Kinostarts der Woche Nach dem Naziskandal der Weltuntergang

Kirsten Dunst sieht eine kosmiche Katastrophe voraus, Mr. Bean versucht sich als James Bond und Colin Farrell als blutrünstiger Vampir. News.de stellt die Kinostarts der Woche vor.

Endzeitstimmung bei Kirsten Dunst

Bereits im Vorspann geht die Welt unter: Ein Planet namens Melancholia, der sich bislang hinter der Sonne versteckt gehalten hat, rast auf die Erde zu und zerstört sie. In seinem ästhetisch schillernden Science-Fiction-Film Melancholia erzählt der dänische Regie-Provokateur und Drehbuchautor Lars von Trier, was dieser kosmischen Katastrophe vorausgeht, die von der depressiven jungen Braut und Werberin Justine (Kirsten Dunst) erahnt wird.

Einen Skandal erregte Trier im Frühjahr auf den Festspielen in Cannes allerdings nicht mit seinem starbesetzten Werk, sondern mit der Äußerung, er sei ein Nazi.

«Fright Night»
Vorsicht bissig!

Titel: Melancholia
Regie: Lars von Trier
Darsteller: Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland, Charlotte Rampling, Udo Kier
Filmlänge: 130 Minuten
FSK: ohne Angabe
Verleih: Concorde
Kinostart: 6. Oktober 2011

Colin Farrell dürstet nach Menschenblut

Etwas stimmt nicht mit dem neuen Nachbarn, dem attraktiven Jerry, da ist sich Charley sicher. Und es dauert nicht lang, da kommt der Teenager hinter Jerrys gruseliges Geheimnis: Er ist ein Vampir! Vor dem muss sich vor allem Charleys weibliches Umfeld hüten - sogar auf seine Mom hat es der Blutsauger abgesehen. Der Schüler aber macht sich daran, dem unseligen Treiben ein Ende zu setzen.

Bei Fright Night, der in 3D in die Kinos kommt, handelt es sich um das Remake einer Horror-Komödie von 1985 (Die rabenschwarze Nacht). Nebst Colin Farrell (Miami Vice), der den gefährlichen Blutsauger mimt, standen auch Anton Yelchin (Star Trek) und Toni Collette (Sixth Sense) vor der Kamera.

Titel: Fright Night
Regie: Craig Gillespie
Darsteller: Colin Farrell, Anton Yelchin, Imogen Poots, Toni Collette, David Tennant
Filmlänge: 106 Minuten
FSK: ohne Angabe
Verleih: Dreamworks
Kinostart: 6. Oktober 2011

Rowan Atkinson wieder als Agent unterwegs

Als Mr. Bean erlangte der britische Komiker Rowan Atkinson Kultstatus. Nun schlüpft der Schauspieler zum zweiten Mal in die Rolle des tollpatschigen britischen Agenten Johnny English. Teil 1 der James-Bond-Persiflage bekam vor acht Jahren eher schlechte Kritiken, war beim Publikum aber trotzdem ein Erfolg.

In Johnny English - Jetzt erst recht soll der trottelige MI7-Mitarbeiter ein Attentat auf den chinesischen Premierminister verhindern und steht sich dabei deutlich weniger selbst im Weg als im ersten Teil der Agenten-Komödie. Der 56-jährige Atkinson und Regisseur Oliver Parker bieten dem Publikum dieses Mal eine deutlich bessere Story und vor allem weniger Brachial- und Fäkalhumor. Nicht der ganz große Wurf, aber solide Unterhaltung mit ein paar richtig guten Gags.

Titel: Johnny English - Jetzt erst recht
Regie: Oliver Parker
Darsteller: Rowan Atkinson, Rosamund Pike und andere
Filmlänge: 101 Minuten
FSK: ab sechs Jahren
Verleih: Universal
Kinostart: 6. Oktober 2011

Kate Hudson in Liebesdingen verkorkst

Jung, erfolgreich und ab und zu mal mit dem Lover ins Bett: Vor festen Beziehungen schreckt die lebensfrohe, in der Werbebranche tätige Marley zurück. Doch sie muss erfahren, dass sie nicht mehr allzu lang zu leben hat, Diagnose Darmkrebs. Dass sie sich nun ausgerechnet in den hübschen Doktor Goldstein verliebt, führt Marley vor Augen, wie wichtig doch eine ernsthafte Bindung sein kann.

In den Hauptrollen des Liebesdramas Kein Mittel gegen Liebe sind Kate Hudson (Almost Famous) und der Mexikaner Gael García Bernal (Anleitung zum Träumen) zu sehen. Whoopi Goldberg tritt in einer Nebenrolle als weiblicher Gott auf und erfüllt Sterbenden drei letzte Wünsche. Inszeniert hat die Love-Story Nicole Kassell, es ist ihr zweiter Kinofilm nach Der Dämon in mir.

Titel: Kein Mittel gegen Liebe
Regie: Nicole Kassell
Darsteller: Kate Hudson, Gael García Bernal, Kathy Bates
Filmlänge: 106 Minuten
FSK: ab sechs Jahren
Verleih: Senator
Kinostart: 6. Oktober 2011

Kriegsdrama aus Kinderperspektive

Sie werden als Wunderkinder gefeiert: die jungen Musiker Abrascha und Larissa. Überall in der Sowjetunion geben sie im Jahr 1941 Konzerte. Doch mit dem Überfall der Deutschen auf ihr Land ändert sich alles - und die Freundschaft von Larissa und Abrascha zu der Deutschen Hanna, Tochter des ortsansässigen Brauerei-Direktors, wird auf eine harte Probe gestellt.

Der Berliner Filmproduzent Artur Brauner (93) und seine Tochter Alice (45) erzählen aus Kinderperspektive vom Krieg. Regisseur Marcus O. Rosenmüller (Der tote Taucher im Wald, Gottes mächtige Dienerin) ist es gelungen, vor allem den begabten Kinder-Schauspielern eine große Leinwand-Präsenz zu geben.

Titel: Wunderkinder
Regie: Marcus O. Rosenmüller
Darsteller: Kai Wiesinger, Gudrun Landgrebe, Elin Kolev, Mathilda Adamik, Imogen Burrell, Konstantin Wecker
Filmlänge: 100 Minuten
FSK: ab zwölf Jahren
Verleih: StudioCanal
Kinostart: 6. Oktober 2011

zij/car/news.de/dpa

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