Emma Stone
«In der Sex-Szene hatte ich einen Asthma-Anfall»

Sie ist der neue Shootingstar aus Hollywood und zurzeit im Film Einfach zu haben in den deutschen Kinos zu sehen. Im Interview verr├Ąt Schauspielerin Emma Stone was sie von Ger├╝chten h├Ąlt und wie eine Power-Point-Pr├Ąsentation ihre Schauspiel-Karriere rettete.

Schlaf statt Party: Schauspielerin Emma Stone. Bild: dpa

Ihr aktueller Film Einfach zu haben spielt an einer Highschool. Wie haben Sie Ihre Highschool-Zeit erlebt?

Emma Stone: Ich hatte Privatunterricht. Ich hatte zu der Zeit viele Vorsprechen, deshalb bin ich Zuhause unterrichtet worden.

Viele Menschen sehen ihre Schulzeit nostalgisch. Bereuen Sie es manchmal, dass sie nicht in der Highschool waren?

Stone: Naja, ich war ja trotzdem ein Teenager, ich hatte dieselben Unsicherheiten, Sorgen und ich vermisse es ├╝berhaupt nicht, 15 Jahre alt zu sein. Das ist eine harte Zeit, aber man lernt als Teenager eine Menge. Es ist schwer etwas zu vermissen, f├╝r das ich die Chance bekam, zu tun, was mir Spa├č macht und mit dem ich jetzt mein Geld verdiene.

Wie haben Sie herausgefunden, dass sie Schauspielerin werden wollen?

Stone: Oh, ich wurde mit Jazz-H├Ąnden geboren (lacht). Ich war laut und albern und ich wollte immer Schauspielerin sein. Als ich 14 war, habe ich eine Power-Point-Pr├Ąsentation gemacht, um meine Eltern davon zu ├╝berzeugen, dass sie mich nach L.A. ziehen lassen, damit ich Schauspielerin werden kann – und es hat funktioniert.

Sind Sie dann allein nach L.A. gezogen?

Stone: Nein, mit meiner Mutter. Ich bin auch sehr froh, dass ich diese Zeit der Vorsprechen erlebt habe. W├Ąre ich ├╝ber Nacht ber├╝hmt geworden, w├Ąre ich bestimmt nicht so bodenst├Ąndig geworden.

Gab es einen Moment, in dem Ihnen klar wurde: «Ja, ich bin eine Schauspielerin»?

Stone: Ja, ich war sechs Jahre alt und ging in den Kindergarten. Dort hatte ich meine erste Rolle bei einem Theaterst├╝ck – und ich war begeistert. Es war ein klassisches St├╝ck ├╝ber einen Hund. Und es war sehr gut. Ich war Suzie Bell, mir geh├Ârte der Hund.

Haben Sie gleich gemerkt, dass Einfach zu haben mehr als eine Highschool-Kom├Âdie ist?

Stone: Ja, als ich das Script gelesen habe, wusste ich sofort, dass ich dabei sein will. Das Drehbuch ist au├čergew├Âhnlich witzig und es gibt eine Menge spannende Dinge, ├╝ber die man nachdenken kann. Au├čerdem hat mir die Figur Olive gut gefallen: Sie ist smart, witzig und entscheidet sich, die Ger├╝chte selbst in die Hand zu nehmen. Mir gef├Ąllt auch, dass Olive sehr extreme Entscheidungen trifft.

Welche Szene in Einfach zu haben hat Ihnen am meisten Spa├č gemacht?

Stone: Die Szene, in der ich vorgebe, Sex zu haben. Aber ich hatte dabei einen Asthma-Anfall, das war nat├╝rlich nicht so sch├Ân, aber ich habe diese Szene am liebsten gelesen. Und dann jede Szene mit meinen Film-Eltern Stanley Tucci und Patricia Clarkson.

In dem Film geht es auch um das Bed├╝rfnis nach Popularit├Ąt, f├╝r eine Schauspielerin ist das ja auch sehr wichtig. Denken Sie viel ├╝ber Ihre eigene Popularit├Ąt nach?

Stone: Es gibt Schauspieler, die den Job machen, weil sie ber├╝hmt sein wollen, das interessiert mich nicht. Mir leuchtet aber ein, dass es ein Vorteil ist, wenn die Menschen wissen, wer du bist, weil man so an gute Rollen herankommt. Popularit├Ąt macht den Job etwas leichter. Aber ich wei├č auch, dass man sich nicht f├╝r alle Zeiten darauf verlassen kann. Die gr├Â├čten Schauspieler hatten Phasen, in denen es nicht so gut lief.

Sie werden mit Julia Roberts verglichen. Wie finden Sie das?

Stone: Das ist nat├╝rlich sehr schmeichelhaft, aber ich k├Ânnte an Julia Roberts nicht mal heranreichen. Mir gef├Ąllt es auch ganz gut, ich selbst zu sein.

F├╝hlen Sie sich dadurch unter Druck gesetzt?

Stone: Ich glaube nicht, dass Druck das richtige Wort ist. Ich versuche, es zu genie├čen, nicht zu viel dar├╝ber nachzudenken. Am Ende des Tages machen wir ja auch nur Filme, wir heilen keine Kranken. Es macht Spa├č, es ist Unterhaltung. Ich f├╝hle mich wie ein Kind, das in einem Pappkarton spielt, aber ich kann davon leben.

Lesen Sie weiter auf Seite 2, was Emma Stone von Ger├╝chten h├Ąlt und wie sie ihren Geburtstag feiert...


In Einfach zu haben verbreitet sich das Ger├╝cht, Olive gehe mit jedem ins Bett so schnell, weil die Sch├╝ler es ├╝ber soziale Netzwerke streuen. Wie viele Ger├╝chte streuen Sie ├╝ber Facebook?

Stone: Oh, ich habe mein Facebook-Profil gel├Âscht, mich hat das nerv├Âs gemacht. Ich habe es dauerhaft gel├Âscht, weil man sonst die Bilder, die ich hochgeladen hatte, noch immer ├╝ber Google finden kann. Ich verbreite also keine Online-Ger├╝chte mehr.

Machen Sie sich Gedanken dar├╝ber, dass Sie keine Kontrolle ├╝ber das haben, was ├╝ber Sie im Internet ver├Âffentlicht wird?

Stone: Ich versuche, nicht allzu viel dar├╝ber nachzudenken. Ich hoffe einfach, dass keine haarstr├Ąubende Ger├╝chte ├╝ber mich im Netz herumschwirren.

Was glauben Sie, warum sind die Leute so verr├╝ckt nach Ger├╝chten?

Stone: Keine Ahnung, wahrscheinlich ist es so, dass die Highschool nie zu Ende geht. Es macht Spa├č, ├╝ber andere zu l├Ąstern, weil man sich selbst dabei besser f├╝hlt. Wir alle haben Fehler, sind unsicher. Es ist nicht so interessant, wenn Menschen auf Dinge hinweisen, die man ohnehin schon wei├č. Deshalb erfinden sie Sachen, die nicht stimmen. Aber das ist dumm, das interessiert mich nicht.

Haben Sie selbst einmal gelogen, um jemandem zu helfen?

Stone: Nein, in dem Ausma├č, in dem Olive das in Einfach zu haben tut, habe ich nie gelogen, aber ich finde ziemlich mutig, was sie f├╝r ihren Freund tut. Auch wenn es sie in gro├če Schwierigkeiten bringt: Olive hatte ziemliche gute Gr├╝nde f├╝r diese L├╝ge und das beeindruckt mich.

Sie sind ein Star, ist es schwer f├╝r Sie, Freunde zu finden, Menschen zu vertrauen?

Stone: Ach, ich habe mit meinen Freunden gro├čes Gl├╝ck gehabt, ich habe einen kleinen aber feinen Freundeskreis. Ich schlie├če noch immer Freundschaften, aber ich habe auch ganz gute Antennen f├╝r sch├Ąbige Menschen.

M├╝ssen Sie sich vor Schwierigkeiten h├╝ten?

Stone: Das ziehe ich vor.

Gehen Sie gern auf wilde Partys?

Stone: Nein, eigentlich bleibe ich lieber Zuhause.Ich gehe nat├╝rlich auch mal gern mit meinen Freunden aus, aber wilde Partys sind nicht so mein Fall.

Sind Sie misstrauischer geworden, seit Sie ber├╝hmt sind?

Stone: Nein, das w├Ąre doch traurig. Ich vertraue da auf meine Instinkte.

Sie haben bald Geburtstag. Wie werden Sie feiern?

Stone: Ahh, ich werde schlafen. Ich habe gerade Dreharbeiten f├╝r einen Film abgeschlossen. Ich werde mir Filme anschauen und einfach nur schlafen. F├╝r mich klingt das nach einem perfekten Geburtstag.

Bald werden wir Sie als Spidermans Freundin auf der Leinwand sehen...

Stone: Ja, das ist sehr aufregend. Ich w├╝hle mich gerade durch die Comics und das Drehbuch ist gro├čartig, dieser Spiderman wird v├Âllig anders sein.

pfj/news.de

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