«Happy New Year» Til Schweigers neuester Hollywood-Versuch

Til Schweigers neuester Hollywood-Versuch (Foto)
Til Schweiger Bild: Warner Bros.

Von news.de-Redakteurin Julia Pfeifer
Als Schauspieler ist er zwar umstritten, aber so weit wie Til Schweiger hat es in Hollywood kaum ein deutscher Mime gebracht. Obwohl er dort nur in Nebenrollen besetzt wird, wissen die Amerikaner, wer er ist.

Hierzulande gilt er als absoluter A-Promi. Nicht nur als Schauspieler feiert Til Schweiger mittlerweile Erfolge. Filme wie Kokowääh oder Zweiohrkücken gehören zu den erfolgreichsten Komödien in Deutschland. Allein Kokowääh lockte mehr als vier Millionen Deutsche in die Kinos und wurde in diesem Jahr mit dem Comedy-Preis ausgezeichnet.

Die Krönung seines Erfolges ist nun die Rolle des Hamburger Tatort-Kommissars. Im Herbst 2012 sollen die Dreharbeiten zum ersten Tatort mit Til Schweiger beginnen. Kaum wurde das Gerücht, das schon seit einigen Wochen kursiert, vom NDR bestätigt, begannen die Spekulationen, wer wohl sein Partner sein würde. Aktuell sollen Jürgen Vogel und Wotan Wilke Möhring im Gespräch sein.

«Happy New Year»
Mit diesen Stars stand Til Schweiger vor der Kamera

Die ARD holt mit Til Schweiger einen großen Namen in die Riege der Tatort-Kommissare. Einen Namen, der auch im Ausland bekannt ist. Nicht erst seit dem immensen Erfolg von Quentin Tarantinos Inglourious Basterds, in dem Til Schweiger den wortkargen Nazi-Jäger Hugo Stiglitz gibt, weiß man jenseits der deutschen Grenzen, wer Til Schweiger ist.

Seit Mitte der 1990er Jahre, als er seiner Frau Dana (seit 2005 getrennt, aber nicht geschieden) zuliebe in deren Heimat USA zog, ist er regelmäßig in amerikanischen Filmen zu sehen. Zwar hat er da meist nur Nebenrollen, das aber so kontinuierlich, dass der deutsche Mime auch in Hollywood längst einen gewissen Namen hat. Viele hiesige Schauspieler sind in die Traumfabrik aufgebrochen, um dort groß rauszukommen. Meist vergeblich. Die wirklich erfolgreichen Deutschen in Hollywood kann man an einer Hand abzählen.

Eingeschränkte Rollenauswahl

Til Schweiger wurden Höhenflüge nachgesagt, als er nach seinem Umzug ins kalifornische Malibu begann, in der amerikanischen Filmindustrie einen Fuß in die Tür zu bekommen. Dabei lag dieser Schritt nahe. Schließlich wollte der Schauspieler in seiner neuen Heimat nicht arbeitslos sein. Dass dabei nicht sofort große Blockbuster-Hauptrollen heraussprangen, ist verständlich. Trotz intensiven Sprachtrainings haben es viele ausländische Stars schwer, ihren Muttersprachakzent abzulegen. Also werden sie meist nur in der Rolle des Deutschen, Franzosen oder Latinos besetzt. Das schränkt die Rollenauswahl selbstverständlich erheblich ein.

Also blieb Schweiger nichts anderes, als sich mit Nebenrollen zu begnügen. Er arbeitete zeitgleich auch in Europa an seiner Karriere. Als immer mehr amerikanische Filme statt in den USA in Europa gedreht wurden, zog Familie Schweiger zurück nach Deutschland. Und Til Schweiger startet hierzulande endgültig auch als Produzent und Regisseur durch. Bereits in den 1990er hatte er mit Der Eisbär begonnen, hinter der Kamera zu arbeiten.

Dennoch hat er seine Verbindungen nach Amerika nie gekappt. Demnächst will er auch dort als Regisseur tätig sein. Er hat die Rechte für Keinohrhasen an Newmarket Entertainment verkauft, wie das amerikanische Branchenblatt Variety 2010 berichtete. In der Hauptrolle, die Til Schweiger im deutschen Original selbst spielt, sähe er gern Ben Affleck.

Unser Til

Aber auch schauspielerisch will er nach wie vor auf der anderen Seite des Atlantik tätig sein. Demnächst wird er in zwei US-Filmen zu sehen sein. Sowohl in The Courier (mit Mickey Rourke) und This Means War (mit Reese Witherspoon) soll er eine FBI-Agenten spielen, ist beim Internetdienst IMDB zu erfahren. Außerdem startet in dieser Woche die Komödie Happy New Year, in der Til Schweiger eine der vielen Hauptrollen ergattert hat. Der Episodenfilm dreht sich um mehrere New Yorker und ihre Erlebnisse rund um die Silvesternacht 2011/2012. Til Schweiger ist ein werdender Vater, dessen hochschwangere Frau versucht, das erste Neujahrsbaby auf die Welt zu bringen, um dafür 25.000 Dollar zu kassieren.

Der Film wirkt ein wenig so, als wolle er das amerikanische Pendant zu einer der schönsten Feiertagskomödien überhaupt sein: Tatsächlich Liebe. Auch der britische Erfolgsfilm aus dem Jahr 2003 wird in Episoden erzählt. Allerdings wirkt Happy New Year im Vergleich zu Tatsächlich Liebe etwas lieblos. Die verschiedenen Paare passen kaum zusammen, ihre Geschichten sind nicht richtig erzählt und über allem liegt eine dicke Schicht amerikanischen Kitschs.

Der Film wird dennoch auch hierzulande viele Zuschauer in die Kinos locken. Denn er kann mit einer erstklassigen Starbesetzung aufwarten. Oscar-Preisträger Robert De Niro, Hilary Swank und Halle Berry stehen auf der Besetzungsliste, genauso wie Sarah Jessica Parker, Ashton Kutcher und Jessic Biel. Und nicht zu vergessen: unser Til Schweiger.

Titel: Happy New Year
Regie: Garry Marshall
Darsteller: Robert De Niro, Halle Berry, Jon Bon Jovi, Hilary Swank u.v.m.
Filmlänge: 118 Minuten
FSK: keine Altersbeschärnkung
Verleih: Warner Bros. Pictures
Kinostart: 8. Dezember 2011

car/pfj/news.de

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