26.12.2014, 09.00 Uhr

Michael Schumacher: Mit mehreren Millionen zum Spendenkönig

Michael Schumacher beweist soziales Engagement. Vor seinem schweren Skiunfall setzte er sich sehr stark für wohltätige Zwecke ein. Mehrere Millionen Euro jährlich machen Schumi zum Spendenkönig. Doch nicht nur finanziell zeigt er Courage.

Für seine sportlichen Leistungen wird Michael Schumacher in der Formel 1 weltweit gefeiert. Doch nicht immer glänzte der Rekord-Weltmeister durch faires Verhalten auf der Rennstrecke. Abseits der Rennstrecke war dies völlig anders. Michael Schumacher gilt als Spendenkönig und spendete bisher einen Großteil seines Vermögens für wohltätige Zwecke.

Michael Schumacher gilt als Spendenkönig. Bild: picture-alliance / dpa / Valdrin Xhemaj

Michael Schumacher Zustand aktuell: Heilung bei Schumi möglich

Nach dem schweren Skiunfall im Dezember 2013 und dem monatelangen Koma ist Michael Schumacher Zuhause in seiner Villa in Gland am Genfer See. Dort setzt er die Reha im Kreise seiner Familie, Corinna und den beiden Kindern, fort. Nachrichten über seinen aktuellen Gesundheitszustand gibt es nur selten. Zuletzt brach der ehemalige Schumi-Arzt Jean-Francois Payen in einem Interview mit der französischen Zeitung Le Parisien das Schweigen und gab Hoffnung auf eine Heilung seines Patienten.

Die Ereignisse um den tragischen Schumacher-Unfall
Formel-1-Legende Michael Schumacher im Koma
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Michael Schumacher 2014: Schumi als Spendenkönig gefeiert

Soziales Engagement wird im Hause Schumacher ganz groß geschrieben. Das Jahreseinkommen von Michael Schumacher wird auf 150 Millionen Euro geschätzt. Und davon gibt er zwar ungern etwas an den Fiskus ab, dafür sitzt der Geldbeutel bei wohltätigen Zwecken deutlich lockerer. Von 2002 bis 2006 soll Schumi rund 40 Millionen Euro gespendet haben. Allein 4,4 Millionen flossen in Projekte der Unesco und mit knapp acht Millionen Euro leistete er finanzielle Hilfe für die Tsunami-Opfer in Asien. Bei der dramatischen Naturkatastrophe in Indonesien und Thailand im Dezember 2004 war Schumi sogar direkt betroffen. Einer seiner Leibwächter starb bei dem verheerenden Unglück. Außerdem unterstützte Schumi Krankenhäuser in Bosnien und Waisenhäuser sowie Schulen im Senegal.

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Michael Schumacher aktuell: Engagement in Drogenprävention und Organspende

Doch nicht nur finanziell half der Formel-1-Star, wo er nur konnte. Auch als Werbegesicht setzte er sich für wichtige gesellschaftliche Probleme ein. 1997 warb Michael Schumacher für die Kampagne «Keine Macht den Drogen» auf Plakaten und TV-Spots gegen den Konsum von Drogen und Alkohol. Auch für die Organspende macht sich Schumi stark. 2005 ließ er sich vor der neuen Formel-1-Saison als Organspender registrieren. «Ohne Teamgeist geht im Sport gar nichts. In der Gesellschaft bedeutet Teamgeist, anderen zu helfen. Als Organspender kann man das auch über den eigenen Tod hinaus tun», erklärte Michael Schumacher gegenüber n-tv.

FOTOS: Ehe des F1-Profis Michael Schumacher und seine Corinna

Michael Schumacher: Bundespräsident verwehrt Bundesverdienstkreuz

Für so viel Engagement wurden bereits zahlreiche Menschen mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet. «Er wird verliehen für Leistungen, die im Bereich der politischen, der wirtschaftlich-sozialen und der geistigen Arbeit dem Wiederaufbau des Vaterlandes dienten, und soll eine Auszeichnung all derer bedeuten, deren Wirken zum friedlichen Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland beiträgt», proklamierte der ehemalige Bundespräsident Theodor Heuss zum 2. Jahrestag der BRD.

Bisher wurde das Bundesverdienstkreuz bereits mehr als 200.000 Mal verliehen. Trotz seines sozialen Engagements wurde Michael Schumacher diese Ehre bisher nicht zu teil. «Bei Herrn Schumacher ist eine Würdigung seiner anerkanntermaßen sportlichen Leistungen bereits durch die Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes erfolgt. Sein darüber hinausreichendes Engagement ist jedoch nach den strengen Maßstäben der Ordensrechtlinien für die Verleihung des Verdienstordens leider nicht ausreichend», zitiert die Süddeutsche die schriftlichen Begründung der Ablehnung. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass er Deutschland mit seiner öffentlichen Steuerflucht den Rücken kehrte.

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bua/fro/news.de

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