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news.de-Expertenrat: Falsch lackierter Wagen geliefert - Ihr Recht beim Autokauf

Der Kauf eines Neuwagens will gut überlegt sein - umso ärgerlicher ist es, wenn statt dem gewünschten Modell ein völlig anderer Wagen geliefert wird. Welche Rechte Verbraucher beim Autokauf haben, verrät news.de-Experte Armin Dieter Schmidt.

Wer ein fabrikneues Auto bestellt, entscheidet sich ganz bewusst für eine bestimmte Ausstattung und auch Farbe. Danach heißt es warten auf den Liefertermin, und das oft mehrere Monate. Umso größer ist die Enttäuschung, wenn dann nicht alles perfekt ist. Einen falschen Farbton der Lackierung muss der Käufer nicht hinnehmen, auch wenn die Abweichung nur gering ist, bestätigte das Landgericht (LG) Ansbach.

Weshalb tausende Neuwagen ungekauft verrotten, lesen Sie hier.

Beim Autokauf müssen sich Verbraucher nicht alles gefallen lassen - zum Beispiel bei der ausgewählten Lackfarbe. Bild: iStock

Mangel schon bei geringer Farbabweichung

Bei einem gewerblich tätigen Autohändler hatte der spätere Kläger einen neuen Seat Altea bestellt, und zwar in der Farbe Track-Grau Metallic. Zum Liefertermin präsentierte der Händler dem Käufer sein Fahrzeug – allerdings lackiert in Pirineos Grau.

Dem Kunden gefiel das gar nicht und er forderte vor Gericht mehr als 3000 Euro für die Umlackierung. Der Verkäufer hingegen wollte nicht zahlen. Stattdessen berief er sich auf seine allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

Darin waren unerhebliche und dem Käufer zumutbare Farbabweichungen vorbehalten. Aber kann ein Verkäufer einfach ein von der Bestellung abweichendes Produkt liefern, wenn er die Möglichkeit nur irgendwo in seinen Geschäftsbedingungen erwähnt?

Geschäftsbedingungen (AGB) unwirksam

Sowohl das zunächst zuständige Amtsgericht in Weißenburg als auch das mit der Berufung beschäftigte LG Ansbach gaben dem Käufer Recht. Die AGB des Verkäufers hielten die Richter beider Instanzen für unwirksam.

Schließlich werde nicht klar, welche Kriterien überhaupt für die Annahme einer Erheblichkeit oder Zumutbarkeit herangezogen werden. Wer sich beim Kauf eines Neufahrzeuges für einen bestimmten Farbton entscheide, der müsse den auch bekommen.

Es sei Sache des Verkäufers, mit dem Hersteller die Lieferbarkeit und etwaige Änderungen der angebotenen Farbpalette zu klären. Dem Käufer sei jedenfalls nicht zumutbar, eine nicht vereinbarte Lackfarbe seines Kfz einfach hinzunehmen.

(LG Ansbach, Beschluss v. 09.07.2014, Az.: 1 S 66/14)

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loc/news.de

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