Verlosung Nager-Therapie für Mel Gibson

Themendienst Kino: Der Biber (Foto)
Mel Gibson lässt einen Biber für sich sprechen. Bild: dapd

Zuletzt war Mel Gibson mit Trennungsstreit, antisemitischen Ausfällen und Fahren unter Alkoholeinfluss in den Schlagzeilen. In Der Biber erinnert er daran, dass er nicht nur Randale machen kann, sondern auch ein toller Schauspieler ist. News.de verlost drei Filme.

Auf Mel Gibson ist nicht jeder Kinogänger gut zu sprechen. Sorgt doch der 55-jährige Hollywood-Macho zuletzt vor allem privat immer wieder für Negativ-Schlagzeilen. Antisemitische Pöbeleien oder eine Bewährungsstrafe wegen Gewalt gegenüber Ex-Freundin Oksana Grigorieva sind dafür nur zwei Beispiele. Im Mai dieses Jahres ist der preisgekrönte Darsteller und zweifach Oscar-prämierte Braveheart-Regisseur mit Der Biber zurückgekehrt auf der Leinwand - und erschien trotz überzeugenden Spiels einmal mehr in obskurem Licht. Jetzt liegt der Film auf DVD und Blu-ray vor.

«Der Biber»
Mit dem Nager aus der Depression
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In Jodie Fosters Familiendrama gibt Gibson einen psychisch Kranken, der sich mit Hilfe einer Tier-Handpuppe selbst therapiert. Den schrägen Plot ersann Drehbuchautor Kyle Killen: Als «toter Mann» treibt der depressive Walter Black (Gibson) im Pool seines Vorort-Anwesens. Der Erbe einer Spielzeugfabrik ist am Ende, von seiner Frau (Foster) und den beiden Söhnen hat er sich entfremdet. Da findet der Selbstmordkandidat in einer Mülltonne eine Biber-Handpuppe, die für ihn zu sprechen beginnt. Schon bald verleiht ihm das unansehnliche Plüschwesen mit den Riesenzähnen neuen Elan. «Wach auf», ruft der Biber - und die Erfolge in Firma und Familie lassen nicht auf sich warten. Bis das Biest destruktiv zu wirken beginnt.

Regisseurin und Hauptdarstellerin Foster erklärte dazu: «Im Grunde, trotz aller seltsamen Drehungen und Wendungen, ist Der Biber ein Familiendrama, die Geschichte eines Vaters und eines Sohnes, die wieder zusammenfinden.» Die als intellektuelle Feministin bekannte Foster soll es auch gewesen sein, die den Kontakt zu Gibson herstellte und ihm somit eine Chance gab. Warum ausgerechnet Gibson? «Er bringt ein Leben voller Schmerz, über das wir nun seit Jahren diskutieren, in seine Rolle ein», verteidigte die mehrfache Oscars-Gewinnerin ihre Wahl im Hollywood Reporter.

Mit gereiftem, verwitterten Gesicht und intensiver Präsenz schafft es Gibson tatsächlich, die Seelenqualen eines Mannes in der Krise beeindruckend und ohne Peinlichkeit zu gestalten. Auch die beiden Jungdarsteller spielen auf höchstem Niveau: Anton Yelchin als Sohn gibt eine ebenso differenzierte Darstellung wie dessen Freundin, gespielt von Jennifer Lawrence, die durch das Sozialdrama Winter's Bone und eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin schlagartig berühmt wurde. Fad ist einzig Jodie Foster, die sich als besorgte Gattin eine denkbar langweilige Rolle auf den Leib geschrieben hat. Doch Gibson als Depressiver, der gegen seine Dämonen kämpft, macht alles wett. Er hypnotisiert den Zuschauer.

V E R L O S U N G: 3 DVDs

Zum DVD- und Blu-ray-Start von Der Biber verlost news.de drei DVDs. Wer gewinnen möchte, schickt bitte eine E-Mail mit dem Stichwort «Der Biber» bis Dienstag, 11. Oktober 2011, 12 Uhr, an redaktion@news.de. Bitte die Postadresse nicht vergessen. Die Gewinne werden unter den Einsendern verlost. Die Gewinner werden umgehend per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Titel: Der Biber
Regie: Jodie Foster
Darsteller: Mel Gibson, Jodie Foster, Jennifer Lawrence, Anton Yelchin und andere
Filmlänge: 90 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Extras: Audiokommentar mit Regisseurin Jodie Foster, Making-of, entfallene Szenen
Verleih: Concorde
Preis: rund14 Euro
DVD-/Blu-ray-Start: 6. Oktober 2011

car/news.de/dpa/dapd

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