26.10.2019, 13.26 Uhr

ADAC erhöht Beiträge: Kosten-Hammer für 21 Millionen Autofahrer

Der Allgemeine Deutsche Automobilclub, besser bekannt als ADAC, steckt in der Krise. Das bekommen jetzt auch die 21 Millionen Mitglieder des ADAC zu spüren: Die Beiträge sollen im kommenden Jahr kräftig steigen.

Der ADAC zählt aktuell 21 Millionen Mitglieder - und die müssen sich auf steigende Mitgliedsbeiträge einstellen. Bild: Christophe Gateau / picture alliance / dpa

Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs, besser bekannt als ADAC, müssen sich auf höhere Beiträge gefasst machen. Der größte Verkehrsclub Europas mit Sitz in München hat beschlossen, seine Mitglieder ab dem kommenden Jahr heftiger zur Kasse zu bitten.

ADAC erhöht Beiträge: Premium-Mitgliedschaft kostet bald 139 Euro

Die 21 Millionen ADAC-Mitglieder sollen ab nächstem Jahr deutlich höhere Beiträge zahlen. Der Basistarif soll von 49 auf 54 Euro pro Jahr steigen, die von den meisten Mitgliedern gewählte Plus-Mitgliedschaft soll um 10 Euro teurer werden und künftig 94 Euro kosten, sagte eine Sprecherin am Freitag in München. Neu einführen will der ADAC eine Premium-Mitgliedschaft mit einer Reihe neuer Leistungen. Dieses "Rundum-Sorglos-Paket" soll 139 Euro kosten.

Beitragserhöhung geplant! ADAC will wieder schwarze Zahlen schreiben

Die Beitragserhöhung wäre die erste seit 2014. Darüber entscheiden soll eine außerordentliche Hauptversammlung am 14. November in München. ADAC-Präsident August Markl erklärte auf Anfrage: "Eine höhere Effizienz und die Beitragsanpassung zusammen sorgen dafür, dass der ADAC finanziell gut aufgestellt ist und 2020 schwarze Zahlen schreiben kann."

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ADAC in der Krise: Automobilclub verschickt "Motorwelt" nicht mehr per Post

Der ADAC schreibt operativ seit drei Jahren rote Zahlen. Die Mitgliedseinnahmen und die Dividende der ADAC SE reichen nicht, um Pannenhilfe, Dienstleistungen, Digitalisierung und die inzwischen auch für die Pannenhilfe fällige Versicherungssteuer zu bezahlen. Dass die ADAC-Zeitschrift "Motorwelt" ab 2020 nur noch vier statt zehn Mal jährlich erscheint und den Mitgliedern nicht mehr ins Haus geschickt, sondern in Edeka- und Netto-Supermärkten ausgelegt wird, hatte der ADAC bereits beschlossen.

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loc/news.de/dpa

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