«Tim und Struppi» Stars aus dem Computer

Hollywoodstars bis zur Unkenntlichkeit animiert: Liegt im Motion Capturing-Verfahren, das bei Spielbergs Die Abenteuer von Tim und Struppi angewendet wird, die Zukunft des Kinos? News.de sieht darin auch Chancen. Die Zuschauer strömen jedenfalls massenweise in den Film.

«Tim und Struppi» (Foto)
Jamie Bell und Andy Serkis stecken hinter Tim und Käpt'n Haddock im Film Die Abenteuer von Tim und Struppi. Bild: Sony

Ist das die Zukunft des Kinos? Schauspieler, die man nicht mehr auf der Straße erkennt, weil sie ihr Gesicht nur für ein Motion Capturing Verfahren zur Verfügung gestellt haben. Dabei werden Mimik und Gestik gefilmt, dann aber später mit digitalen Kostümen und Masken überzogen, sodass der Mensch hinter der Figur bis zur Unkenntlichkeit verändert ist. Wer sieht schon, dass hinter Tim aus Spielbergs Film Die Abenteuer von Tim und Struppi der Schauspieler Jamie Bell steckt? Oder dass Daniel Craig dem Bösewicht seine Züge lieh?

Andy Serkis, der in die Fassade des ständig fluchenden Käpt'n Haddock geschlüpft ist, ist darin schon Experte: Er ist der Mensch hinter Gollum aus Der Herr der Ringe, lieh King Kong sein Antlitz und dem Schimpansen Cesar aus Planet der Affen: Prevolution. Alles hochkarätige Rollen in gut besuchten Filmen, aber Serkis dürften die wenigsten erkennen, wenn er neben ihnen an der Supermarktkasse steht. Auch Zoe Saldana, die als blaue Na'vi durch James Camerons Avatar turnte, reiht sich in die Riege der digitalen Stars ein. Wenn sich das durchsetzt, könnte es mit dem Starkult um Hollywoodschauspieler vorbei sein.

«Hotel Lux»: Tanz der Diktatoren

Für manchen Star dürften das vielleicht gar nicht so schlechte Nachrichten sein: Endlich können sie horrende Gagen kassieren, in Blockbustern mitspielen und trotzdem unbehelligt ihren Kaffee in der Öffentlichkeit trinken, ohne sich hinter gigantischen Sonnenbrillen vor Paparazzi und zudringlichen Fans verstecken zu müssen.

Die Zuschauer scheint es jedenfalls nicht zu stören, wenn sie den Schauspieler hinter der animierten Figur nicht mehr erkennen. Die Abenteuer von Tim und Struppi stieg in den deutschen Kinocharts gleich auf Platz eins ein. 358.000 Kinobesucher wollten den Film zwischen Donnerstag und Sonntag sehen, berichtet der Branchendienst Media Control. Für Hotel Lux haben hingegen nur 57.000 Menschen ein Ticket gelöst.

Lesen Sie hier die Rezension zu Die Abenteuer von Tim und Struppi.
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Lesen Sie hier die Rezension zum Film Hotel Lux.
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«Hotel Lux»: Sternendeuter des Diktators
Video: amg/news.de/Constantin

cvd/news.de

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