50 Jahre James Bond Wodka Martini und die Lizenz zum Töten

Mit James Bond jagt Dr. No startet vor 50 Jahren die Karriere eines Geheimagenten, der bis heute Millionen in seinen Bann zieht. Kurz vor dem Start des neuen Bond-Abenteuers Skyfall begeht die Filmwelt ein halbes Jahrhundert 007.

Vom Mann zum Übermann: Die James-Bond-Darsteller

Kurz vor dem Start des neuen Bond-Abenteuers Skyfall begeht die Filmwelt 50 Jahre 007. Am 5. Oktober 1962 feierte James Bond jagt Dr. No Premiere. Folgende Männer bestimmten das Schicksal des Geheimagenten:

Der Erfinder: Ian Fleming

Der Autor, Journalist und Marineoffizier (1908-1964) stammte aus einer wohlhabenden englischen Familie. Er war während des Zweiten Weltkriegs an Spionageaktionen gegen Nazi-Deutschland beteiligt, die ihn auch zu seinen 007-Abenteuern inspirierten. 1953 erschien Ian Flemings erster Bond-Roman Casino Royale, 13 weitere Bücher über den Geheimagenten folgten. Mit 56 Jahren erlitt Fleming einen tödlichen Herzinfarkt.

Der Patriarch: Albert R. «Cubby» Broccoli

Der gebürtige New Yorker Albert R. Broccoli interessierte sich für die Verfilmung von Flemings Romanen, die Rechte lagen jedoch bei dem Kanadier Harry Saltzman. Das Duo tat sich zusammen und produzierte die ersten 007-Filme über ihre Firma EON Pictures. Seit Saltzmans Ausstieg regiert die Broccoli-Familie allein über den Kino-Bond. 1982 erhielt Patriarch «Cubby» bei der Oscar-Verleihung einen Ehrenpreis. Seit seinem Tod 1996 im Alter von 87 Jahren führen seine Tochter Barbara Broccoli und Stiefsohn Michael G. Wilson die Kinoserie fort. Skyfall ist der 23. offizielle Bond-Film von EON.

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Video: zoomin

Der Ur-Bond: Sean Connery

Der damals nahezu unbekannte Schotte war in James Bond jagt Dr. No (1962) der erste Kino-007 und setzte einen Standard, an dem sich jeder Nachfolger messen lassen musste. Fünfmal spielte Connery den lässigen MI6-Agenten, nach Lückenbüßer George Lazenby gab er ein kurzes Comeback mit Diamentenfieber (1971). Zum Ärger der Rechteinhaber sollte Connery aber noch einmal zurückkehren .

Die Eintagsfliege: George Lazenby

Der australische Dressman ist in mehrfacher Hinsicht einzigartig. Er spielte Bond nur einmal und Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969) ist der einzige Film, in dem der Frauenheld heiratet. Seine Braut (Diana Rigg) wird allerdings unmittelbar nach der Hochzeit im Auftrag des Schurken Blofeld getötet. Nach seinem Zerwürfnis mit den Bond-Produzenten verlief Lazenbys Filmkarriere im Sande - davon zeugen auch diverse Auftritte in der Softporno-Reihe Emanuelle.

Der Witzige: Roger Moore

Als Fernsehdetektiv Simon Templar und mit der TV-Serie Die Zwei an der Seite von Tony Curtis hatte sich der Engländer schon vor Bond einen Namen gemacht. Unter ihm wurden die 007-Filme humorvoller und die Fans spalteten sich in Connery- und Moore-Lager. Mit Im Angesicht des Todes (1985) endete nach sieben Filmen die Ära Roger Moore.

Der Ruppige: Timothy Dalton

Mit dem Waliser sollte Ernsthaftigkeit Einzug halten und sich die Filme wieder stärker an Flemings Geschichten orientieren. Dalton brachte es aber nur auf zwei Auftritte als 007. Der Hauch des Todes (1987) und Lizenz zum Töten (1989) bescherten der erfolgsverwöhnten Reihe einige der schwächsten Einspielergebnisse ihrer Geschichte.

Der Elegante: Pierce Brosnan

Lange musste der Ire auf 007 warten. Er war bereits als Nachfolger von Roger Moore gehandelt worden, wurde aber von den Machern der Detektivserie Remington Steele nicht aus seinem Vertrag entlassen. Produzent Broccoli hatte sich auf den ersten Blick in Brosnan verguckt und auch beim Publikum kam sein smarter Bond seit dem Debüt in GoldenEye (1995) gut an. Die Brosnan-Ära war auch geprägt von immer aufwendigeren Actionszenen und Spezialeffekten - die «Krönung» war das unsichtbare Auto in seinem letzten Bond-Film Stirb an einem anderen Tag (2002).

Der Anfänger: Daniel Craig

Was musste sich der neue Bond nicht alles anhören: Dass 007 nun erstmals blond sein sollte, stieß vielen Fans bereits sauer auf. Anderen war er nach Brosnan einfach zu kernig, dann wurde gemäkelt, Craig könne nicht mal vernünftig Auto fahren. Mit Casino Royale (2006) verstummten die (meisten) Kritiker schlagartig: Die Produzenten hatten radikal Tabula rasa gemacht und Bond an den Beginn seiner Laufbahn katapultiert. 007 beging seine ersten Morde, verlor sein Herz und bekam es gebrochen. Craigs Debüt und der Nachfolger Ein Quantum Trost (2008) erzielten die höchsten Einspielergebnisse der Reihe. Am 1. November 2012 kehrt Craig in Skyfall zurück.

James Bond: Wer hat das Zeug zu 007?

Die Abtrünnigen:

Sean Connery war lange nach seinem Abschied von der Reihe noch einmal in Sag niemals nie (1983) als Bond zu sehen - das Remake von Feuerball wurde aber nicht vom Rechteinhaber EON produziert und gilt daher nicht als Teil des offiziellen Bond-Kanons. Der erste Bond war Barry Nelson in einer 1954 ausgestrahlten Fernsehfassung von Casino Royal. Bösewicht Le Chiffre wurde von Peter Lorre verkörpert. In der Parodie Casino Royale (1966) spielte David Niven den Geheimagenten; Woody Allen gab Jimmy Bond, mit von der Partie waren auch Bond-Girl Ursula Andress, Orson Welles und Peter Sellers.

James Bond 007: Zweiter «Skyfall»-Trailer
Video: arrangement-co

Die Britin Adele reiht sich neben Musiklegenden wie Shirley Bassey, Tom Jones, Madonna und Tina Turner als Interpretin der berühmten Titelmelodie in der Agentenreihe James Bond ein. Die Sängerin bestätigte am Montag, sie werde das Titellied für Skyfall singen.

Der neue Film mit Daniel Craig in der Hauptrolle des Agenten 007 feiert am 23. Oktober 2012 Premiere und kommt drei Tage später offiziell in die britischen Kinos. In Deutschland wird er von November 2012 an zu sehen sein. Das Titellied für den bisher jüngsten Bond-Film Ein Quantum Trost hatten Alicia Keys und Jack White gemeinsam intoniert.

Adele postete am Montag ein Foto mit den Angaben zur Filmmusik auf ihrer Twitter-Seite. Zuvor hatte es wochenlang Spekulationen darüber gegeben, dass die 24-Jährige die neue Bond-Sängerin sein werde.

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boi/news.de/dapd/dpa

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