Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 07.02.2014, 10.18 Uhr

Gary Oldman: «Es ist schwer genug, ein Mensch zu sein.»

Wandelbar und vielschichtig, das ist Gary Oldman. Ob Sirius Black in «Harry Potter» oder Jim Gordon in «The Dark Knight», der charismatische Brite kann jede Rolle spielen. Im neuen «Robocop»-Film spielt er den Wissenschaftler Dr. Dennett Norton, der Polizist Alex Murphy seinen Metallanzug verpasst.

VIDEO: Robocop - Kinotrailer

Gary Oldman spielt im neuen Film «Robocop», einem Remake des 80er-Jahre Kultfilms, den Wissenschaftler Dr. Dennett Norton, der für den Polizisten Alex Murphy (Joel Kinnaman) den «Robocop»-Anzug schafft, mit dem dieser weiterleben darf. News.de-Redakteuerin Susett Queisert sprach exklusiv mit dem britischen Schauspieler über seine Rolle, die Vorbereitungen hierfür und über die von Maschinen geprägte Zukunft.

Was war der Grund, weshalb Sie unbedingt bei «Robocop» mitspielen wollten?

Gary Oldman: Das Drehbuch ist interessant. Ich dachte, es könnte ein faszinierendes Remake werden. Die Idee war perfekt für einen neuen Film. Und ich mag José Padhila, den Regisseur, wirklich. Er hat eine gute Sichtweise und eine Vision für den Film gehabt. Die Drehzeit des Films hat fünf Monate gedauert und ich habe jeden Tag gearbeitet. Man ist 12 oder 14 Stunden am Tag für fünf Monate am Set mit dem Regisseur. Daher ist es wichtig, dass du ihn respektierst, und das war leicht für mich, weil ich ihn so sehr mag.

Haben Sie den alten «Robocop»-Film von 1987 gesehen?

Gary Oldman: Ich habe ihn nicht bewusst vorher angeschaut, aber ich kann mich an ihn erinnern.

Und können Sie sagen, dass das neue Remake besser als das Original ist?

Gary Oldman: Ich denke, der aktuelle Film fängt das Wesen des Originals ein, die Essenz. Ich kann nicht sagen, welcher besser ist, sie sind halt verschieden.

Sie spielen im Film den Arzt Dr. Dennett Norton. Wie wichtig ist dieser für die Entwicklung von «Robocop» Alex Murphy?

Gary Oldman: Er ist der Lebensretter. Es ist eine sehr schwere Beziehung. Alex braucht Dr. Norton, um überhaupt existieren zu können, fast wie ein Baby seine Mutter. Die Rolle von Dr. Norton ist dahingehend interessant, weil er ein sehr mitfühlender, ethischer Mann ist, der in einer korrupten Welt lebt. Seine Ethik und seine Moral werden herausgefordert vom System. Das ist eine Art Reise, die der Charakter durchlebt, und das mochte ich.

Das klingt auch, als wäre Dr. Norton eine Art moderner Frankenstein...

Gary Oldman: Der Doktor oder Erschaffer im ursprünglichen Film war ein moderner Frankenstein, ja.

Wie haben Sie sich auf Ihre Rolle als Dr. Norton vorbereitet? Haben Sie viele Bücher über die Anatomie und Biotechnologie gelesen?

Gary Oldman: Nein. Es gibt dort draußen viele Wissenschaftler, die Biotechnologien anwenden. Sie arbeiten mit Patienten und entwerfen Nerven und Elektroden mit Impulsen, so dass sie die Finger einer mechanischen Hand mit ihren Gedanken steuern können. Dort wird viel geforscht. Ich habe also viel gegoogelt und sah Videos auf Youtube. Dort sah ich Segmente und Dokumentationen über diese Leute. Das war sehr interessant.

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