Quentin Tarantino: Quentin Tarantino klagt gegen US-Medienunternehmen

Irgendwann versteht auch Quentin Tarantino keinen Spaß mehr: Der Kult-Regisseur ist sauer, weil Details zum Drehbuch seines neuen Western-Films vorab veröffentlicht wurden. Nun zieht er deswegen gegen ein Medienunternehmen vor Gericht.

Quentin Tarantino, hier bei der Oscar-Verleihung 2013, ist stocksauer Bild: John Shearer/Invision/AP

Regisseur Quentin Tarantino (50, "Django Unchained") macht ernst: Nachdem der Filmemacher bereits in der letzten Woche mächtig in Rage geriet, weil Entwürfe seines Drehbuchs zum Western "The Hateful Eight" vorab öffentlich wurden, zieht er nun mit einer Millionenklage wegen Urheberrechtsverletzungen gegen das US-Medienunternehmen Gawker vor Gericht, wie "The Hollywood Reporter" berichtet. Grund: Ein Link auf dem Gawker-Blog "Defamer" führte direkt zum geleakten Skript. "Gawker Media hat aus diesem räuberischen Journalismus ein Geschäft gemacht und missachtet dabei das Recht des Menschen, Geld zu verdienen", zitiert "The Hollywood Reporter" aus einem Anwaltsschreiben.

"Diesmal sind sie zu weit gegangen", heißt es weiter. Das Unternehmen habe die Grenzen des Journalismus und der Berichterstattung überschritten und das Skript stattdessen genutzt, um Werbung in eigener Sache zu machen.

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Die Arbeiten an "The Hateful Eight" liegen nun vorerst auf Eis, Tarantino überlegt sogar, den Film ganz abzublasen. Unklar ist noch, wie das Skript überhaupt an die Öffentlichkeit kam. "Ich habe das Drehbuch sechs Leuten gegeben. Wenn ich denen nicht vertrauen kann, habe ich keine Lust, den Film zu machen", so der Kult-Regisseur. Im Verdacht stehen offenbar die Agenten der Schauspieler Michael Madsen und Bruce Dern. Einer der beiden habe es einem Agenten gegeben und der habe den Inhalte dann "in ganz Hollywood rumerzählt", sagte Tarantino.

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Der Drehstart für "The Hateful Eight" war ursprünglich erst für den kommenden Winter geplant. "Ich finde es ja gut, wenn sich die Leute für meine Filme interessieren und darüber schreiben - aber so früh? Ich hatte das Drehbuch erst sechs verdammten Leuten gegeben", schimpfte er. Nun überlege Tarantino, die Geschichte vorerst als Buch zu veröffentlichen und dann in ein paar Jahren die Arbeiten am Film wieder aufzunehmen.

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