«Magic Mike» Channing Tatum lässt die Hosen runter

Ein famoses Jahr für Channing Tatum, den 32-jährigen US-Schauspieler: Der Liebesfilm Für immer Liebe spielte allein in den USA über 100 Millionen Dollar ein, ebenso die Cop-Komödie 21 Jump Street. Nun lässt er als Magic Mike die Hosen runter.

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Auch Hollywood-Schauspieler haben so ihre Jugendsünden, und die wurden meist aus den gleichen Beweggründen begangen: man war jung und brauchte das Geld. Channing Tatum (21 Jump Street) verdiente sich als 19-Jähriger als Stripper in seiner Heimatstadt Tampa, Florida etwas dazu. Davon erzählte Tatum während der Dreharbeiten zu Haywire Regisseur Steven Soderbergh, und der machte aus dieser Geschichte prompt seinen kommerziellsten Filme seit Ocean's Eleven. Und Tatum übernimmt natürlich die Titelrolle.

Magic Mike träumt davon, Designermöbel zu bauen, doch für die Banken ist der junge Mann einfach nicht kreditwürdig. Also muss er sich weiterhin als Dachdecker, Wagenpfleger und Stripper die nötigen Dollars verdienen. Mike weiß, was Frauen wünschen und deshalb erkennt er in dem 19-jährigen Adam (Alex Pettyfer) einen idealen neuen Mann für die Showtruppe. In der Tat wird der Newcomer mit seiner Mischung aus Schüchternheit und Draufgängertum zum neuen Liebling. Da landen die Dollarnoten bald bündelweise im Tanga.

«Magic Mike»: Sexy Stripper-Komödie
Video: filmtrailercom

Während Adam sich noch ganz dem Rausch des schnellen Geldes und dem Übermaß der Sexangebote hingibt, sucht Mike den Ausstieg. Irgendwann muss ein Mann eben auch mal erwachsen werden und etwas Richtiges im Leben anpacken. Bis zu dieser reumütigen, moralischen Wendung sorgen die Jungs aber erst einmal für reichlich Spaß. Matthew McConaughey als egomanischer Impressario der Striprevue dreht ordentlich auf. Und wie alle anderen Männer in der Truppe gibt auch er bereits nach wenigen Filmminuten den Blick frei auf seinen blanken Hintern. Ob Tarzan im Lendenschurz oder uniformierter GI, Polizist und Feuerwehrmann - sämtliche Macho-Klischees werden in den Shownummern durchexerziert, wobei die Klamotten erwartungsgemäß nicht lange am Leibe bleiben.

Doch die Stripper in Magic Mike sind nicht die Chippendales. So perfekt die Tanzszenen auch sein mögen, Soderbergh traute sich nicht, sich allein auf Sex, Spaß und Show zu konzentrieren. Sein Film ist daher weder Fisch noch Fleisch. Weder ist er so selbstbewusst trashig wie Paul Verhoevens Showgirls, noch verfügt er über einen ernstzunehmenden sozialkritischen Hintergrund wie Peter Cattaneos Ganz oder gar nicht.

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Channing Tatums zentrale Filmfigur Magic Mike mag zwar ein paar Probleme haben, ist und bleibt aber der «Good Guy»: lieb zu allen, ein netter Kumpel und ein wirklich guter Tänzer. Doch die angeblich wahre bodenständige Handwerkerseele will man Tatum nicht abnehmen. Beim Hosenausziehen macht er eben doch die überzeugendere Figur.

Die anderen Revuekollegen - unter anderem Matt Bomer (White Collar) und True Blood-Darsteller Joe Manganiello haben hingegen kaum Gelegenheit, aus ihren Rollen tatsächlich auch Charaktere zu schaffen. Dem Erfolg von Magic Mike hat dies bislang allerdings keinen Abbruch getan. Nach dem stattlichen Erfolg in den USA denkt Hauptdarsteller und Produzent Tatum bereits über eine Fortsetzung als auch über eine Bühnenversion nach.

Titel: Magic Mike
Verleih: Concorde Filmverleih
Regie: Steven Soderbergh
Darsteller: Channing Tatum, Matthew McConaughey, Alex Pettyfer u.a.

«Magic Mike»: Hollywoods sexy Boys erobern Berlin
Video: dpa

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rut/news.de/dapd

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