Biennale in Venedig Tom Tykwer vertritt Deutschland

Tom Tykwers Film «Drei» abgedreht (Foto)
Regisseur Tom Tykwer hat seinen neuen Film abgedreht, den er gleich auf der Biennale Venedig zeigen darf. Bild: dpa

Aller guten Dinge sind Drei: Mit seiner Produktion geht Tom Tykwer für Deutschland in den Wettbewerb um den Goldenen Löwen. Dabei wird er auch Quentin Tarantino überzeugen müssen. Zwei weitere deutsche Filme sind nominiert.

Der Regisseur Tom Tykwer kämpft dieses Jahr für Deutschland im Wettbewerb der 67. Filmbiennale von Venedig um den Goldenen Löwen. Tykwer (The International) tritt beim Festival vom 1. bis zum 11. September mit dem Streifen Drei an mit Sophie Rois und Sebastian Schipper in den Hauptrollen. Der Dokumentarfilm Atom von Markus Löffler und Andrée Korpys sowie der Trickfilm The External World von David Oreilly vertreten die Bundesrepublik in der Sektion «Orizzonti» (Horizonte), in der es um neue Tendenzen des internationalen Films geht.

Insgesamt gehen 23 Filme und 11 Nationen um die höchste Auszeichnung des internationalen Filmfestivals der Lagunenstadt ins Rennen, teilten Biennale-Präsident Paolo Baratta und der künstlerische Festivaldirektor Marco Müller mit. Einer der Streifen davon ist ein Überraschungsfilm, der erst am sechsten September bekanntgegeben werden soll. Die Jury des diesjährigen Filmspektakels leitet der amerikanische Star-Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Quentin Tarantino (Pulp Fiction, Kill Bill).

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Am stärksten vertreten sind beim Löwen-Rennen die Vereinigten Staaten mit mindestens sechs Streifen im Wettbewerb, darunter auch der Eröffnungsfilm: Darren Aronofskys Black Swan. In dem Psychothriller mit Natalie Portman und Vincent Cassel geht es um Intrigen im New Yorker Ballettmilieu. Aronofsky hatte bereits vor zwei Jahren mit seinem Film The Wrestler mit Mickey Rourke in der Hauptrolle am Lido den Goldenen Löwen gewonnen. Mit vier Streifen im Wettbewerb ist auch die Gastgebernation Italien in Venedig gut vertreten. Darunter ist Saverio Costanzos La solitudine dei numeri primi mit Isabella Rossellini.

Den goldenen Ehrenlöwen für sein Gesamtwerk erhält dieses Jahr der asiatisch-amerikanische Filmregisseur und Produzent John Woo (Mission Impossible). Dem 1946 in China geborenen Meister melancholischer Gangsterballaden (City Wolf, Im Körper des Feindes) sei es geglückt, Inszenierungskunst und Schnitt des Actionfilms zu revolutionieren und damit das Genre im höchsten Grad zu stilisieren, begründeten die Biennale-Leiter die Ehrung.

27 Filme bietet die Biennale in der Kategorie «Außerhalb des Wettbewerbs», davon 23 in Weltpremiere. Mit Spannung erwartet wird darunter Julie Taymors Shakespeare-Verfilmung The Tempest - unter anderem mit Oscarpreisträgerin Helen Mirren in der Hauptrolle. Der Streifen soll das Festival abschließen. In derselben Kategorie stehen Hollywoodstar Ben Afflecks Agenten-Movie The Town am Start sowie der in den USA produzierte Thriller Machete mit Danny Trejo, Jessica Alba und Robert de Niro.

ruk/news.de/dpa

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