Zensierter König Fuck! Fuck! Fuck!

Busenblitzer und Schimpfwörter gehören nicht auf den Bildschirm. In den USA jedenfalls sind sie tabu. Auch der britische Schauspieler Colin Firth wurde zensiert. Jetzt flucht er nicht mehr in dem Oscar-Anwärter The King's Speech.

«The King's Speech» ganz ohne Schimpfwörter (Foto)
Colin Firth und Helena Bonham Carter on einer Szene des Films The King's Speech. Bild: dpa

Der britische Kinofilm und große Oscar-Favorit The King's Speech lebt vom Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller Colin Firth und Geoffrey Rush. Firth spielt den stotternden König George VI. und Rush seinen australischen Sprachtherapeuten Lionel Logue. In einer legendären Szene bringt Logue den König dazu, gleich eine ganze Salve gestotterter «Fuck! Fuck! Fuck!» auszurufen. Mag sein, dass das nicht fein ist. Aber dieses Fuck wird tatsächlich als Mittel der Sprachtherapie eingesetzt, wie Regisseur Tom Hooper kürzlich in einem Interview mit dem Portal kino.de erläuterte.

«The King's Speech»: Im Angesicht des Mikrofons

Dennoch hat die Motion Picture Association of America auf ihren Prinzipien bestanden. Dazu gehören: Keine Schimpfwörter auf Kinoleinwand und TV-Bildschirm. In dem Land der sonst unbegrenzten Möglichkeiten ist The King's Speech jetzt in einer neuen Version ohne Schimpfwörter auf dem Markt.

Mit dem gefilterten Vokabular des stotternden Königs ist die Neuausgabe in den USA keiner Altersbegrenzung mehr unterworfen, berichtet das Branchenblatt Variety. Nun könne der Streifen als Familienfilm antreten und entsprechend Umsätze machen. Das dürfte sich vor allem dann lohnen, wenn er wie erwartet in der Oscar-Nacht kräftig absahnt. Mit zwölf Nominierungen hat das Drama in der Nacht zum Montag Aussicht auf reichen Oscar-Segen.

The King's Speech: Der Kampf mit dem Mikrofon
Video: wie/news.de

Die ursprüngliche Fassung des Films wird in den USA zwar dennoch gezeigt, sie ist aber nur für Kinogänger ab 13 Jahren zugelassen. In Deutschland gab es von Anfang an keine Altersbeschränkung.

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car/news.de/dpa

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