet. Wie stehen Sie persönlich zu dieser Technologie?

Liam Neeson: Als ich vorhin meinen Raum verließ, um Sie zu treffen, war mein erster Gedanke: «Oh mein Gott, wo ist mein Smartphone?» Wie ein Abhängiger. Wenn man Zigaretten raucht, ist man genauso abhängig. Ich rauche nicht mehr, aber es fühlt sich ähnlich an, als wenn man nach der nächsten Zigarette sucht.

Sie sind jetzt ein gefeierter Schauspieler. Sind Sie dankbar, dass es heutzutage so etwas wie das Internet, zum Beispiel YouTube, gibt oder wünschten Sie es sich manchmal weg?

Liam Neeson: Ich glaube, ich bin glücklich drüber. Aber es gibt ja noch keine Studien drüber, wie sich das Leben der jetzt 17- und 18-Jährigen durch diese Entwicklung geändert hat und in welche Richtung es gehen wird. Ich finde nichts Gutes oder Schlimmes am Internet, wenn es dies hierbei überhaupt gibt.

Können Sie sich Ihre eigenen Filme eigentlich später im Kino oder im Fernsehen anschauen?

Liam Neeson: Einige Jahre später ja, da werde ich es genießen, diesen Film zu sehen.

Collet-Serra: Ja, Sie werden den Film mögen. Es ist ein Unterschied, ob man den Film viele Tage hinweg mit vier oder fünf Personen in der Postproduktion sieht, oder ob man ihn zum ersten Mal mit den Zuschauern anschaut. Das ist der einzige wirkliche Test, zu sehen, wie die eigene Arbeit wirkt. Aber wenn man dieses Feedback, egal ob gut oder schlecht, bekommen hat, braucht man etwas Zeit, ehe man sich den Film wieder ansieht.

Es ist ihre zweite Zusammenarbeit...

Liam Neeson: ... die Dritte sogar. Den dritten Film haben wir vor Weihnachten abgedreht.

... Was macht diese so besonders? Was mögen Sie aneinander?

Liam Neeson: Wir lieben uns. (lacht)

Collet-Serra: Ich glaube, wir haben denselben Geschmack bei Filmen und die gleichen Ansichten. Je mehr wir miteinander arbeiten, umso leichter wird es wird. Er ist ein großartiger Schauspieler.

Und da Sie den dritten Film ansprachen: Ist dies erneut ein Actionfilm?

Liam Neeson: Er heißt «Run all Night», was denken Sie also? (lacht)

  • Seite:
  • 1
  • 2
Empfehlungen für den news.de-Leser