«Resident Evil» Der blutigste Streifen des Jahres

George Clooney und Co.
Schauspieler mit Superkräften

Seit zehn Jahren treibt ein Virus in der Science-Fiction-Horrorreihe Resident Evil sein Unwesen. Die nunmehr fünfte Ausgabe der Actionsaga unter dem Titel Retribution (Vergeltung) treibt die blutige Gewalt als Hochglanzkino in 3D effektvoll auf die Spitze.

Fliegende Geschosse, Feuersalven und spritzendes Blut in Zeitlupe: Mit so viel Gewalthorror und Spezialeffekten wie noch nie kommt die Actionsaga Resident Evil wieder in die Kinos. In der nunmehr fünften Ausgabe des verfilmten Videospiels kämpft wie seit zehn Jahren Schauspielerin und Model Milla Jovovich (36) als Alice gegen Zombies und zähnefletschende Monster. Und ihr Ehemann Paul W.S. Anderson übertrifft sich als Regisseur und Autor diesmal selbst mit seiner Hochglanzaction.

Freunde von Resident Evil erleben so eine Art «Best of» dieser Geschichte um den Kampf gegen das Böse und für das Überleben der Menschheit. Es gibt ein Wiedersehen längst totgeglaubter Filmfiguren, die dank Klonen am Fließband nun beliebig einsetzbar sind. Das ist in weiten Strecken solide Kinounterhaltung, aber nichts, was den Zuschauer im Kinosessel unruhig werden oder gar gruseln lässt.

Dabei hilft Alice in der Eingangssequenz mit einem Vortrag denjenigen, die noch nie etwas von Resident Evil gehört haben. Es geht um ein außer Kontrolle geratenes Virus des skrupellosen Biowaffenproduzenten Umbrella, das Menschen in gefährliche Monster verwandelt.

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Nun ging es bei der Story nie ernsthaft um eine echte Handlung oder gar um Logik oder etwa um Schauspielkunst. Es geht vielmehr um großes und kontrastreiches Bilderkino, um schöne Frauen in hautengen Kampfanzügen mit scharfen Waffen. Anderson konzentriert sich auf blutspritzende Gefechte in 3D-Hochglanz mit viel Weitwinkeloptik und Liebe zum Detail mit Spezialeffekten, die kaum Wünsche offen lassen.

Es ist Resident Evil: Retribution (Vergeltung) nach dem vorherigen Teil Afterlife anzusehen, dass das bewährte Team beim Geld nicht mehr sparen musste. Das neue Werk beginnt schon spektakulär mit einer rückwärts abgespielten Zeitlupenszene. Als Auftakt dient nach guter Tradition die Schlussszene der vorherigen Folge - auf einem riesigen Ozeanschlepper.

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Protagonistin Alice, die gegen das böse Virus immun ist, kommt dann in ein neues unterirdisches Superlabor der Umbrella Corporation auf der russischen Halbinsel Kamtschatka. In bewährter Weise erledigt sie mit Science-Fiction-Waffen ganze Armeen von Zombies und Ungeheuern, trifft alte Weggefährten und Feinde wieder und bahnt sich erstmals als Mutter der kleinen, auch im richtigen Leben tauben Becky den Weg in eine zweifelhafte Freiheit.

Zu den Höhepunkten zählen die Jagdszenen mit faschistisch anmutenden Untoten und einem Sauriermonster auf dem Roten Platz in Moskau um das Nobelkaufhaus GUM. Der Einkaufstempel wird letztlich genauso von einer gigantischen Flutwelle weggerissen wie der Kreml.

Resident Evil - der böse Bewohner - bietet einprägsame Bilder mit ausgeklügelter Farbdramaturgie: Die Stimmung schwankt zwischen dem grellen Licht der sterilen Umbrella Corporation, den Aufnahmen von New York und Tokio und der kalten fürchterlichen Dunkelheit des russischen Eismeers. Den Augen seiner Fans gönnt Anderson durch die dicht gesetzte Action kaum eine Ruhepause in den rund anderthalb Stunden - bis zum Finale mit einer Endzeitstimmung in der US-Hauptstadt Washington.

«Resident Evil»
Gewalthorror und Spezialeffekte
Video: filmtrailercom

Für den 47-jährigen Regisseur ist dies der Anfang vom Ende der Resident Evil-Saga. «Ich habe schon im Kopf, wie alles zu Ende gehen wird», sagte Anderson in einem Interview. Alice rüstet sich also bald für den schwersten Kampf ihres Lebens.

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rut/news.de/dpa

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