Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 06.02.2014, 08.55 Uhr

Joel Kinnaman: «Robocop ist einfach Kult!»

Kann ein Remake von «Robocop» derart gut sein, dass es mit dem Kultfilm aus den 80er Jahren mithalten kann? Einer, der dies beantworten kann, ist Schauspieler Joel Kinnaman, der im Remake die Rolle des «Robocop» Alex Murphy einnimmt.

Das Remake von «Robocop» läuft ab dem 6. Februar 2014 in den deutschen Kinos. Bild: Studiocanal

Der eher unbekannte schwedische-amerikanische Schauspieler Joel Kinnaman übernimmt im Remake von «Robocop» die Rolle des Polizisten Alex Murphy, der auf tragische Weise fast seinen ganzen Körper verliert, in einem mechanischen Anzug gesteckt und damit zum Robocop wird. News.de traf den smarten Darsteller exklusiv in Paris zum Interview.

Warum wollten Sie unbedingt die Rolle des Robocop im neuen Remake übernehmen?

Joel Kinnaman: Der Hauptgrund war der Regisseur. Ich war ein großer Fan seiner vorherigen Filme. Ich mag den Original «Robocop». Ich war etwas skeptisch als ich hörte, dass sie ein Remake planen. Aber als ich hörte,das José Padhila bei dem Film Regie führen wird, war ich sofort dabei. Er erzählte mir die ganze Geschichte, die er mit dem Film erzählen will. Ich dachte, es wäre eine gute Idee. Meine einzigen Bedenken waren, ob wohl ein Hollywoodstudio 120 Million Dollar zahlen wird, um einen Film wie diesen zu machen?

Haben Sie den alten Robocop-Film gesehen?

Joel Kinnaman: Ja, sehr oft sogar.

Und haben Sie sich dabei oft gefragt: Kann ich Peter Weller, dem Darsteller des alten Robocop, überhaupt das Wasser reichen?

Joel Kinnaman: Soweit denke ich gar nicht, da die Filme sehr verschieden sind. Der Film ist einfach Kult! Ich komme vom Theater und dort spielen wir sehr klassische Rollen. Wenn ich Hamlet spiele, denke ich nicht an den letzten Typen, der Hamlet gespielt hat. So kann man an die Sache nicht heran gehen. Es ist ein komplett anderes Universum. Der Charakter hat eine ganz andere Entwicklung und es geht auch um andere Dinge im neuen Film. Das war also kein Problem für mich.

Sie tragen im Film diesen mechanischen Anzug. Dieser wog 20 Kilogramm. Wie konnten Sie damit schauspielern oder sogar rennen?

Joel Kinnaman: Ja, er war sehr schwer und unbequem. Zudem hatte er viele Einschränkungen. Aber der Anzug wird zu einem elementaren Teil des Charakters. Es ist ein sehr interessanter Kontrast der Emotionen: Der Typ ist vom Hals abwärts amputiert. Das muss das nackteste Gefühl sein, was man überhaupt fühlen kann. Eine wirkliche Schreckensvorstellung. Zur selben Zeit hat er diesen neuen Körper, der auch sehr kraftvoll ist. Der Kontrast von Verletzlichkeit und Kraft ist interessant und der Anzug half, diesen Kontrast nachzuempfinden.

Gibt es eine Lieblingsszene im Film?

Joel Kinnaman: Ich denke, die Szene, in der alles von Alex Murphy offengelegt wird, was noch da ist. Das war die schwierigste Szene, die ich spielen musste, und auch die dankbarste, immerhin hat Gary Oldman mitgespielt.

VIDEO: Robocop - Kinotrailer

Wie wichtig wird die Rolle des Robocop für Ihre zukünftige Karriere sein?

Joel Kinnaman: Die Zukunft wird es uns zeigen...

In welchen zukünftigen Projekten werden Sie mitspielen?

Joel Kinnaman: Ich habe noch zwei weitere Filme nach Robocop gedreht.

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