ADAC testet Spritverbrauch
So tricksen Autohersteller beim Kraftstoffverbrauch

Dreiste Schummelei! In seinem Eco-Test stellte der ADAC beim Spritverbrauch Abweichungen bis zu 47,5 Prozent im Vergleich zu Herstellerangaben fest. Und die Differenzen steigen von Jahr zu Jahr.

Autofahrer müssen beim Tanken real tiefer in die Tasche greifen, als es der Autohersteller angibt. Bild: dpa

Der tatsächliche Kraftstoffverbrauch weicht immer mehr von den Herstellerangaben ab. Das teilte der ADAC mit, der jährlich unterschiedliche Fahrzeugmodelle auf ihren Spritverbrauch hin überprüft.

Autohersteller ermitteln auf der Basis des staatlich vorgeschriebenen "Neuen Europäischen Fahrzyklus", kurz NEFZ-Zyklus, den Kraftstoffverbrauch ihrer Automodelle. Das genormte Messverfahren ist gesetzlich vorgegeben, um so den unterschiedlichen Verbrauch der Modelle vergleichen zu können. Aber die Autobauer tricksen offensichtlich soweit es noch gesetzlich zulässig ist.

Bis zu 47,5 Prozent mehr Spritverbrauch

Der Eco-Test misst seit 2003 jährlich den praxisnahen Kraftstoffverbrauch von 150 Autos, auch unter hohen Belastungen, wie zum Beispiel bei Autobahnfahrten. Dabei ergeben sich komplett andere Messergebnisse, als die von den Herstellern angegebenen und der tatsächliche Kraftstoffverbrauch ist deutlich höher. Folgende Abweichungen ergeben sich für die jeweiligen Fahrzeuge:

  • 25 Prozent bei Hybridfahrzeugen
  • 14 Prozent bei Diesel-Autos,
  • 11 Prozent bei LPG-Fahrzeugen
  • 10 Prozent bei Benzinern
  • 9 Prozent bei Erdgas-Fahrzeugen

Bei einzelnen Modellen gab es aber noch weitaus größere Differenzen. So frisst der Maserati Ghibli Diesel unglaubliche 47,5 Prozent mehr Sprit als vom Autobauer angegeben. Recht gut abgeschnitten hat dagegen der Mazda CX-3 2.0. mit 1,7 Prozent Abweichung, wie "Bild" mitteilt.

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