Hugh Grant im Interview «Sarah ist mein Typ»

Hugh Grant im Film (Foto)
Dreh mit einer Mode-Ikone und einem Bären in der Pampa: Hugh Grant. Bild: Sony

Für den Film Haben Sie das von den Morgans gehört? übernachtete Hugh Grant in einem Campingwagen und musste einem Bären in die Augen schauen. Ob der Bär oder seine Kollegin Sarah Jessica Parker die größere Herausforderung war, verrät Grant im Interview.

Am 7. Januar kommt Hugh Grants neuer Film Haben Sie das von den Morgans gehört? in die deutschen Kinos. In den Hauptrollen sind der Frauenliebling und Sex and the City-Darstellerin Sarah Jessica Parker zu sehen - als ein typisches Upperclass-Paar, das ein Zeugenschutzprogramm des FBI in den wilden Westen verbannt.

Für eine romantische Komödie war der Hauptdrehort ziemlich rau. Wie hat Ihnen das gefallen?

Grant: Also - es hat mich nicht zum «Country Boy» gemacht. So sehr ich es liebe, aufs Land zu fahren, ich bin kein Landjunge. Obwohl der Film in Wyoming spielt, haben wir in New Mexico gedreht. Ich habe den Drehort wirklich geliebt, das ist viel interessanter als zu Hause zu filmen. Wir waren in Roy, einem winzigen Nest inmitten New Mexicos. Meilenweit kein Hotel. Und ich habe - da muss ich ein bisschen betrunken gewesen sein - vor Beginn der Dreharbeiten zugestimmt, dass wir dort mit unseren Wohnwagen campen. Wir haben in der Schule geduscht und abends zusammen gesessen, getrunken und mit Wäscheklammern so eine Art Gotcha gespielt. Es war phantastisch!

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Wer war schwieriger - der Bär, mit dem Sie es im Film zu tun haben, oder Sarah Jessica Parker?

Grant: Oh, die waren sich sehr ähnlich. Beide sind Perfektionisten. Und beide legten großen Wert auf ihr Aussehen. Sarah ist eine Mode-Ikone und auch der Bär war sehr daran interessiert, wie er rüberkam. Er kam nicht zum Set, bevor er nicht zweimal shampooniert worden war. Er ist eine Diva. Er hat sein ganzes Leben mit der Schauspielerei verbracht.

Wie war die Zusammenarbeit mit Sarah Jessica Parker?

Grant: Wir hatten eine Menge Spaß - sie ist genau der Typ Frau, den ich mag: Sehr witzig, sehr clever, sehr professionell. Und sie isst sehr viel, was schon erstaunlich ist für ein so zierliches Mädchen.

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Video: Sony

Meryl und Paul müssen im Film ihre Komfortzone verlassen und sich gegen Bären, Kühe und Stiere wehren. Mögen Sie solche außergewöhnlichen Herausforderungen, gehen Sie manchmal raus aus Ihrer Komfortzone?

Grant: Das macht ja niemand gern, oder? Aber ich habe sie schon verlassen - bei meinem letzten Film Mitten ins Herz - ein Song für Dich zum Beispiel. Da musste ich singen und tanzen. Da bin ich raus aus der Komfortzone. Ist aber okay, wir brauchen solche Herausforderungen.

Sie haben zwei Jahre lang keinen Film gemacht und immer mal wieder wissen lassen, dass Sie die Schauspielerei langweilt. Wie sieht's damit aus?

Grant: Das mit den Abständen von Film zu Film hat damit zu tun, dass ich bei der Auswahl der Drehbücher extrem wählerisch bin. Auch während der Filmarbeiten bin ich kompliziert. Ich mische mich überall ein, sogar beim Filmplakat. Es stimmt schon, der Teil an meinem Beruf, der mich ein kleines bisschen langweilt, ist die Schauspielerei.

Sie haben auch schon Theater gespielt. Wäre das eine dauerhafte Option?

Grant: Theater ist wirklich Spaß für einen Schauspieler. Aber wenn das Publikum lacht, mag ich das so sehr, dass ich selbst lachen muss. Und dann die Proben. Beim Film muss man nicht proben, in Wahrheit sind Proben schlecht für Filme.

amg/voc/news.de/ddp

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