Tipps für Autofahrer: So macht die Autobatterie im Winter nicht schlapp

Minusgrade sind im Winter oft das Todesurteil für altersschwache Autobatterien. Wie Sie es schaffen, dass der Stromlieferant nicht schlapp macht und wie Sie Ihrem Auto richtig Starthilfe leisten, erfahren Sie hier.

Im Winter macht so manche Autobatterie schlapp. Bild: Fotolia / alexkich

Der Winter ist in Deutschland angekommen. Während sich Wintersportfans freuen, murren Autofahrer. Denn nicht selten steigt die Autobatterie bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt aus und kann ihren Dienst nicht mehr verrichten. Doch mit ein paar Tipps bringen die Autobatterie sicher durch den Winter.

Vor allem Autos, die kaum bewegt werden oder bei denen die Autobatterie schon länger nicht mehr überprüft worden, haben Startschwierigkeiten. daher solte man die Batterie regelmäßig überprüfen lassen. Gibt es dennoch Probleme beim Anlassen, sollte man nicht länger als fünf bis zehn Sekunden versuchen, den Motor zu starten. danach sollten Autofahrer der Batterie erstmal eine Pause von circa einer Minute gönnen und den Startvorgang wiederholen. Funktioniert das nicht, hilft oft nur ein Starterkabel.

So starte man eine schlappe Autobatterie

Zuerst verbinden Autofahrer die Pluspole der beiden Batterien durch das rote Kabel. Das schwarze Kabel stecken sie an den Minuspol der Spenderbatterie. Im Auto mit der schlappen Batterie klemmen sie das andere Ende aber an ein Metallteil im Motorraum, etwa an den Motorblock. Jetzt starten sie zuerst das Spenderauto, dann versuchen sie, das andere anzulassen.

Stromfresser wie Sitzheizung oder Gebläse sollten die Autofahrer ausgeschaltet lassen. Beim Abnabeln befreit man zunächst das Pannenauto vom schwarzen Kabel, dann den Stromspender, dann folgt das rote Kabel. Um die schlappe Autobatterie anschließend wieder aufzuladen, raten die Redakteure dazu, mindestens 20 bis 30 Minuten zu fahren, am besten außerorts.

Der ADAC rät außerdem dazu, vor der Prozedur in die Bedienungsanleitung der Autos zu schauen. Eventuell finden sich hier noch Hinweise auf Besonderheiten des Fahrzeugmodells, die bei der Starthilfe zu beachten sind.

Starthilfe allein reicht nicht: So lange sollten Sie danach fahren

Damit eine leere Batterie ordentlich auflädt und das Problem damit nachhaltig gelöst wird, müssen sich Autofahrer Zeit nehmen. Am besten fahren sie gleich eine Stunde auf längeren Strecken.

Hat ein Auto Starthilfe bekommen, weil die Batterie entladen war, sollte der Fahrer damit rund eine Stunde am Stück fahren. "Am besten über Land, also auf Autobahnen, Bundes- oder Landstraßen, und nicht im Stadtverkehr", empfiehlt Hans-Jürgen Götz von der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ). Nur dann könne die Lichtmaschine genügend Strom für mehrere Anlassvorgänge in den Akku einspeisen. Während der Tour sollten im Wagen möglichst wenig Stromverbraucher eingeschaltet sein. Wer die Möglichkeit hat, lässt die Batterie aber besser in einer Werkstatt aufladen.

Einen Werkstattbesuch sollten betroffene Autofahrer ohnehin einplanen, um den Zustand der Starterbatterie überprüfen zu lassen. "Ist eine Batterie altersschwach, bringt in der Regel auch die Schnellladung durch eine Überlandfahrt wenig", gibt Götz zu bedenken. Dann muss ein neuer Akku her.

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bua/grm/news.de/dpa

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